Nachrichten aus Kreis Lindau und Umgebung

20.8.2014 Tagung der Wirtschaftsnobelpreisträger: Kanzlerin auf Kurzbesuch in Lindau

Foto Tagung der Wirtschaftsnobelpreisträger: Kanzlerin auf Kurzbesuch in Lindau Angela Merkel nahm am Mittwoch an der Tagung der Wirtschaftsnobelpreisträger in Lindau teil. Schaulustige wurden von der Polizei auf Abstand gehalten, sie erhaschten nur für Sekunden einen Blick auf die Regierungschefin.

Die besten Plätze für Angie-Fans und Hobby-Fotografen waren die auf der Stadtmauer gegenüber der Inselhalle, wo das dreitägige Treffen der Wirtschaftsnobelpreisträger stattfindet - doch diese wurden kurz vor der Ankunft von Angela Merkel von der Polizei geräumt. Wirklich gute Schnappschüsse waren somit nur aus der Ferne möglich, und das auch nur mit Hilfe eines Teleobjektivs. Ein Bad in der Menge war auch gar nicht vorgesehen, so ein Sprecher der Kanzlerin, denn dafür sei der Zeitplan viel zu eng. Doch wir wissen auch: In Wahlkampfzeiten zeigte sich Merkel deutlich volksnäher, man erinnere sich nur an ihren letzten Besuch in Friedrichshafen vor einem Jahr, als sie sich bei der Fahrradmesse "Eurobike" durchs Messepublikum schlängelte. Immerhin rund zwei Stunden verweilte Merkel bei dem "noblen" Treffen, zu dem sich insgesamt 17 Preisträger und rund 450 Nachwuchsökonomen aus 80 Ländern eingefunden hatten. Begrüßt wurde der "very special guest", wie Merkel den Tagungsteilnehmern später im Saal angekündigt wurde, noch vor dem Betreten der Inselhalle von Gastgeberin Bettina Gräfin Bernadotte, der Präsidentin des Kuratoriums für die Nobelpreisträgertagungen. Gleich danach ging es hinein ins Foyer, wo Dutzende von Fotografen und Fernsehleuten bereits ungeduldig warteten, um die Kanzlerin zusammen mit der Gräfin und den Nobelpreisträgern zum Gruppenbild abzulichten. Traditionsgemäß zelebriert wurde der Einzug der Laureaten und Ehrengäste, angeführt von Merkel, Gräfin und Mitgliedern des Tagungskomitees. Alle im Saal Anwesenden standen auf und applaudierten. Viel Beifall gab es am Ende der Eröffnungsveranstaltung auch für die Rede der Bundeskanzlerin, in der sich unter anderem zur europäischen Wirtschaftspolitik äußerte. Anschließend traf die ehemalige Wissenschaftlerin Merkel noch mit 15 jungen Nachwuchsökonomen zu einem Meinungsaustausch zusammen. Dann folgte der Schlussakt, sprich der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. Für jene, die draußen in sicherem Abstand vor der Halle ausgeharrt hatten, gab es zum Abschied noch ein kurzes Winken. Dann rauschte die Kanzlerin eskortiert von Polizei-Motorrädern in einer Kolonne von Limousinen davon in Richtung Friedrichshafen, wo sie kurze Zeit später mit ihrem Gefolge im Dienstjet vom Flughafen abhob.

3.8.2014 Unfall in B31-Tunnel

Im Bereich des Diepoldsbergtunnel bei Lindau ist am Sonntag, kurz nach 11 Uhr, ein Auto ins Schleudern geraten und gegen die Tunnelwand gefahren. Dabei wurden zwei Menschen verletzt, teilt das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in einer ersten Information mit. Der Verkehr wird auf die "alte" B 31 abgeleitet.

Die Polizeipräsidium Schwaben Süd/West will weitere Details nach der Bergung und Unfallaufnahme mitteilen.

