Nachrichten aus Meersburg und Umgebung

19.12.2014 Sollen Meersburger Räte Notebooks bekommen?

Die Mitglieder des Gemeinderats Meersburg diskutieren in eigener Sache. Dabei geht es um die Frist für die Zustellung von Unterlagen sowie um die Frage, ob die Räte mit Laptops ausgestattet werden sollen.

Manche wichtigen Dinge berät der Gemeinderat auch ohne triftigen Grund gerne mal unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Letztere durfte aber in der letzten Sitzung vor Weihnachten eine ganze Stunde lang den Tagesordnungspunkt "Verschiedene allgemeine Vorschläge zu Gemeinderatssitzungen" verfolgen. Räte aus verschiedenen Fraktionen hatten entsprechende Anträge unterschrieben, die die neue Rätin Alexandra Mahl (Umweltgruppe) einreichte. So forderten die Antragsteller eine längere Frist für die Zusendung der Sitzungsvorlagen und eine Diskussion über eine mögliche Anschaffung von Laptops oder Tablets für die Räte. Ferner wollten sie einen schnelleren Zugriff auf Sitzungsniederschriften und detailliertere Unterlagen zu Bauthemen, was die Verwaltung beides zusagte. Unterlagen fünf Tage vorher Die Räte bekommen ihre Unterlagen fünf Tage vor einer Sitzung und dabei bleibt es auch nach dem Willen der Mehrheit von elf zu fünf Stimmen. Ihnen reiche diese Zeit, meinten etwa Peter Schmidt, Georg Dreher, Martin Brugger (alle CDU) und Markus Waibel (FW). Ihnen reiche sie nicht, betonten am deutlichsten Boris Mattes (SPD) und Monika Biemann (Umweltgruppe). Mattes sagte, da ein Wochenende dabei sei, habe man wenig Zeit, weitere Infos einzuholen. Biemann empörte sich, dass die Räte fast jedes Wochenende Unterlagen "durchackern" müssten. Schmidt warnte, wenn die Verwaltung die Unterlagen, wie von den Antragstellern gewünscht, eine Woche vorher zustelle, dann litte die Aktualität und es gebe weniger Sitzungen. "Die Verwaltung legt uns dann trocken und wir lahmen noch mehr." Notebooks für Räte? Zu den Möglichkeiten, IT-Geräte im Rat zu nutzen, stellte Hubert Möhrle von der Stadtverwaltung drei Varianten vor. Die günstigste für rund 800 Euro: Die Räte benutzen ihre eigenen Geräte über eine städtische WLAN-Anbindung. Die mittlere für rund 16 000 Euro: Die Räte bekommen günstige Notebooks ohne Anbindung ans städtische Netzwerk: Die mit rund 35 000 Euro teuerste Lösung: Die Räte bekommen netzwerkfähige Notebooks mit Anbindung ans städtische Netz. Für die Anschaffung von Notebooks für alle, plädierte besonders engagiert Peter Köstlinger (CDU) betonte aber: "Wir brauchen es nur als Lesemittel." Das spare Kopien, Kopierzeit und das Ausfahren der Unterlagen durch Kurier. Bürgermeister Martin Brütsch wies darauf hin, dass in Gemeinden, wo die Räte Geräte hätten, letztere aber nach der Sitzung im Rathaus blieben - so in Uhldingen-Mühlhofen, wo die Räte seit November Laptops haben.Die Meersburger Räte fällten noch keine endgültige Entscheidung, sondern beschlossen vorerst nur, dass für den Ratssaal ein WLAN-Netz eingerichtet werden soll. Auf Vorschlag Köstlingers beschloss der Rat außerdem, dass er das Thema nochmals diskutieren wolle, nachdem man über ein "erstes Resümee" aus Uhldingen-Mühlhofen verfüge.

19.12.2014 Dr. Zimmermann-Stift: Weihnachtsfeier für Senioren und Helfer

Foto Dr. Zimmermann-Stift: Weihnachtsfeier für Senioren und Helfer Ehrenamtliche werden bei der Weihnachtsfeier des Dr.-Zimmermann-Stifts geehrt.

Die Weihnachtsfeier des Dr.-Zimmermann-Stifts in der Kurallee ist ein großes Ereignis im Leben der Bewohner dieses schönen Hauses. Betriebsleiter Peter Kemmer begrüßte viele Senioren im festlich geschmückten Speisesaal. Eine der ehrenamtlichen Damen, die die Senioren gerne betreuen, ist Thea Schlüter. Sie hatte zur Feier insgesamt vier Torten gebacken, die im Nu verspeist waren. Viel Ältere singen sehr gerne, sodass Ergotherapeutin Jadwiga Robak keine Mühe hatte, mit allen die schönen alten Weihnachtslieder wie "Oh Tannenbaum" oder "Süßer die Glocken nie klingen" anzustimmen. Helmut Dürr, Helene Volz und Irmgard Sandmayr trugen Weihnachtsgedichte vor. Dass die Senioren immer noch sehr kreativ sind, wurde durch den reichhaltigen Weihnachtsbasar bewiesen. Hier konnte man Gestricktes und Gehäkeltes, Gebasteltes und Gebatiktes erwerben. Peter Kemmer freute sich: "Sie brüsten sich nicht, sie tun. Es wird viel gelacht und wenig geweint in dieser schönen Altersresidenz." Viele Veranstaltungen mit Musik, Theater, Gedichten und Liedern erfreuten die Bewohner im Laufe des Jahres. Bürgermeister und Stiftungsratsvorsitzender Martin Brütsch gab einen kleinen Überblick über die Geschehnisse in Meersburg. Er dankte auch allen Helferinnen und Helfern, die das Leben der Bewohner im Heim schön machen. Einen großen Raum nahm die Ehrung der ehrenamtlichen Damen und Herren ein, die das ganze Jahr über mit den Bewohnern singen, wandern, lesen, gute Gespräche führen und auch für ihre Kümmernisse immer ein offenes Ohr haben. Nach einem Aufruf sind es mittlerweile 35 Ehepaare, Männer und Frauen, die diese schöne Aufgabe ehrenamtlich wahrnehmen. Als Dank bekamen alle ein kleines Weihnachtspäckchen mit Gebäck und anderen kleinen Köstlichkeiten. Seidentücher, die in langen Nachmittagen von den Bewohnern selbst in wunderbaren Farben gebatikt wurden, ernteten große Bewunderung bei den Beschenkten.

18.12.2014 Meersburger Spitalfonds steht solide da

Foto Meersburger Spitalfonds steht solide da Der Stiftungsrat des Spitalfonds hat die Jahresrechnung und Bilanz 2013 gebilligt. Sprecher der Fraktionen loben Spitalverwalter Kemmer.

