Nachrichten aus Meersburg und Umgebung

21.11.2014 Stadt sucht Wohnraum für Asylbewerber

Auch in Meersburg werden in den kommenden Wochen und Monaten weitere Flüchtlinge erwartet. Auch Helfer für einen intensiven Sprachunterricht und für die Hausaufgabenbetreuung werden gesucht.

Die Stadt sucht dringend Wohnungen für künftige Asylbewerber. Bürgermeister Martin Brütsch artikulierte während der jüngsten Gemeinderatssitzung seine Bitte an die Bürger, sich bei der Stadt zu melden, wenn sie freie Wohnungen zu vermieten hätten. Derzeit seien zwei städtische Wohnungen mit zwei Flüchtlingsfamilien belegt, zwei weitere Wohnungen in der Daisendorfer Straße richte die Stadt gerade her, und jede freiwerdende Wohnung in städtischem Besitz werde für künftig zu erwartenden Zuweisungen von Asylbewerbern vorgesehen. Es habe auch Gespräche der Stadtverwaltung mit den beiden großen Kirchen gegeben, die ehrenamtliche Unterstützung bei der Betreuung von Asylbewerbern zugesichert hätten. Im Anschluss an Brütsch erzählte Heidrun Funke (Grüne) dem Gremium, sie und Ratskollegin Julia Naeßl-Doms (CDU) hätten die beiden Familien besucht. Dabei habe ein Familienvater, ein syrischer Zahnarzt, der bereits gut Deutsch spreche, den Wunsch geäußert nach intensiverem Sprachunterricht für seine Frau und seine Tochter, die die erste Klasse besucht. Diese könne oft die Hausaufgaben nicht erledigen, da weder sie noch ihre Eltern sie verstünden. Funke regte an, im Mitteilungsblatt einen Aufruf zu veröffentlichen, ob geeignete Bürger bereit wären, Deutschunterricht zu geben oder bei der Hausaufgabenbetreuung zu helfen. Mappe mit wichtigen Informationen Kathrin Mair, Leiterin des Fachbereichs "Bürgerservice und Zentrale Dienste", fügte bei dieser Gelegenheit an, die Verwaltung habe sich auch Gedanken gemacht, wie die Stadt Meersburg Neubürger empfangen könne und eine Mappe mit wichtigen Informationen zusammengestellt, der unter anderem auch ein Gutschein für eine Stadtführung beiliege.

21.11.2014 Meersburg: Standort für E-Zapfsäule gesucht

Foto Meersburg: Standort für E-Zapfsäule gesucht Der Gemeinderat befürwortet das Elektromobil-Projekt "Emma", aber ein Platz zum Aufladen eines Autos ist noch nicht gefunden

Können Elektrofahrzeuge eine sinnvolle Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs sein? Das wollen der Bodenseekreis und die Stadt Friedrichshafen mit Hilfe des Förderprojekts "Emma" herausfinden, das seit 2012 läuft. Neben den bisherigen Pilotgemeinden Eriskirch, Deggenhausertal und Meckenbeuren bietet der Kreis nun in der zweiten Phase auch anderen Gemeinden die Möglichkeit, sich zu beteiligen, so auch Meersburg. Dabei geht es zunächst einmal darum, eine Ladesäule für E-Autos aufzustellen. Doch auf einen Standort dafür konnte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung noch nicht einigen. Dem Projekt an sich steht der Rat aber aufgeschlossen gegenüber. Die Kosten für die Ladesäule in Höhe von rund 12 634 Euro würden zu 70 Prozent von Fördermitteln abgedeckt, sodass die Stadt nur 3800 Euro selbst aufbringen müsste. Die möglichen Standorte Unteruhldinger Straße (Fähre) und Daisendorfer Straße, die die Verwaltung in Absprache mit dem Landratsamt dem Rat vorschlug, gefielen diesem aber nicht. So meinte Georg Dreher (CDU), an diesen Orten werde jeder Parkplatz dringend gebraucht und der stundenlange Ladevorgang würde zwei Stellplätze dauerhaft blockieren. Auch Boris Mattes (SPD) befürwortete das Projekt ebenso wie Dreher, lehnte die Standorte aber ab, die sich nicht eigneten, solange die Stadt dort nicht weiter sei mit ihrer eigenen Planung, etwa in punkto "Parkraumerweiterung Fähre". Mattes schlug stattdessen die Alternativen Zollhaus, Obertor oder Bürgerbüro vor. Bürgermeister Martin Brütsch wies darauf hin, dass nur Standorte in Frage kämen, wo es eine sinnvolle Anbindung an andere Nahverkehrsangebote gebe. Die Verwaltung bekam vom Rat den Auftrag, "andere Standorte abzuklären". Über ein reines E-Carsharing-Angebot hinaus ergänzt "Emma" in Eriskirch etwa die Buslinie nach Tettnang, im Deggenhausertal erhalten alle Teilorte dank "Emma" morgens und abends eine Direktverbindung nach Markdorf und zum Hauptort Wittenhofen, in Meckenbeuren fahren ehrenamtliche "Bürger für Bürger."