14.7.2014 Bundespolizei stoppt Schleuser auf der Autobahn

Auf der A 96 bei Sigmarszell kontrollierten Beamte ein Auto - dabei stellte sich heraus, dass ein Deutscher einen Jordanier und drei Angehörige der Vereinigten Arabischen Emirate unerlaubt ins Land bringen wollte.

Die Bundespolizei hat nach eigenen Angaben am Samstag, 12. Juli, einen 27-Jährigen auf der A 96 festgenommen. Der in Mainz lebende Mann hatte einen Jordanier und drei Angehörige der Vereinigten Arabischen Emirate unerlaubt ins Land gebracht. In Mailand waren die Männer zugestiegen. "Von dort aus wird man hingefahren, wohin man will", sagte einer der Geschleusten. Die Lindauer Fahnder hatten die Insassen eines deutschen Mietwagens auf Höhe Sigmarszell kontrolliert. Lediglich der Fahrzeugführer konnte sich ausweisen. Seine vier Begleiter hatten keine Papiere dabei. Wegen des Schleusungsverdachts wurden alle fünf von den Beamten mit zur Dienststelle genommen. Dort gab der mutmaßliche Schleuser an, sich nicht äußern zu wollen. Er sei zu müde und habe zudem zu wenig gegessen. Seine Mitfahrer im Alter von 21 bis 26 Jahren machten übereinstimmende Angaben. Sie wären mit einem Schleuserboot nach Italien gekommen und schließlich in Mailand auf den 27-Jährigen getroffen. Jeder wisse, dass Mailand die richtige Anlaufstelle sei, um ins Zielland seiner Wahl gebracht zu werden, so der Jordanier. Eine konkrete Summe für die Fahrt sei nicht vereinbart worden. Die Geschleusten rechneten jedoch eigenen Angaben zufolge mit 200 bis 400 Euro pro Person. Aufgrund seines deutschen Wohnsitzes konnte der in Rheinland Pfalz geborene Fahrer nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seine Heimreise antreten. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern. Seine Mitfahrer stellten ein Schutzersuchen und wurden von den Bundespolizisten an die Flüchtlingsstelle in München weitergeleitet.