Spitalverwalter Peter Kemmer sieht "betriebswirtschaftlich mit positivem Blick in die Zukunft". Das sagte Kemmer im Stiftungsrat, der mit dem Gemeinderat identisch ist. Dieser genehmigte die Jahresrechnung des Spitalfonds für 2013 sowie die Bilanz 2013 für den Eigenbetrieb Dr.-Zimmermann-Stift. Trotz eines Zuschusses von 40 000 Euro an den defizitären Eigenbetrieb Seniorenstift, könne der Stiftungshaushalt 2013 immer noch eine Zuführung von 140 963 Euro vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt leisten. Wenn man das betrachte, so Kemmer, "sind die wirtschaftlichen Verhältnisse der Stiftung solide und geordnet, um den Hauptstiftungszweck, die Unterhaltung eines Seniorenpflegheimes, noch vollumfänglich zu erfüllen". Ein wichtiger Schritt, dass es weiterhin so bleibe, seien die neuen Pflegesatzverhandlungen Anfang 2014 gewesen. Man habe dabei das Ziel verfolgt, die Pflegekosten für die derzeit 66 Bewohner in zwei Stufen und "nicht über Gebühr zu erhöhen". Unterm Strich, so nannte Kemmer dem SÜDKURIER ein Beispiel, mache das für einen Bewohner mit Pflegestufe I letztlich rund 100 Euro mehr im Monat aus. Die Erhöhung habe keinerlei Widerspruch der Betroffenen gezeitigt, zeigte sich Kemmer erleichtert. Bei den 38 Wohnungen in den Lichtenwiesen 4 und 6, die alle belegt seien, könne man in den nächsten Jahren mit Mieteinnahmen von rund 220 000 Euro jährlich rechnen. Damit könne man auch die beiden Darlehen bedienen für die Sanierung, die rund 2,5 Millionen Euro gekostet hatte. Der Spitalverwalter erhielt von den Fraktionssprechern viel Lob für seine Arbeit. So auch von Markus Waibel (FW), der allerdings monierte, dass Kemmer dem Rat immer noch keine "ordentliche Abrechnung" der Arbeiten für die Lichtenwiesen vorgelegt habe. Deshalb werde er der Jahresrechnung insgesamt nicht zustimmen. Monika Biemann (Umweltgruppe) stachen etwa die Personalkosten fürs Seniorenstift ins Auge, die von 2011 bis 2013 um rund 240 000 Euro auf 1,914 Millionen angestiegen waren. Das sei zum einen Tariferhöhungen geschuldet, so Kemmer, "aber auch einer deutlichen Verbesserung des Personalstammes" sowohl in der Pflege als auch der Küche. Michael Gilowsky (Umbo) sah nach wie vor die Kosten für die Sanierung der Lichtenwiesen-Wohngebäude kritisch, deren Verkauf er bevorzugt hätte. Er meinte, eine "Rendite von 1,5 Prozent" sei zwar angesichts der Investitionskosten nicht berauschend, "aber respektabel im Vergleich zu anderen Mietobjekten." Gilowsky mahnte: "Wir werden dem Spitalfonds neue Einnahmen erschließen müssen", da die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben immer weiter auseinander zu gehen drohe. Peter Schmidt (CDU) unterstrich: "Das Herzstück unserer Stiftung ist und bleibt das (Senioren-)Stift." Künftig werde es noch mehr Personalkosten verursachen. Denn: "Gutes Personal ist teuer und genau das brauchen wir dort oben." Schmidt ferner: "Wir stehen nach wie vor zu den Lichtenwiesen. Aber es wird uns jetzt klar, dass das alles auf Kante genäht ist." Das Stift bilde selbst Altenpfleger aus, sagte Kemmer auf Schmidts Nachfrage. Derzeit habe man vier Azubis. Boris Mattes (SPD) griff das Thema auf: "Wir sollten uns Gedanken machen, ob die Ausbildungsquote nicht erhöht werden könnte." Der defizitäre Waldhaushalt trieb Mattes ebenso um wie zuvor auch bereits Waibel und Schmidt. Sie waren sich einig, dass man die Art und Weise von dessen Bewirtschaftung überdenken müsse. Eckdaten des Spitalfonds-Haushalts und Zahlen zur Küche Das Gesamtvolumen 2013 des Spitalfonds lag bei rund 1,39 Millionen Euro. Die Rücklagen betrugen 838 515 Euro - nach einer Entnahme von 565 714 Euro zur Restzahlung der Sanierungskosten für die Wohnhäuser Lichtenwiesen 4 und 6. Der Schuldenstand betrug rund 5,846 Millionen Euro. Der Eigenbetrieb Dr.-Zimmermann-Stift nahm rund 2,711 Millionen Euro ein und gab rund 2,896 Millionen Euro aus. Daraus ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 184 356 Euro. Der Haushalt des Stadt- und Spitalwalds brauchte trotz Einnahmen durch Holzverkäufe für 91 203 Euro einen Zuschuss von 11.987 Euro. Spitalverwalter Peter Kemmer berichtete dem Stiftungsrat ferner, dass die Küche des Seniorenstifts 2013 rund 61 000 Essen gekocht habe. Davon seien 34 718 Mahlzeiten außer Haus gegangen, etwa an die Schule oder Privathaushalte ("Mobiler Seniorenmittagstisch"). Da man über ein Drittel der Essen außer Haus liefere, habe man eine EU-Zulassung für die Küche gebraucht und bekommen. Jetzt dürfte man eine Großküche betreiben für bis zu 4500 Mahlzeiten pro Woche - das Fünffache dessen, das man derzeit koche. Heidrun Funke (Grüne) interessierte, ob es bei Kindern und Senioren unterschiedliche Essgewohnheiten gebe. Kemmer bejahte. Man analysiere genau, was gut ankomme - und was unverspeist zurückgehe. Kinder wollten etwa keinen Mais im Salat und schätzten Fisch nicht. Dafür liefere man "viel Nachtisch" für die Schüler und Spaghetti und Kroketten seien auch sehr beliebt. Also richte man sich eher nach dem, was den Kinder schmecke als dem, was gesund sei, fragte Funke. Kemmer nickte verschmitzt: "Wir überlassen die Erziehung, was die Ernährungsgewohnheiten angeht, den Eltern." Die Senioren hingegen mögen abends Fisch mit Kartoffeln, auch Wurstbrot komme gut an, Suppe zur Nacht werde eher verschmäht. Und zur Herbstzeit äßen die Senioren sehr gerne mal Schlachtplatte. (flo)

18.12.2014 Bebauungsplan "Am Rosenhag": Gemeinderat beharrt auf genauer Vermessung

Weil die Gemeinderäte es genau wissen will, verzögert sich das Bebauungsplanverfahren "Am Rosenhag" weiter. Zuerst solle das Bauamt ein Angebot für eine Vermessung einholen, die dann exakten Höhenfestsetzungen dienen soll.