20.11.2014 Meersburg: Breitere Ausfahrt für B31-Parkplätze

Foto Meersburg: Breitere Ausfahrt für B31-Parkplätze Die B31-Parkplätze bei Meersburg bekommen breitere Ausfahrten. Damit will das Regierungspräsidium Tübingen die Gefahrenstellen an den Rastplätzen Wölfele und Unterlichtenberg ein wenig entschärfen.

Denn große Lkw, die hier auf die B31 auffahren, müssen hierfür bislang beide Fahrspuren nutzen, weil die bestehenden Parkplatzausfahrten zu schmal sind. Um die Auffahrten zu erweitern, sind die beiden Rastplätze ab Montag, 24. November, bis Ende November 2014 für den Schwerverkehr gesperrt. Autofahrer können beide Parkplätze weiterhin benutzen, teilt das Regierungspräsidium mit. Lkw-Fahrer müssen während der Bauzeit auf die Parkplätze an der B31 bei Überlingen und Hagnau ausweichen. Die Geschwindigkeit auf der Bundesstraße wird während der Bauarbeiten im Bereich der Parkplatzausfahrten auf 70 Stundenkilometer beschränkt, ansonsten könne der Verkehr aber wie gewohnt in beide Richtungen zweispurig und ohne weitere Einschränkungen fließen, schreibt das Regierungspräsidium. Die Gesamtkosten für die Maßnahme gibt die Behörde mit etwa 35 000 Euro an. Die Rechnung zahlt der Bund. Mit der Verbreiterung der Ausfahrten ist ein weiterer gravierender Mangel der Parkplätze freilich nicht behoben: die fehlenden Beschleunigungsspuren, die selbst Autofahrer beim Auffahren auf die Bundesstraße vor Herausforderungen stellen. Obwohl das Problem im Regierungspräsidium bekannt ist, wird es hier vorerst keine Verbesserung geben. Informationen über die Verkehrsbeschränkungen können auch im täglich aktualisierten Baustelleninformationssystem (BIS) des Landes unter www.baustellen-bw.de abgerufen werden. Hier gibt es auch Informationen über weitere Baustellen in der Region.

20.11.2014 Kinomobil bringt Kinderfilme mit

Das Kinomobil kommt am Freitag, 21. November, mit drei Kinder- und Jugendfilmen zum Klosterkeller in Meersburg. Um 14.30 Uhr läuft "Rico, Oscar und die Tieferschatten", ein Film, der ab acht Jahren empfohlen wird.

Um 17 Uhr beginnt "Muppets - Most wanted" (Eintritt je drei Euro), der besonders Kindern ab zehn Jahren Spaß machen soll. Die Romanverfilmung "Die Karte meiner Träume" (ohne Altersbeschränkung) startet um 20 Uhr und kostet vier Euro Eintritt.

19.11.2014 Meersburg würdigt Franz Anton Mesmer

Foto Meersburg würdigt Franz Anton Mesmer 2015 soll es eine Sonderschau zum 200. Todestag des Magnetiseurs Franz Anton Mesmer geben. Der Gemeinderat bewilligte nun ein Ausstellungsbudget von 145.000 Euro. Auch das Mesmer-Grabdenkmal auf dem Friedhof wird restauriert.