1.7.2014 Nobelpreisträger-Tagung in Lindau: Wissenschaft auf hohem Niveau

Exzellente Wissenschaft und Nobelpreisträgerwein: Australien ist Gastgeber des Internationalen Tags auf der 64. Lindauer Tagung der Nobelpreisträger.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Lindauer Nobelpreis- trägertagungen richtete Australien den sogenannten International Day aus und brachte damit den Tagungsgästen Wissenschaft und Kultur von "Downunder" näher, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Der Tag startete schon früh, denn um 7 Uhr lud Australien zu einem "Science Breakfast" ein. Nachdem sich die knapp 100 teilnehmenden Nachwuchswissenschaftler gestärkt hatten, wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion das Thema "Frauen in der Wissenschaft" aufgegriffen. Die beiden mitdiskutierenden australischen Nobelpreisträger Elizabeth Blackburn (Medizin 2009) und Brian Schmidt (Physik 2011) waren sich einig darin, dass noch viel getan werden muss, um zum Beispiel Familie und Wissenschaftsberuf besser miteinander zu vereinen und somit auch Frauen gleiche Chancen auf eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere zu bieten. Sie begrüßten, dass der Frauenanteil unter den mehr als 600 Nachwuchswissenschaftlern auf der 64. Lindauer Tagung erstmals höher liegt als der Männeranteil (52 zu 48 Prozent. Traditionell beginnt in Lindau am Tagungsmontag das wissenschaftliche Programm. Die ersten acht der insgesamt 37 anwesenden Nobelpreisträger hielten ihre Vorträge, darunter auch Elizabeth Blackburn und der dritte anwesende Nobelpreisträger aus Australien, Barry Marshall (Medizin 2005). Ausrichter des Internationalen Tags war die Australische Akademie der Wissenschaften, die seit 2009 akademischer Partner der Lindau Nobel Laureate Meetings ist und Nachwuchswissenschaftler für die Teilnahme an den Tagungen nominiert. Am Abend des australischen Tags stand schließlich der Höhepunkt auf dem Programm, das "International Get-Together". Adam Spencer, Radioreporter des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders Australiens ABC, führte launig durch den Abend und wies immer wieder humorvoll auf die australischen Eigenheiten und Besonderheiten hin. Der australische Handelsminister Andrew Robb hob in seiner Begrüßungsrede die herausragende Qualität des Wissenschaftsstandorts Australien hervor und verwies auf die Erfolge besonders auch in der Medizinforschung. Beim anschließende Dinner gab es Wein, den Nobelpreisträger Brian Schmidt in seinem eigenen Weingut produziert. Allen Gästen wurde am Ende des Abends noch ein besonderes Geschenk überreicht. Speziell für die 64. Lindauer Tagung gab es das unterhaltsame Buch des australischen Nobelpreisträgers Peter Doherty (Medizin 1996), "The Beginner's Guide to Winning the Nobel Prize" (etwa: "Nobelpreis bekommen für Anfänger") in einer Sonderausgabe. Auf der 64. Lindauer Nobelpreisträgertagung, die noch bis einschließlich Freitag, 4. Juli dauert, treffen 37 Nobelpreisträger mit mehr als 600 ausgewählten Nachwuchswissenschaftlern aus 80 Ländern zusammen. Das Programm ist der Nobelpreis-Disziplin Physiologie oder Medizin gewidmet. Zu den Schwerpunktthemen zählen die körpereigene Immunabwehr von Infektionen, Fortschritte in der Krebsforschung und die intelligente Wirkstoffforschung.

20.6.2014 Fünf Jahre untergetaucht: Bundespolizei nimmt gesuchten Straftäter in Lindau fest

Bundespolizisten haben am Donnerstag einen 45-jährigen Wahlschweizer am Lindauer Bahnhof festgenommen. Seit fünf Jahren war der gebürtige Kameruner untergetaucht, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim.

Die Lindauer Fahnder hatten den Afrikaner mit deutscher Staatsangehörigkeit im Zug von Zürich nach München kontrolliert. Bei der Personalienüberprüfung stießen die Beamten auf einen Haftbefehl der Kölner Staatsanwaltschaft. Im August 2009 war der Mann wegen Bedrohung zu einer Geldstrafe von 3420 Euro verurteilt worden. Ersatzweise hatte das Gericht eine 171-tägige Freiheitsstrafe verhängt. Seitdem war der Mann untergetaucht. Zwischenzeitlich hatte er sich offenbar in der Schweiz niedergelassen. Sein Versteckspiel war beinahe von Erfolg gekrönt. Im August dieses Jahres wäre der Haftbefehl verjährt und damit nicht mehr vollstreckbar gewesen. Als die Bundespolizei ihn in Lindau festnahm, konnte sich der 45-Jährige seiner Strafe nicht länger entziehen. Nur der Aufenthalt hinter Gittern blieb ihm erspart. Der Mann konnte die offene Geldstrafe begleichen und durfte nach Zahlung des vierstelligen Betrags seine Reise fortsetzen.

1.4.2014 "Schwarzfahrer" muss für 49 Tage hinter Gitter

Beamte der Bundespolizei haben in Lindau einen Mann festgenommen. Laut Bericht der Bundespolizei hat der Mann eine gerichtlich festgesetzte Strafe von 900 Euro nicht gezahlt. Der per Haftbefehlt gesuchte Mann muss für 49 Tage ins Gefängnis.