Das Bebauungsplanverfahren "Am Rosenhag" verzögert sich weiter. Eine Abstimmung über die Vermessung des Plangebiets vertagte der Gemeinderat, weil er sich von der Verwaltung noch nicht ausreichend informiert fühlt. Das Gremium hatte bereits in der Sitzung zuvor die zweite Offenlage des Bebauungsplans verschoben. Zuerst solle das Bauamt ein Angebot für eine Vermessung einholen, die dann exakten Höhenfestsetzungen dienen soll. Bauamtschef Martin Doerries präsentierte dem Rat nun eine Art Sparangebot: Da es viel aufwändiger und teurer wäre, jedes Grundstück zu vermessen, schlug er vor, lediglich drei Geländeschritte einzumessen. Das koste 3927 Euro und wäre zur "Entwicklung maßgeblicher Bezugswerte" ausreichend. Boris Mattes (SPD) wollte es genau wissen: "Ist es uns möglich, von diesen Schnitten Rückschlüsse auf jedes einzelne Grundstück zu ziehen?" Doerries: "Ich bin der Meinung, dass wir dieses Ziel erreichen werden." Mattes blieb skeptisch, auch weil im Plangebiet, "ein sehr großes Grundstück sei", das ihm Bauchweh bereite. Lieber vermesse man exakt, auch wenn es mehr koste. Auch Georg Dreher (CDU) meinte, man solle von jedem Grundstück die Fußbodenhöhe ermitteln, um auch juristisch auf der sicheren Seite zu sein. Michael Gilowsky (Umbo) meinte ebenfalls: "Die perfekte Lösung wäre, alles einzumessen." Markus Waibel (FW) kritisierte dabei, die Verwaltung habe ihren Auftrag nicht erfüllt, ein Angebot für eine komplette Vermessung einzuholen. Bürgermeister Martin Brütsch schlug vor, vor einer Entscheidung erst die Kosten für eine exakte Vermessung zu ermitteln sowie Stadtplaner Hans-Dieter Schuler zu fragen, wie man Bezugspunkte im Bebauungsplan formuliere.

18.12.2014 Stadtführung zum Jahreswechsel

Meersburg bietet auch an den Feiertagen Führungen durch die Oberstadt an

Stadtführungen in Meersburg gibt es laut Touristinformation am Sonntag, 21.Dezember, Freitag, 26. Dezember - dazu parallel eine Kinderstadtführung, Donnerstag 1. Januar, Samstag 3. Januar, jeweils um 14 Uhr. Treffpunkt: Gästeinformation, Kirchstraße 4, Teilnahmegebühr: 5 Euro, (3,50 Euro) mit Bürgerkarte.

16.12.2014 Dauerkrimineller wird mal vom Halunken zum Helden

Foto Dauerkrimineller wird mal vom Halunken zum Helden Erpressung, Drogenhandel, Raub: 33 Jahre alt ist der Mann, der sich vor dem Richter wegen Körperverletzung verantworten muss. Doch dieses mal läuft es für den Dauerkriminellen vor Gericht völlig anders als sonst. Trotzdem wird er am Ende mit Fußfesseln wieder abgeführt.

Mit Fußketten sitzt der 33-Jährige auf der Anklagebank, denn er ist für die Verhandlung aus der Justizvollzugsanstalt gekommen, wo er derzeit einsitzt wegen illegaler Einfuhr von Drogen. Er könne sich nicht daran erinnern mal ohne Bewährung oder nicht in Haft gewesen zu sein in den letzten zehn Jahren, gibt der durchtrainierte Mann an. Räuberische Erpressung, Drogenhandel und so weiter. Aus "gutem", aber sehr strengem Hause kommt er. Wehrte sich gegen die Strenge und Disziplin seiner Eltern, wollte sein eigenes Ding machen, sich nicht die Drogen verbieten lassen. Er zog von zuhause aus, brach mehrere Lehren ab, jobbte zwischendurch. Auch geographisch wollte er sich nicht so recht festlegen und zog von einem Ort zum anderen. Bis er sich vor vier Jahren am Bodensee niederließ. Der seit jeher Kriminelle muss sich nun wegen Körperverletzung verantworten. Zuerst erzählt er, dann sagen Zeugen aus. Die Beteiligten kennen sich, flüchtig, man ist in den gleichen Bars unterwegs. Der Angeklagte und der Geschädigte arbeiten beide in der Gastro-Szene. Nachts in Meersburg, am Unterstadtbrunnen, geraten im Sommer 2013 zwei junge Frauen mit Herrn R. in Streit. Die Auseinandersetzung eskaliert so weit, dass der Mann die Frauen angreift und einer von ihnen mit einem Kopfschlag den Nasenrücken bricht. Daraufhin geht der Angeklagte auf Herrn R. los und verpasst ihm Faustschläge ins Gesicht, bringt ihn zu Boden und verpasst ihm abermals Schläge. Dann lässt er Herrn R. aufstehen, was dieser zur Flucht nutzt. Ob der Angeklagte dem Mann dann nochmals hinterher gerannt sei und ob er ihn nochmals angegriffen habe, das will der Richter wissen. Das ist wichtig, das fragt er alle Zeugen mit Nachdruck. Denn das unterscheidet den Held vom Halunken. Im Verlauf der Verhandlung kommen Anwälte und Richter zu dem Ergebnis, dass der Angeklagte Herrn R. nicht noch einmal angriff. Dass Herr R. der Unruhestifter war. Und der Angeklagte der Schlichter. "Mädchen schlägt man nicht", sagt der Rechtsanwalt, sein Mandant habe die jungen Frauen erfolgreich verteidigt. Der Angeklagte beging keine Körperverletzung ohne Rechtfertigungsgrund. Positiv wertet der Richter außerdem, dass der Angeklagte nun bereits seit vier Jahren am gleichen Ort wohnt und seit einem Jahr eine Beziehung führt. Der Dauerkriminelle wurde in diesem Fall freigesprochen. Und zumindest an diesem Tag vom Halunken zum Helden. Nach der Verhandlung musste der Angeklagte in Fußfesseln zwar wieder zurück ins Gefängnis. Doch an diesem Tag durfte er einmal aus der Schublade ausbrechen, in der er seit langem steckt. Und das Gericht konnte beweisen, wie gerecht es ist.