Der Arzt und Hypnotiseur Franz Anton Mesmer war ein internationaler Star des 18. Jahrhunderts, dann allerdings lange Zeit vergessen. Doch zu seinem 200. Todestag am 5. März 2015 will ihn die Stadt Meersburg wieder in strahlendes Licht rücken mit einer Sonderausstellung im künftigen Stadtmuseum. Außerdem soll sein Grabdenkmal auf dem Meersburger Friedhof restauriert werden. Ohne große Diskussion bewilligte der Gemeinderat 145 000 Euro für Marketing, Betriebskosten und Rahmenprogramm der Sonderausstellung, die die neue Kulturamtsleiterin Christine Johner erläuterte. Eine längere Debatte entbrannte hingegen um die Sanierung des Grabdenkmals. Um es künftig besser vor Verwitterung schützen zu können, hatte Architekt Korkut Demirag, der auch die Sanierung des künftigen Museums leitet, eine Dachkonstruktion entworfen, die die Formensprache der dreieckigen Stele perfekt aufgenommen hätte und der auch das Denkmalamt zustimmte. Doch der Rat war gegen das Dach. Die Sonderausstellung soll in den Räumen im ersten Obergeschoss des bis dato sogenannten "Mesmerhauses" stattfinden, in dem der Magnetiseur seine letzten Tage verbrachte. Diese werden bis dahin fertig sein. Bis die Sanierung des gesamten Gebäudes abgeschlossen ist, wird es aber wohl noch deutlich länger dauern. "Das Charisma dieser neuen Kultureinrichtung können wir bereits über die Sonderausstellung aktivieren", glaubt Johner. Mit der Schau, die Demirag und sein Team seit dem Frühsommer ausarbeiteten, will man laut Johner "Mesmer in seiner umfassenden Bedeutung darstellen, wie es bisher in dieser Deutlichkeit nicht geschehen ist." Sie hob Mesmers Bedeutung als Wegbereiter der Psychotherapie hervor: "Wien hat seinen Freud, Meersburg seinen Mesmer." In dem jetzt bewilligten Ausstellungsbudget sind unter anderem auch Kosten enthalten für ein künstlerisches Rahmenprogramm, drei Arbeitskräfte, die Vorfinanzierung von Souvenirartikeln wie "Mesmer-Wein" sowie Werbemittel wie ein 28-seitiges Magazin. Letzteres will man statt eines klassischen Ausstellungskatalogs herausgeben. Denn ein solcher, so Johner, interessiere nur Leute, die die Schau bereits gesehen hätten. Weit mehr erregte die Gemüter, wie mit dem Grabdenkmal von 1902 zu verfahren sei. Heidrun Funke (Grüne) würde es am liebsten ins spätere Museum verfrachten. Peter Schmidt (CDU) und Michael Gilowsky (Umbo) lehnten das entschieden ab. Gilowsky: "Wenn wir den Stein entfernen, verliert er seine Denkmaleigenschaft." Markus Waibel (FW) meinte, ein Dach schütze den empfindlichen Marmor kaum. Der Rat gab der Verwaltung vorerst den Auftrag, den Stein ohne Schutzdach zu konservieren und im Winter durch eine Einhausung, so wie die Brunnen, zu schützen.

19.11.2014 Ja zu neuem Plan für Mittelalterhotel "König Dagobert"

Foto Ja zu neuem Plan für Mittelalterhotel "König Dagobert" Dem "König Dagobert" dürfte nun nichts mehr im Wege stehen. Der Meersburger Gemeinderat stimmt dem geändertem Mittelalterhotel zu.

Das geplante Mittelalterhotel "König Dagobert", das aufgrund mehrer Planänderungen seit zweieinhalb Jahren die Meersburger Gremien beschäftigt, müsste nach dem jüngsten Votum des Gemeindrats einen entscheidenden Schritt weiter sein: Der Rat stimmte zu, dass sich das Hotel nach dem zuletzt eingereichten Bauantrag in die Umgebung einfügt. Allerdings stimmte der Rat auf Drängen von Bürgermeister Martin Brütsch getrennt ab über das Hauptgebäude zum einen und die rückwärtige Bebauung zum andern. Denn Brütsch ist ein Punkt ein Dorn im Auge, den er seit über zwei Jahren immer wieder moniert: dass das Bauvorhaben im hinteren Teil in den Brandweg reiche, der auf städtischem Gebiet liegt. Durch die jetzt geplante Überbauung steige der Weg um über einen Meter an. Man schaffe damit einen Präzedenzfall und riskiere einen Nachahme-Effekt, betonte Brütsch und fand Unterstützung von Peter Schmidt (CDU) und Boris Mattes (SPD). Peter Köstlinger (CDU) hingegen meinte: "Das ist doch nur juristischer Firlefanz." Der Fluchtweg sei vorher auch nicht gerade verlaufen. Julia Naeßl-Doms (CDU) und Michael Gilowsky (Umbo) begrüßten das Projekt mit 47 Betten, die Meersburg dringend brauche. Das Gebäude füge sich gut ein. Das fand Monika Biemann (Umweltgruppe) nicht, so übersteige es die Nachbarhäuser um über zwei Meter. Die Baurechtsbehörde des Landratsamtes und die Landesdenkmalbehörde sind hingegen mit der Planung einverstanden, nachdem ihren Beanstandungen Rechnung getragen wurde. So fällt nun etwa die geplante dritte Gaupenreihe an der Vorderseite zugunsten eines "Gaupenbandes" weg und auch die Balkonkonstruktion wird geändert. Im Wesentlichsten unterscheidet sich die jetzige von der ursprünglichen Planung darin, dass die untere Kellerebene entfällt und das erste Kellergeschoss reduziert wird. Gegen die vordere Bebauung stimmte Mattes als Einziger, gegen die rückwärtige Erweiterung gab es sechs Nein- zu acht Ja-Stimmen.