Die Bundespolizei hat am Montag einen slowakischen Staatsangehörigen im Stadtgebiet Lindau festgenommen. Gegen den 32-Jährigen lag ein Haftbefehl vor. Die nächsten Wochen wird er hinter Gittern verbringen müssen, heißt es im Bericht der Bundespolizei. Bei der Kontrolle durch Lindauer Bundepolizisten legte der Mann einen gültigen Reisepass vor. Die Überprüfung seiner Personalien offenbarte allerdings, dass der 32-Jährige seit Juli 2013 von der Weidener Staatsanwaltschaft gesucht wird. Das Amtsgericht Weiden hatte ihn wegen Leistungserschleichung zu einer Geldstrafe von rund 900 Euro, einschließlich Verfahrenskosten, verurteilt. Diese Summe war der "Schwarzfahrer" bisher schuldig geblieben. Auch nun in Lindau konnte der Mann das geforderte Geld nicht aufbringen. Die Beamten lieferten ihn deshalb zur Ersatzhaft in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein. Dort wird er die kommenden 49 Tage bleiben müssen, heißt es im Bericht der Bundespolizei.

3.2.2014 Haschisch in der Reiseapotheke: Fahnder stellen bunte Drogenmischung sicher

Foto Haschisch in der Reiseapotheke: Fahnder stellen bunte Drogenmischung sicher Ein apathisch wirkender 46-Jähriger hat am Wochenende im Zug zwischen Ulm und Augsburg die Aufmerksamkeit von Lindauer Schleierfahndern auf sich gezogen. Er gab an, schwer erkrankt zu sein. Die Fahnder entdeckten jedoch längst nicht nur Medikamente bei ihm.

Der 46-jährige Mann aus dem Großraum Augsburg wurde am späteren Samstagabend kontrolliert. Der Mann war im Zug zwischen Ulm und Augsburg unterwegs und wurde laut Polizei aufgrund seines apathischen äußeren Eindrucks näher überprüft. Er rechtfertigte sich zunächst damit, dass er schwer erkrankt sei und daher zahlreiche Medikamente einnehmen muss - als die Fahnder jedoch neben vielen Medikamenten auch zwei Klumpen Haschisch, Marihuana sowie Kräutermischungen vorfanden, war schnell eine andere Erklärung für den apathischen Eindruck gefunden. In der Wohnung des 46-Jährigen wurden weitere Drogen, Medikamente und Kräutermischungen, die der Polizei zufolge auch als "Legal High" bezeichnet werden, sichergestellt. Bei den Medikamenten erstreckte sich die Bandbreite vom "türkischen Viagra" über Schmerzmittel bis hin zu Drogensubstitutionspäparaten. Einen Nachweis konnte er für die pharmazeutischen Produkte zunächst nicht vorlegen. Die Ermittlungen dauern diesbezüglich noch an. Neben dem Haschisch und Marihuana, welches bereits im Zug sichergestellt wurde, wurden in der Wohnung zusätzlich noch Haschischöl und einige Extasytabletten entdeckt. Bei den Kräutermischungen wurden um die 30 verschiedene Verpackungseinheiten mit den "Legal Highs" vorgefunden, die zum Großteil einem Verkehrsverbot nach dem Betäubungsmittelrecht unterliegen. Bei den Mischungen waren so phantasievolle Namen wie "Mr. Marley, King Kong, New Galactic oder Scooby Snax" dabei. Den 46-Jährigen erwartet jetzt ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz.

31.1.2014 Mit einem Pfund Marihuana auf Reisen

Foto Mit einem Pfund Marihuana auf Reisen Gut ein Pfund Marihuana haben Schleierfahnder am Freitag bei einer Kontrolle im Lindauer Hauptbahnhof im Gepäck eines 45-Jährigen entdeckt.

Der Mann wollte in Lindau umsteigen. Bei der Durchsicht seines Reisegepäcks entdeckten die Beamten im Koffer ein Paket, welches in einem Handtuch eingewickelt war. Beim Auswickeln staunten die Fahnder laut Polizeibericht nicht schlecht, hatten sie doch mehr als ein Pfund Marihuana vor sich. Das Paket hatte den Umfang von etwa zwei Zuckerpäckchen. Der bei der Polizei wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz einschlägig bekannte 45-Jährige nahm seine vorläufige Festnahme in völliger Ruhe hin, wie weiter berichtet wird. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeistation Lindau übernommen. Der Besitzer des Rauschgiftes wird nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Kempten dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht vorgeführt.