16.12.2014 Adventskonzert bietet Zeit zur Besinnung

Foto Adventskonzert bietet Zeit zur Besinnung Viel Applaus für Klänge des Musikverein Daisendorf/Stetten beim Konzert in der Pfarrkirche Mariä Heimsuchung. Besonderer Höhepunkt ist dabei der Auftritt des Blechbläser-Quartetts.

Sich Zeit nehmen und innehalten bei der Hektik des Tages sowie ein vorweihnachtliches Licht im Herzen zu entzünden, dies lag dem Musikverein Daisendorf/Stetten am Herzen, als er zu seinem alljährlichen Adventskonzert in die Meersburger Pfarrkirche Mariä Heimsuchung einlud. Getreu dem Adventsgedicht eines unbekannten Autors hieß es: "Bleib einmal steh'n und haste nicht und schau das kleine stille Licht". Dies ist den Musikern wirklich gelungen. Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen auch der Stettener Kirchenchor an dem Konzert teilnahm, bestritt dieses Mal der Musikverein das Programm alleine. Den Beifall der vielen Besucher gab es erst zum Schluss, um den Zauber nicht zu stören. Andächtig zündete der Dirigent Michael Mensinger die große Kerze im Mittelgang der Kirche an, bevor das alte Kirchenlied "Maria durch ein Dornwald ging" ertönte. Einen großen Raum neben Arrangements für das ganze Orchester nahmen das Musizieren der einzelnen Register ein. Ein Holzbläser Trio mit Patricia Schoop, Karina Miehe und Kai Schmid interpretierte das Larghetto von Wolfgang Amadeus Mozart sehr souverän und innig. "Arioso" bedeutet luftig - und luftig und spritzig nahm sich das Saxophon-Quartett dem Gesangstück von Johann Sebastian Bach an. Es spielten Dieter Wolf, Jörg Klose, Christina Schoop und Luisa Stecher. Höhepunkt war unzweifelhaft das Blechbläser-Quartett mit Fritz Daschner, dem früheren Leiter der D/S, seinem Sohn Julian, Michael Mensinger, dem jetzigen Leiter, und Thomas Markhart. Das "Brass Quartett No. 1" von Maurice Withney in drei Sätzen lässt die Klangdichte von Trompeten und Tuba in höchster Vollendung spüren und wurde meisterhaft von den vier Solisten interpretiert. Brigitte Ziegler vermittelte in den Pausen durch adventliche Texte eine Stimmung der Ruhe und Besinnlichkeit in der Kirche, so dass am Schluss nach lang anhaltendem Applaus viele Konzerbesucher in den Choral "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" froh einstimmten.

16.12.2014 Frost gibt Winzern einen Korb

Am Montag ernteten die Hagnauer die letzten Müller-Thurgau und Muskateller Trauben.

Am frühen Morgen in der Dunkelheit trafen sich gestern 35 Winzerinnen und Winzer, um die letzten Müller-Thurgau und Muskateller Trauben zu lesen. In der Hoffnung auf einen Eiswein hatte man, so heißt es in einer Pressemitteilung des Winzerverein Hagnau, ein Rebgrundstück von Winzer Hubert Böttcher hängen lassen. Doch der Wettergott hatte der kein Einsehen. Die Kälte blieb aus. Die Winzer, sind zuversichtlich am Ende des Jahres noch eine Auslese einzulagern.

16.12.2014 Kinomobil zeigt Filme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Historisches Stück, Märchen und Sience Fiktion im Angebot

Mit drei Filmen gastiert das Kinomobil am kommenden Freitag, 19. Dezember im Klosterkeller in Meersburg. Wie die Stadt mitteilt, wird um 14.30 Uhr der Film "Das magische Haus" gezeigt. Erzählt wird die Geschichte vom streunenden Kater Thunder. Auf der Suche nach einer neuen Bleibe landet er im Haus des alten Zauberers Lawrence, der dort mit einem lustigen Mini-Zoo und äußerst lebendigen Spielsachen wohnt. Die neue Bleibe ist unsicher, der geldgierige Neffe des Magiers will das Anwesen meistbietend verkaufen. Thunder tut sich mit Maggie, der Maus, Edison, der Glühlampe, Stomp, dem Kaugummiautomaten und anderen kuriosen Kreaturen aus dem magischen Haus zusammen, um die Pläne des Anverwandten zu verhindern. Um 17 Uhr läuft im Klosterkeller der Streifen "Saphirblau". In dem Sience Fiktion geht es um die junge Gwendolyn und ihre Familie, die als Auserwählte das Zeitreise-Gen besitzen. Die Jugendliche hat sich an das Gen gewöhnt, das starke Gefühl, das sie für den ebenfalls auserwählten Gideon hegt, ist ihr hingegen neu. Doch Zeit, ihre aufflammende Liebe auch auszuleben, bleibt den beiden nicht. Schließlich hat es sich eine Allianz dunkler Mächte zum Ziel gesetzt, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Und das müssen Gideon und Gwendolyn im Hier und Jetzt, aber auch bei ihren Reisen in die Vergangenheit, unbedingt verhindern Um 20 Uhr spielt das Kino schließlich den Film " Die geliebten Schwestern". In dem historischen Stoff geht es um Friedrich Schiller und zwei mittellose Schwestern, die in einer Mnage--trois leben. Die unglücklich verheiratete Caroline von Beulwitz und deren schüchterne Schwester Charlotte von Lengefeld folgen ihrem Schwur, alles miteinander zu teilen, auch den berühmten Autor. Charlotte ehelicht ihn, damit ihre Dreiecksbeziehung unter dem Deckmantel der Konvention fortgesetzt werden kann. Caroline, deren Roman Schiller anonym publiziert, verlässt ihren Gatten. Als sie schwanger wird, zerbricht das fragile Gleichgewicht des Liebesdreiecks. Der Eintritt zu den beiden ersten Filmen beträgt 3 Euro, für den Film um 20 Uhr wird ein Kostenbeitrag von 4 Euro erhoben.

15.12.2014 Ulrike Brugger verzaubert Besucher in der Stadtbücherei

Foto Ulrike Brugger verzaubert Besucher in der Stadtbücherei Die Meersburger Stadtbücherei hat zu einem besinnlichen Abend in der Vorweihnachtszeit eingeladen, um den Märchenerzählungen der Meersburgerin Ulrike Brugger zu lauschen. An kleinen Tischen saßen rund 30 Besucher.