30.1.2014 Schlecht geworfen? Schleierfahnder stellen Marihuana-Dolden sicher

Foto Schlecht geworfen? Schleierfahnder stellen Marihuana-Dolden sicher Auch der letzte Versuch, das Marihuana-Päckchen noch in Sicherheit zu bringen scheiterte. Einen 24-Jährigen aus dem Bodenseekreis, der in Lindau mit dem Rauschgift erwischt wurde, erwartet nun ein Strafverfahren.

Lindauer Schleierfahnder sprachen am Mittwoch zwei 24-Jährige nahe der Autobahnauffahrt in Lindau an, da laut Polizeibericht zumindest einer von ihnen scheinbar unter Drogeneinfluss stand. Im Rahmen der folgenden Kontrolle versuchte einer der Männer zunächst zurück in die Gaststätte zu gelangen. Als dies misslang, gab er vor austreten zu müssen. Als schließlich alle Ausflüchte nicht halfen, warf er seinem Freund ein Päckchen zu. Statt es zu verstecken oder damit zu flüchten, fing dieser das Päckchen jedoch gar nicht erst, wie die Polizei weiter berichtet. Letztlich wurde es von den Fahndern sichergestellt. Das Päckchen hatte die Größe eines Apfels und enthielt eine größere Anzahl Marihuanadolden. Nachdem der Wohnsitz des Täters im Bodenseekreis ist, wurde die Wohnung des 24-Jährigen mit Unterstützung des Polizeireviers Friedrichshafen durchsucht, wobei jedoch keine weiteren Utensilien zu finden waren. Den Eigentümer des Rauschgiftes erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln.

29.1.2014 23-Jähriger rast mit 137 Sachen durch Lindau

Was das Lasermessgerät ihnen in der Nacht zum Mittwoch in Lindau anzeigte, konnten die Polizisten kaum glauben. Mit 137 Stundenkilometern war ein 23-jähriger Autofahrer innerorts unterwegs.

Gegen 1.15 Uhr erfassten die Lindauer Polizisten den 23-jährigen Autofahrer im Rahmen einer Geschwindigkeitskontrolle in der Bregenzer Straße - erlaubt sind hier laut Polizeibericht maximal 50 Stundenkilometer. Der Wagen des 23-Jährigen wurde mit 87 km/h mehr gemessen. Die Beamten stoppten das Fahrzeug und stellten anschließend fest, dass zudem beide Hinterreifen kein Profil mehr aufwiesen. Sie waren sogar so weit abgefahren, dass eine Profilmessung nicht mehr möglich war. Der junge Mann zeigte sich zwar einsichtig. Um eine hohe Geldbuße, vier Punkte im Verkehrszentralregister und drei Monate Fahrverbot wird er aber nicht herum kommen, wie die Polizei weiter berichtet.

20.1.2014 Zoll findet 40.000 Euro im Kosmetikbeutel

Eine 57-jährige Frau wollte rund 40.000 Euro Bargeld am Zoll vorbei schmuggeln. Dies geht aus einer Mitteilung aus dem Hauptzollamt Ulm hervor.

Im Zollbericht heißt es über den Vorfall: Zöllner der Lindauer Kontrolleinheit eine 57-Jährige aus Norddeutschland beim Schmuggeln von 40.000 Euro Bargeld. Die Beamten kontrollierten die Dame im Schnellzug von Zürich nach München. Die Frage nach mitgeführten Zahlungsmitteln von 10.000 Euro oder mehr verneinte die Reisende. Bei der Überprüfung des Gepäcks fanden die Zollbeamten 80 Fünfhundert-Euro-Scheine in einem Kosmetikbeutel. Zur Herkunft des Geldes wollte die Frau keine Angaben machen, weshalb die Beamten den Gesamtbetrag sicher stellten, heißt es im Bericht weiter. Die 57-Jährige muss sich im Rahmen eines Bußgeldverfahrens verantworten. Die Ermittlungen dauern an.

10.1.2014 Giftige Stoffe im Bahngelände auf der Lindauer Insel

Foto Giftige Stoffe im Bahngelände auf der Lindauer Insel "Altlasten" schlummern im Boden des Bahngeländes auf der Lindauer Insel. Die zentrale Frage: Sind die giftigen Stoffe im Boden gebunden oder gelangen sie in den See?

Der Bodensee als Trinkwasserspeicher ist ein hohes Gut. So hoch, dass schon die kleinste potenzielle Verunreinigung bei vielen die Alarmglocken schrillen lässt. Das ist nun auch in Lindau der Fall. Von "Altlasten" ist die Rede, die im Boden des Bahngeländes auf der Insel liegen, also von giftigen Substanzen im Erdreich. Hier gab es von 1854 bis in die 1970er Jahre ein großes Bahnbetriebswerk, wo zahlreiche Dampflokomotiven gewartet wurden. Dabei kamen viele giftige Stoffe zum Einsatz. Thema kam über Jahrzehnte nicht zur Sprache Jahrzehntelang hatte man darüber keine öffentliche Diskussion geführt. Das Thema kam erst zur Sprache, als es um die Grundstücke in bester Seelage ging, die die Deutsche Bahn in absehbarer Zeit verkaufen will. Da die Eisenbahn in Lindau grundlegend umstrukturiert wird, sind sie in Zukunft entbehrlich. Logisch, dass der Verkaufswert dieser Flächen vom Ausmaß der Schadstoffbelastung und den damit verbundenen Reinigungskosten abhängen wird. Für die weitere Region noch bedeutsamer ist eine Frage, die jüngst der Bayerische Rundfunk in den Raum gestellt hat: Sind die giftigen Stoffe im Boden gebunden oder gelangen sie in den See? Bei der Lindauer Kreisverwaltung sieht man diesbezüglich kein Problem. "Das Wasserwirtschaftsamt in Kempten hat uns bestätigt, dass es keine belasteten Wasserproben aus dem Bodensee gibt", sagt Sibylle Ehreiser vom Landratsamt. Ein Gutachten von 2009, das die Deutsche Bahn erst jetzt in ganzem Umfang dem Landratsamt vorgelegt hat, bescheinige zwar eine "oberflächennahe Verunreinigung von Teilen des Bahngeländes" durch "Mineralöle, vereinzelt Schwermetalle und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe" sowie "Grundwasserbelastungen", doch bei Bahn und Landratsamt ist man ist sich sicher: "Eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung aus dem Bodensee war zu keinem Zeitpunkt gegeben" - die giftigen Substanzen seien im Boden gebunden. Es floss reichlich Öl Welche Mengen von Schadstoffen lagern im Boden des Geländes? Das Landratsamt verweist auf die Deutsche Bahn, da dieser das Gutachten gehöre. Die Bahn aber will konkrete Zahlen nicht benennen, da sie zu komplex seien. "Damit kann keiner etwas anfangen", sagt der Bahnsprecher. Fest steht zumindest: In einem Betriebswerk für Dampflokomotiven floss reichlich Öl. Der Münchner Fachjournalist Martin Weltner hat diese Zeit miterlebt und schildert seine Beobachtungen: "In all diesen Werken sind die oberen Erdschichten versaut. Jeden Tag ging der Heizer mit einer Ölkanne um die Lok herum und schmierte die beweglichen Teile - ungefähr so, wie wenn man ein paar Gläser Schnaps einschenkt und dabei nicht absetzt. Dass dabei etwas übergelaufen ist, war völlig normal und passierte rund um die Uhr." Auch die Loks selbst verfügten über Schmierpumpen, bei denen immer gewisse Mengen verloren gingen. Gitter und Rinnen zum Auffangen des Öls habe es damals nicht gegeben, erklärt Weltner und vermutet, dass auch in Lindau