Mit Getränken und kleinen Häppchen, die die Angestellten der Bücherei mit ihrer Leiterin Claudia Löffler und Ulrike Brugger selbst liebevoll zubereitet hatten, genossen die Zuhörer die weihnachtliche Atmosphäre im Kerzenlicht. Ulrike Brugger hat Märchen aus aller Welt gesammelt und trug diese, die den meisten wohl noch nicht bekannt waren, mit ihrer klaren Stimme vor. Aber nicht so, wie man es eigentlich erwartet, dass die Märchen aus einem dicken Buch vorgelesen werden, sondern sie stand vor den Leuten und redete frei aus dem Gedächtnis. Man spürte, dass sich die Erzählerin lange mit jedem Märchen befasst und verinnerlicht hatte. Ulrike Brugger hatte Märchen aus Russland, Afrika, der Türkei und Asien vorbereitet, aus denen der Zuhörer neben der lebendigen Schilderung auch Weisheiten mit nach Hause nehmen konnte. Es waren Schilderungen aus dem Alltag von Bauern und kleinen Leuten, die ihr Glück auf wundersame Weise fanden, und von Reichen, deren Gier und Hochmut bestraft wurde. Aylin, die Tochter von Ulrike Brugger, musizierte in den Pausen auf ihrer selbst gefertigten Harfe und untermalte mit zarten Klängen noch die heimelige märchenhafte Stimmung. Ulrike Brugger ist Erzieherin im Kindergarten von Stetten und eine ausgebildete Märchenerzählerin, wie sie erzählt. Im Emmental in der Schweiz werden Seminare in der Mutabor-Schule für Märchen und Erzählkultur abgehalten, die aus einer Märchenvorleserin eine erfahrene und einfühlsame Märchenerzählerin macht. Ulrike Brugger erzählt, dass ihr Großvater ihr viele Märchen erzählt hat und schon damals ihr Interesse geweckt wurde. Heute hat sie mehrere Regale voller Märchenbücher und erfreut mit ihrer Kunst Kinder und Erwachsene.

13.12.2014 Meersburg: Weihnachtskonzert mit Flöte und Harfe

Foto Meersburg: Weihnachtskonzert mit Flöte und Harfe Duo Salisburgo gibt Weihnachtskonzert in Meersburg. SÜDKURIER verlost Freikarten

Auf ein besonderes Klangerlebnis im Spiegelsaal des Neuen Schlosses macht Meersburg Tourismus aufmerksam. Das Duo Salisburgo mit Janine Schöllhorn an der Flöte und Stephanie Schwarz an der Harfe wird hier am Freitag, 26. Dezember, um 20 Uhr ein Weihnachtskonzert geben. Die beiden Musikerinnen empfinden die Kammermusikformation mit Flöte und Harfe als besonders reizvoll, schreibt der Veranstalter, da sie durch ihre vollkommen unterschiedlichen Instrumente in Spielart (Zupfen/Blasen) und Material (Holz/Metall) eine Gemeinsamkeit besäßen: Einen umfassenden Spielraum für Klangfarben. "Der Hörer erfährt ein besonderes Erlebnis durch die Verschmelzung verschiedenster Farbfacetten, sowie das Zwiegespräch der instrumentalen Gegebenheiten, die das Duo Salisburgo seit Jahren pflegt" macht Meersburg Tourismus neugierig auf das Konzert. Für das Konzert am 26. Dezember im Neuen Schloss Meersburg finden sich, neben verschiedenen Werken von Bach, Mozart, Chopin und Debussy, auch weihnachtliche Melodien für Soloharfe. Auf dem Programm steht auch Benjamin Godard (Suite de Trois Morceaux) und andere. Kartenvorverkauf (Erwachsene 19 Euro, ermäßigt 17 Euro) bei Meersburg Tourismus (Kirchstr. 4), Tel. 07532/440-400, info@meersburg.de. Abendkasse ab 19 Uhr.

12.12.2014 Meersburg: Einbrecher klaut 200 Euro Kleingeld aus Lokal

Foto Meersburg: Einbrecher klaut 200 Euro Kleingeld aus Lokal Mit buchstäblich schwerer Beute hat ein unbekannter Einbrecher in der Nacht auf Freitag eine Gaststätte in Meersburg verlassen.

Wie der Täter in das Lokal in der Daisendorfer Straße gelangt ist, konnte die Polizei gestern nicht sagen. In jedem Fall hat er die dort gefundenen Münzen (50 Cent, 1- und 2-Euro-Stücke) und Schlüssel mitgenommen. Die Schlüssel ließ der Unbekannte allerdings auf einer Wiese neben der Gaststätte zurück. Um Hinweise bittet der Polizeiposten Meersburg, Telefon 07532/43443.

12.12.2014 Viele Meersburger wollen Flüchtlingen helfen

Foto Viele Meersburger wollen Flüchtlingen helfen Großer Andrang herrschte bei einer Informationsveranstaltung der Stadt Meersburg, in der es um die Frage ging, wie man Flüchtlingen in Meersburg helfen kann.