täglich "mehrere Liter Öl" in die Erde gesickert sind. In den rund 100 Jahren der Dampflokwartung dürfte also einiges zusammen gekommen sein.Sollten diese Schadstoffe dennoch - wider Erwarten von Bahn und Landratsamt - ins Wasser fließen, wie viel Belastung kann der See vertragen? Herbert Löffler vom Institut für Seenforschung in Langenargen hält es für "gefährlich zu sagen, wie viel man einem Ökosystem zumuten kann". Man würde dann dazu neigen, "solche Spielräume auszunutzen", meint er. Ein Grundprinzip des Gewässerschutzes laute "vermeiden, was vermeidbar ist". Zur Situation in Lindau könne er aber nichts sagen, da er nicht wisse, um welche Stoffe und Mengen es sich handle.Stets zur sicheren Seite hin drängt auch der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung in Sipplingen, 60 Kilometer von Lindau entfernt. Sprecherin Maria Quignon betont, man interessiere sich generell für "alle Substanzen im See" und wolle das Wasser "so rein wie möglich von allem haben, was vom Mensch verursacht wird. Bei den ständigen Untersuchungen des Wassers habe man "nichts gefunden, was konkret auf das Bahngelände schließen lässt". See- und Trinkwasserqualität seien sehr gut, so Quignon.In Lindau jedenfalls wird man sich auch in Zukunft noch mit Gift im Boden beschäftigten müssen. Denn auch im Stadtteil Reutin, nur wenige Meter vom See entfernt, gab es jahrzehntelang ein Dampflok-Betriebswerk von ähnlicher Größe. Und auch diese Flächen sollen einmal anderweitig genutzt werden. Von Mineralöl bis Schwermetall Mineralöle sind durch Destillation des Erdöls und auch aus anderen mineralischen Rohstoffen hergestellte Öle. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind damit vor allem Treibstoffe wie Benzin, Diesel, Kerosin, Bunkeröl, Heizöl sowie aus Erdöl gewonnene Schmierstoffe gemeint. Auch raffinierte medizinische Weißöle für Anwendungen in Kosmetik und in Medizin zählen zu den Mineralölen. Schwermetalle kommen als Bestandteile der Erdkruste in Spuren überall in der Natur vor. Als chemische Elemente können sie weder als solche abgebaut noch vernichtet werden. Einige Schwermetalle sind lebensnotwendig; zu ihnen zählen zum Beispiel Kupfer, Zink, Eisen und Mangan, die der Organismus in Spuren benötigt. Andere Schwermetalle hingegen haben bei Stoffwechselprozessen keine erkennbare Funktion und sind bereits in geringen Mengen giftig. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen als Nebenprodukte bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material wie Holz, Kohle oder Erdöl sowie beim starken Erhitzen dieser Materialien unter Luftausschluss. Sie sind auch in Raffinerie- und Kokereiprodukten enthalten, lösen sich gut in Fetten, binden an Partikel und reichern sich in Organismen sowie in der Umwelt an. Zahlreiche PAK sind nachweislich krebserregend. (Quelle: Umweltbundesamt/Bayerisches Umweltministerium)

27.12.2013 Schwester rettet 34-Jährigen vor Haftstrafe

Ein 34-Jähriger verdankt einer Verwandten, dass er die Weihnachtstage nicht im Gefängnis verbringen musste. Der Mann wurde an Heiligabend am Lindauer Bahnhof von der Bundespolizei verhaftet. Er hätte eine 90-tägige Freiheitsstrafe verbüßen müssen, wenn ihm seine Schwester nicht aus der Patsche geholfen hätte, heißt es im Polizeibericht.

Lindauer Bundespolizisten stellten bei der Überprüfung des gebürtigen Cottbusers fest, dass er per Haftbefehl gesucht wurde. Das Münchner Amtsgericht hatte den Mann im Jahr 2011 wegen Erschleichens von Leistungen zu einer Geldstrafe von 2700 Euro oder ersatzweise zu drei Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Seine Justizschulden beglich der Verurteilte nicht, heißt es im Polizeibericht. Bei seiner Festnahme verfügte der Mann auch nicht über die erforderlichen finanziellen Mittel. Glücklicherweise konnte der 34-Jährige nach seiner Festnahme noch seine Schwester erreichen. Diese machte dem Bruder ein großzügiges "Weihnachtsgeschenk", indem sie den geforderten Betrag bei der Bundespolizei in München einzahlte. Somit konnte der Beschenkte die Dienststelle der Lindauer Bundespolizei wieder freien Fußes verlassen und Weihnachten in Freiheit feiern.

28.10.2013 Drei Jahre Flucht zu Ende

Die Bundespolizei hat am Samstag einen verurteilten, 35-jährigen Tschechen auf A 96 bei Lindau gefasst, der sich drei Jahre lang erfolgreich seiner Strafe entzogen hatte.

Lindauer Bundespolizisten kontrollierten die Insassen eines tschechischen Reisebusses auf der A 96. Bei der Überprüfung des 35-Jährigen stießen die Beamten auf einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dresden. Bereits im Januar 2010 war der Tscheche vom Amtsgericht Pirna wegen schweren Diebstahls zu einer Geldstrafe von rund 1700 Euro inklusive Verfahrenskosten verurteilt worden. Im Fall der Zahlungsunfähigkeit sah das Gerichtsurteil eine 113-tägige Ersatzfreiheitsstrafe vor. Die vierstellige Summe konnte der Verurteilte nicht aufbringen. Nach dreijähriger Flucht wird er sich nun mit dem mehrmonatigen Gefängnisaufenthalt arrangieren müssen. Die Bundespolizisten lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein.

22.10.2013 Polizei greift elf Flüchtlinge auf

Beamte der Landes- und Bundespolizei haben in Lindau elf aus Palästina stammende Flüchtlinge aufgegriffen. Die letzte Etappe von Österreich nach Berlin oder Schweden wollten die Flüchtlinge offenbar ohne Schleuser bewältigen, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei.

Landes- und Bundespolizei haben am Montag elf palästinensische Flüchtlinge aufgegriffen. Sechs von ihnen wurden durch Fahnder der Landespolizei im Fernreisezug von Bregenz nach Lindau kontrolliert. Weitere fünf sind von Bundespolizisten am Lindauer Bahnhof vorläufig festgenommen worden. Ersten Ermittlungen der Bundespolizei zufolge besteht zwischen allen elf Palästinensern ein verwandtschaftliches Verhältnis. Bereits am Vortag wurden sie von der österreichischen Polizei auf Höhe Hörbranz mitsamt zweier Schleuser kontrolliert. Auf zwei in Schweden zugelassene Mietwagen aufgeteilt, waren sie von Mailand aus auf dem Weg nach Schweden. Die österreichische Polizei nahm die Fahrer der Wagen in Untersuchungshaft. Die Flüchtlingsfamilien machten sich, anstatt in ihrer österreichischen Unterkunft zu bleiben, allein auf den Weg bis nach Deutschland. Mit dem Zug fuhren sie zu sechst beziehungsweise zu fünft von Bregenz nach Lindau. Offenbar hatten die Flüchtlinge konkrete Vorstellungen, wo sie in Europa künftig bleiben wollen. Gegenüber der Lindauer Bundespolizei gaben sie an, Berlin oder Schweden ausgewählt zu haben, da dort weitere Angehörige von ihnen leben würden. Die Palästinenser, darunter vier Kleinkinder, werden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen voraussichtlich schon bald an die österreichischen Behörden übergeben.

Quelle:
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