Ein so auch von der Verwaltung nicht erwartetes Interesse haben die Meersburger an einem ersten Treffen zur Frage gezeigt, wie man Asylbewerbern in Meersburg helfen kann: Rund 50 Interessenten füllten den Ratssaal, hörten den Ausführungen der Verwaltung und des aus Syrien stammenden Karam Sharbat zu, stellten Fragen und entwickelten eigene Ideen zur ehrenamtlichen Hilfe. Zunächst berichtete Sharbat in erstaunlich gutem Deutsch ("Entschuldigung für mein schlechtes Deutsch, aber ich bin erst ein paar Monate hier"), wie der Krieg in seine Heimatregion kam und wie es ihm und seiner Familie unmöglich wurde, dort weiter zu überleben. "Egal, wie die Bedingungen hier sind, jede Sicherheit ist besser als Krieg." Er hatte von Anfang an offizielle Wege gesucht, nach Deutschland zu kommen, und war so über Karlsruhe und Markdorf in Meersburg gelandet. Dort lebt er mit seiner Frau und seinen drei und sechs Jahre alten Kindern. Noch können weder Karam noch seine Frau - er Zahnarzt, sie Lehrerin für Mathematik - in ihren Berufen arbeiten; dafür müssen sie zunächst eine Deutschprüfung ablegen. Doch dass der Zahnarzt die bald schaffen wird, daran zweifelte an diesem Abend niemand. Dann zeigten abwechselnd Bürgermeister Martin Brütsch, Hauptamts-Leiterin Kathrin Mair und die beiden Mitarbeiterinnen vom Bürgerbüro, Ulrike Staiger-Heinzmann und Steffi Möglich, die Probleme und die Bedürfnisse auf, die sich durch die ständig steigenden Flüchtlingszahlen ergeben. "Wir brauchen immer Wohnungen und Zimmer, auch im Laufe des Jahres", machte Staiger-Heinzmann deutlich. Der Bürgermeister appellierte an Wohnungseigentümer, diese Möglichkeit zu überdenken: "Die Stadt Meersburg ist der direkte Mieter. Wir vermieten nicht unter, sondern weisen die Wohnungen zu. Damit haben Sie alle Sicherheiten - für die Miete und in Streitfällen." Steffi Möglich zeigte die Dringlichkeit von Sachspenden auf: "Wir brauchen jetzt Erstausstattungen, also intakte Möbel, vor allem Betten, und funktionierende Elektrogeräte." Auf die Frage nach Kleiderspenden reagierte sie verhalten. "Da sind die Vorstellungen und Traditionen der Flüchtlinge doch oft sehr anders." Kathrin Mair betonte: "Die Hauptfrage aber lautet: Was können wir tun, um die Menschen zu integrieren." Ihre Idee: "Wir brauchen feste Kontaktpersonen - quasi als Paten - und eine Helferdatenbank für bestimmte Tätigkeiten und Fähigkeiten." Dafür hielt die Verwaltung bereits ein Formular bereit, in dem die Bereitschaft zu helfen abgefragt wird. Hilfe bei Behördengängen ist dabei ebenso erwünscht wie eine Hausaufgabenbetreuung oder handwerkliche Unterstützung. "Am wichtigsten sind aber die Paten, damit die Bewerber eine feste Ansprechperson haben." Mit diesen und anderen Interessierten will die Stadt sich möglichst bald treffen. "Aber auch ein solch offenes Treffen wie heute werden wir wiederholen", beschloss Brütsch den Abend. Flüchtlingshilfe Wer der Stadt Meersburg und ihren Asylbewerbern helfen möchte, kann sich an das Bürgerbüro wenden. Dort gibt es zwei Formulare, mit denen man die Bereitschaft für eine Patenschaft oder andere Dienste sowie Sachspenden anbieten kann, damit die Stadt im Bedarfsfall auf die Angebote zurückgreifen kann. Für die allgemeine Betreuung ist Steffi Möglich zuständig, Telefon 0 75 32/44 01 22, für Wohnraum-Angebote die Leiterin des Bürgerbüros, Ulrike Staiger-Heinzmann, Telefon 0 75 32/44 01 20.

11.12.2014 Meersburger Bauherren planen Ferienunterkünfte

Foto Meersburger Bauherren planen Ferienunterkünfte Zwei Bauanträgen, deren Ziel es ist, neue Ferienwohnungen respektive Hotelzimmer zu schaffen, erteilte der Ausschuss für Umwelt und Technik sein Einvernehmen. Aus dem Gremium wurde in beiden Fällen Bedauern geäußert, dass kein dauerhaft vermieteter Wohnraum entstehe.

Anstelle des ehemaligen Bauernhauses in der Von-Laßberg-Straße 9 soll ein Mehrparteienwohnhaus mit Ferienappartements entstehen. Das Gebäude fügt sich laut Bauamtschef Martin Doerries in die Umgebung ein, sowohl was die Nutzung betreffe, als auch die Form: Ausrichtung, Größe und Dachform richteten sich nach dem bisherigen Gebäude. Das neue Haus rücke allerdings deutlich nach Osten und werde um einen Anbau für einen Aufenthaltsraum ergänzt. Markus Waibel (FW) sagte, er habe mit dem Bau kein Problem, "aber mit immer neuen Ferienwohnungen. Mehr Wohnraum für Familien wäre besser." Monika Biemann (Umweltgruppe) pflichtete ihm bei und meinte ferner: "Es ist eines der letzten Bauerngehöfte Meersburgs, sollte man das vor dem Abriss nicht dokumentieren?" Doerries sagte: "Das kann man anregen." Der Ausschuss erteilte dem Vorhaben unisono sein Einvernehmen. Zustimmung erhielt auch der geplante Umbau des Hotel-Restaurants "Zum lieben Augustin" in der Unterstadt. Da der Pächter künftig nicht mehr im Haus wohnen werde, will der Eigentümer die Drei-Zimmer-Wohnung im ersten Obergeschoss in vier Hotelzimmer umwandeln. Letzteres hatte das Gremium bereits im November gebilligt. Außerdem sollen nun aber noch zwei Dachgaupen eingebaut werden. Wegen diesem Punkt fühlte sich Monika Biemann (Umweltgruppe) "über den Tisch gezogen". Damals habe es geheißen, äußerlich ändere sich nichts, doch nun ergebe sich eine andere Dachform. Auch Julia Naeßl-Doms (CDU) betonte, der Plan sei nun anders als zuerst beantragt. "Ich finde wichtig, dass die historische Dachlandschaft erhalten bleibt." Doerries unterstrich, "nach Paragraf 34 ist das Einvernehmen zu erteilen." Aber bei der Ausführung "ist natürlich die Altstadtsatzung einzuhalten". Biemann stimmte als Einzige gegen den Antrag.

11.12.2014 Weitere Aufträge für Mesmerhaus

Ausschuss vergibt Arbeiten für 114.000 EuroKritik an Ausschreibung des Schreiner-Gewerks

Für den Umbau des Mesmer-Hauses vergab der Ausschuss für Umwelt und Technik weitere vier Gewerke für insgesamt rund 114 000 Euro. Beim Gewerk Schreinerarbeiten für insgesamt elf Innentüren, die Brandschutz- und Sicherheitsauflagen erfüllen müssen, gab es zwei kritische Stimmen aus dem Gremium. Markus Waibel (FW) beklagte, dass keiner der beiden Meersburger Schreiner angefragt wurde, an der beschränkten Ausschreibung teilzunehmen. "Deshalb werde ich auch nicht zustimmen", kündigte Waibel an. "Ich sitze als Vertreter der Handwerker am Tisch." Auch Christian Herter (Umbo) betonte: "Es gehört einfach zum guten Stil, dass auch Meersburger ein Angebot bekommen." Er könne gerne mit einem Handwerkerverzeichnis aushelfen, meinte er sarkastisch. Architekt Korkut Demirag antwortete freundlich, er entscheide nicht alleine, welche Firmen angeschrieben würden. Er versicherte: "Ich hätte gerne noch mehr Meersburger Firmen." Denn diese zeigten eine "ganz große Identität" mit dem Projekt. Manchmal könnten oder wollten einheimische Firmen sich nicht an Ausschreibungen beteiligen. Demirag unterstrich: "Es wäre schon unsere Wunschvorstellung, ortsansässige Betriebe zu haben." Heidrun Funke (Grüne) meinte dazu kryptisch: "Es gibt immer gute Gründe, warum man bestimmte Firmen fragt und bestimmte nicht." Der Auftrag für die Türen ging, bei zwei Neinstimmen und zwei Enthaltungen, an die Firma Baur Innenausbau aus Friedrichshafen. Sie hatte mit 55 573 Euro das günstigere von zwei Angeboten abgegeben. Angeschrieben hatte man fünf Betriebe. Die Kostenüberschreitung von 45 Prozent gegenüber dem Ansatz sei gestiegenen Lieferantenpreisen geschuldet, erklärte Demirag. Einstimmig vergab das Gremium die weiteren Gewerke: Bodenbeschichtungen für 19 872 Euro an die Firma E+I Industrieboden GmbH aus Friedrichshafen, die Einbruchmeldeanlage für 30 013 Euro an die Firma Casicuro aus Singen und die Blitzschutzanlage für 8370 Euro an die Firma Blitzableiterbau Süd aus Gottmadingen.

10.12.2014 Landwirte in Sorge wegen Kirschessigfruchtfliege

Foto Landwirte in Sorge wegen Kirschessigfruchtfliege Bei der Hauptversammlung der Raiffeisen-Warengenossenschaft Meersburg ist der Schädling Thema gewesen. Derzeit fehlt noch eine europäische Richtlinie zur Bekämpfung der Fliege.

Die Kirschessigfruchtfliege ist zentrales Thema bei der Hauptversammlung der Raiffeisen-Warengenossenschaft Meersburg in Baitenhausen im Gasthaus "Grüner Berg" gewesen. Außerdem standen Wahlen an: Wiedergewählt wurden Karl Brugger für den Aufsichtsrat und Peter Krause als Vorstandsmitglied. Die ersten Schäden durch diese Fliege, die aus Südostasien eingeschleppt wurde, sind schon bekannt. Hubert Schenzle von der Firma Samen-Beiselen erläuterte, dass die Essigfliege vor allem süße rote Früchte und Trauben befällt, die Beere mit einem Stachel ansägt und ihre Eier darin ablegt. Ein paar Tage später wird die Frucht dann faul. Georg Dreher, Vorsitzender des Winzervereins Meersburg, bekannte, dass es noch keine genaue europäische Richtlinie zur Bekämpfung des Schädlings gibt. Mitte Februar soll es eine Empfehlung der Europäischen Union in Brüssel geben. Richtig sei, den Schädling so früh wie möglich zu bekämpfen und das bisher verwendete Mittel nicht auf die reife Traube aufzubringen. Es verliere seine Wirksamkeit wegen UV-Licht nach wenigen Tagen. Versucht wird, Becher mit dem Lockstoff aufzuhängen und darin die Essigfruchtfliegen zu sammeln. Von der Zentralgenossenschaft Raiffeisen in Neufrach berichtete Andreas Hoffmann, dass die Preise für Äpfel und besonders Weizen im Moment für den Bauern im Keller sind. Durch kluge Beobachtung des Marktes im Jahresverlauf und Verkäufe von Teilmengen ließe sich dies etwas auffangen. Roland Bernhard verlas den Geschäftsbericht für das Jahr 2013 und konnte trotz eines Mietausfalls für das Lagerhaus im Allmendweg einen befriedigenden Überschuss bilanzieren, der der Rücklage zugeführt wird. Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Löhle berichtete über das positive Prüfungsergebnis. Der Umsatz mit Düngemitteln stieg gegenüber dem Vorjahr auf 116 100 Euro. Löhle erläuterte die Schwierigkeiten, die man mit dem Lagerhaus am Allmendweg gehabt habe. Schon im Vorjahr zeichnete es sich nach dem Wegzug des Taxiunternehmens aus dem Lagerhaus ab, dass ein Untermieter Schwierigkeiten machte. Nur durch Geduld und unter Vermeidung hoher Gerichtskosten sei dieser Fall zu einem positiven Ende gekommen.

10.12.2014 Auszeichnung für erfolgreiche Sportler

Foto Auszeichnung für erfolgreiche Sportler Bei der Nikolausfeier der Leichtathleten im TuS Meersburg sind Timo Laßmann und Lea Piosek als Sportler des Jahres 2014 ausgezeichnet worden.

Bei einem großen Familientreffen wie der Nikolausfeier der Leichtathletikabteilung des Turn- und Sportvereins TuS Meersburg mit ihren über 100 Mitgliedern gibt es naturgemäß am Ende eines Jahres vieles zu feiern. Im Mittelpunkt standen am Montagabend Timo Laßmann und Lea Piosek. Die beiden wurden für ihre besonderen Leistungen mit dem Titel Sportler beziehungsweise Sportlerin des Jahres 2014 geehrt. In ihrer Laudatio schilderte Übungsleiterin Carolin Bruderhofer sowohl den 50-jährigen Timo Laßmann als auch die zwölfjährige Lea Piosek, die ihre Auszeichnung nicht selbst entgegennehmen konnte, als sehr motivierte und aktive Sportler. Timo Laßmann trainiere fast täglich und gehe oft an seine körperlichen Grenzen. In diesem Jahr hat er an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Budapest teilgenommen und in seiner Altersklasse im Kugelstoßen den elften Platz errungen. Ursprünglich war Hochsprung die Paradedisziplin des Zwei-Meter-Mannes. In seinen Studentenzeiten schaffte er es bis auf 1,98 Meter. "Hochsprung ist eine Disziplin, die mit zunehmendem Alter schwieriger wird, auch weil man an Gewicht zunimmt", verriet der Maschinenbauingenieur dem SÜDKURIER. Neuerdings ist er dabei, sich im Hürdenlauf fit zu machen, und will sich im kommenden Jahr auch in dieser Disziplin in Wettkämpfen messen. Lea Piosek beschrieb Carolin Bruderhofer als sehr vielseitige Leichtathletin. "Das Mädchen kann was", betonte ihre Übungsleiterin und hob insbesondere ihre herausragenden Leistungen im Hochsprung hervor. Talent alleine aber mache es nicht. Es gehöre auch Willen und Trainingsfleiß dazu. "Lea zeichnet sich durch das eine wie durch das andere aus", lobte Carolin Bruderhofer. Bürgermeister Martin Brütsch schrieb den beiden Sportlern des Jahres eine hohe Vorbildfunktion zu. Für ausdauernden Trainingsfleiß wurden noch drei weitere Mitglieder aus der Meersburger Leichtathletenfamilie geehrt: der zwölfjährige Linus Salzig, die 16-jährige Anna Heß und Waltermann Wallmann, der mit 80 Jahren noch regelmäßig die Sportschuhe schnürt und sich in allen Disziplinen übt. "Mit immer noch großer Freude", erklärte er dem SÜDKURIER gegenüber. Abteilungsleiter Frank Bruderhofer zeigte sich generell mit seiner Truppe zufrieden. "Vor allem auch unsere Kinder haben in den Wettkämpfen viel Biss gezeigt", betonte er. Mit den kleinen Kindern wolle man im kommenden Jahr stärker in die Kila einsteigen. Kila steht für Kinderleichtathletik. Dabei gehen die Kinder bei Wettkämpfen nicht mehr als Einzelkämpfer, sondern als Mannschaft an den Start. Damit wolle man in der Leichtathletik ein Gegengewicht zu den Ballsportarten schaffen, erklärte Bruderhofer. Für das kommende Jahr kündigte er die Teilnahme an Wettkämpfen auch außerhalb des Bezirks Hegau-Bodensee an. Unter anderem soll es nach Dornbirn gehen. Der Leichtathletikbetrieb leidet unter einem Manko, das Frank Bruderhofer ansprach. "Die Außenanlagen sind in einem maroden Zustand, der uns oft zwingt, auf andere Sportplätze auszuweichen", beklagte Bruderhofer. Im Rathaus sind diese Unzulänglichkeiten bekannt. Man stelle Überlegungen an, wie man das eine oder andere verbessern könne, erklärte Bürgermeister Martin Brütsch.

10.12.2014 Meersburg: Diebe stehlen Nummernschilder

Foto Meersburg: Diebe stehlen Nummernschilder Unbekannte haben in der Nacht auf Mittwoch im Parkhaus an der Stefan-Lochner-Straße in Meersburg Nummernschilder von 19 geparkten Fahrzeugen gestohlen.

Unbekannte haben in der Nacht auf Mittwoch im Parkhaus an der Stefan-Lochner-Straße in Meersburg Nummernschilder von 19 geparkten Fahrzeugen gestohlen. Die Polizei bitte Zeugen oder Personen, die sonstige Hinweise zu dem Diebstahl oder den Kennzeichen geben können, sich unter Telefon 07532/43443 bei dem Polizeiposten Meersburg zu melden.

9.12.2014 Glänzender Abschluss des Konzertjahrs

Foto Glänzender Abschluss des Konzertjahrs Die Knabenmusik und die Stadtkapelle Meersburg gaben vor 300 Zuhörern ein großartiges Adventskonzert in der Sommertalhalle.

Der Abschluss des Konzertjahres in Meersburg, das Adventskonzert von Knabenmusik und Stadtkapelle in der Sommertalhalle, war der musikalische Höhepunkt in der Burgenstadt. Rund 300 Besucher erlebten anspruchsvolle konzertante Blasmusik, die die Vielfalt und den Reichtum an Klangfülle zeigte, über die diese beiden Orchester verfügen. Es war auch ein Konzert der Solisten. Den Anfang machte die Knabenmusik unter ihrem Dirigenten, Musikdirektor Rainer Kropf. Nach der gewaltigen Mother-Earth-Fanfare von Maslanka bot der seit neun Jahren in der Knabenmusik musizierende Hornist Niklas Bittner in der Romanze aus dem Hornkonzert Nr. 3 von Mozart ein glänzendes Solo. Gleich danach konnte Ansager Lucas Dilger mit dem Solisten Johannes Markhart auf der Posaune einen jungen Musiker ansagen, der schon bei "Jugend musiziert" auf Bundesebene mit drei anderen Posaunisten aus der Knabenmusik als Posaunenquartett einen zweiten Preis erreicht hatte. Sein Instrument konnte im Konzert für Posaune von Rimsky-Korsakov von den höchsten Tönen bis zum tiefsten Bass seine ganze Vielfältigkeit zeigen. Markhart wurde zu Recht mit frenetischem Beifall belohnt. Das Gleiche gilt für den erst 14-jährigen Sandro Kuppel, Schüler der Jugendmusikschule, für den ein mächtiger Konzertflügel auf die Bühne gehievt wurde. Mit der wunderbaren "Rhapsody in Blue" von Gershwin zeigte er, dass er schon nicht mehr ein Schüler, sondern ein atemberaubender Klaviersolist ist, der die Menschen bezaubert. Daniel Schneider auf dem Euphonium bewies in "Le Carnival de Venise", vielen ist auch die Melodie "Mein Hut, der hat drei Ecken" bekannt, dass sich sein hartes Üben gelohnt hat. Dirigent Rainer Kropf hatte als viel beklatschte Zugabe mit "Super Mario" den Held vieler Videospiele ausgewählt, der bei der Jugend einen Kultstatus besitzt. Roland Langemann mit der Trompete war der fünfte Solist der Knabenmusik. In der Stadtkapelle mit Dirigentin Marianne Halder spielen viele ehemalige Knabenmusiker, die auch manchmal dort aushelfen, wenn Not am Mann ist. Auch hier gibt es glänzende Musiker, wie Roland Fischer auf der Oboe, der ein Solo für Oboe mit Variationen von Rimsky-Korsakow einfühlsam interpretierte. Nach der "Suite on Celtic Folksongs" kam etwas ganz Neues auf die Bühne. Christian Bruhns zeigte, dass er neben der Musik auch Talent als Erzähler, Schauspieler und Sänger hat. Er begleitete die Geschichte von Tubby the Tuba, in der sich sämtliche Register vorstellen konnten, mit humorvoller Rede. Ein reizvolles Stück von G. Kleinsinger nach einer Erzählung von Paul Tripp mit Gregor Dreher, Tuba, und Pikkolospielerin Martina Müller. Bevor mit dem Adventslied "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" die zufriedenen Besucher des Konzerts in die Nacht entlassen wurden, zeigte die Stadtkapelle mit der "Star Wars Saga" die Homogenität der Bläser und ihre Ausdruckskraft.

9.12.2014 Flohmarktspende über 2000 Euro

Foto Flohmarktspende über 2000 Euro Die alte Küferei des Staatsweinguts Meersburg hat sich kürzlich in einen Flohmarkt für einen guten Zweck verwandelt. Hans-Joachim Löwer und seine Frau Ingrid stellten während ihres Umzuges innerhalb Meersburgs ihren Haushalt auf den Prüfstand und kamen auf die Idee, einen Flohmarkt einzurichten - in einem zur Wohnung gehörenden Raum, der einst als Küferei genutzt wurde.

Geschäftsleute aus der Region, Freunde und Bekannte unterstützten die beiden mit Regalen, Verkaufsgegenständen und sonstigen Spenden. Der Erlös in Höhe von 1944,35 Euro geht an die krebs-, herz- und mukoviszidosekranken Kinder sowie Jugendliche und junge Erwachsene der Nachsorgeklinik Tannheim, wie die Einrichtung in einer Pressemitteilung berichtet.

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