19.11.2014 Für Meersburger Therme gelten neue Eintrittspreise

Foto Für Meersburger Therme gelten neue Eintrittspreise Saunieren und Indoor-Baden werden ab dem 1. Januar teurer. Die Preise für die Freibad-Saisonkarten sinken hingegen und ein Kurzzeittarif für die Badewelt wird eingeführt. Neu sind auch die Parkgebühren von 2 Euro. Bisher war das Parken an der Meersburger Therme kostenlos.

Neue Preise gelten ab dem 1. Januar 2015 in der Meersburg Therme. In der Sauna- und Badewelt werden die Eintritte teils deutlich erhöht. Auch fällt künftig fürs Parken, das bisher frei war, eine Pauschalgebühr von 2 Euro an. Die Saisonkarten für das Freibad werden hingegen günstiger. Neu ist auch ein Zwei-Stunden-Kurztarif für die Badewelt. Der Gemeinderat stimmte der Preisstruktur nach längerer Diskussion mit großer Mehrheit zu. Die letzte Erhöhung war Ende 2008 erfolgt. Vor dem Votum des Rates gab es in dessen Reihen noch einigen Klärungsbedarf durch den neuen Betriebsleiter Gerd Gerhards und dessen Chef Sven Drewlo, zuständiger Projektleiter der Betreiberfirma "monte mare". Gerhards erklärte, angesichts der stark nachgefragten Therme, die "am Doppelten der Kapazität" laufe, sei es die Absicht, kürzere Tarife attraktiver zu machen. Ferner müsse man mit einer Erhöhung der Umsatzsteuer im Saunabereich von 7 auf 19 Prozent rechnen, die der Gesetzgeber zum 1. Juli 2015 anvisiere. Auch sei man in punkto Preisstruktur im Vergleich zu den Thermen in Konstanz und Überlingen "etwas im Hintertreffen". Diese erhöhten ihre Gebühren übrigens turnusgemäß alle zwei Jahre, fügten Gerhards und Drewlo später hinzu. Weil sie aber Vergleichszahlen - wegen eines technischen Problems - nicht gleich präsentierten, waren die Räte Boris Mattes (SPD) und Peter Köstlinger (CDU) erst einmal verärgert. Köstlinger meinte, es sei doch gerade das Alleinstellungsmerkmal der Meersburg Therme, dass sie keine Parkgebühren verlange und günstiger als die anderen beiden sei. "Wenn wir's gleich teuer machen, bleiben die Schweizer in Konstanz." Gerhards und Bürgermeister Martin Brütsch unterstrichen hingegen, dass die Therme ja nicht an Popularitätsmangel leide, sondern, im Gegenteil, übervoll sei. Gerhards sagte: "Da müssen doch einfach mal die Gesetze der Marktwirtschaft greifen über eine Regelung durch die Preise." Und Brütsch fügte hinzu: "Wir tun uns keinen Gefallen, wenn die Leute verprellt weg gehen." Außerdem habe die Stadt in den vergangenen Jahren viel Geld investiert, das auch wieder hereinkommen müsse. Georg Dreher (CDU) war der gleichen Ansicht: "Wir können die Attraktivität nur erhalten mit Re-Investieren." Man käme um eine Erhöhung nicht herum. Heidrun Funke (Grüne) meinte, sie würde die Preise in der Sauna noch stärker erhöhen. "In der Badewelt hält's keiner den ganzen Tag aus." Zum Thema Parkgebühren fügte Gerhards an, die anderen Thermen verlangten auch welche. Für die Betreiber sei es auch nicht schlüssig, dass der weiter entfernte Töbele-Parkplatz kostenpflichtig, der Therme-Parkplatz aber gratis sei. Alexandra Mahl (Umweltgruppe) sprach sich für gestaffelte Parkgebühren aus. Letztlich stimmte der Rat dem Konzept zu, klammerte aber die vorgeschlagenen Zuschläge fürs Wochenende und für Gutscheine vorerst aus. Mattes und Köstlinger stimmten mit Nein, Markus Waibel (FW) enthielt sich. Rechenbeispiele Sauna: Ab dem 1. Januar 2015 kosten drei Stunden in der Sauna 18 Euro (bisher: 16,50 Euro für Erwachsene und 14,50 Euro für Kinder). Tageskarte: 22 Euro (bisher: 18,50 Euro/16,50 Euro). Badewelt: Zweistundentarif beträgt künftig 9 Euro für Erwachsene, 6,50 Euro für Kinder. Vier Stunden: 12 Euro für Erwachsene, 8,50 Euro für Kinder (bisher: 10 Euro / 7,50 Euro). Saisonkarte Freibad: Erwachsene 55 Euro, Kinder 30 Euro (bisher: 60/33 Euro). Parkgebühren: 2 Euro pauschal. Vergleich: Die derzeitigen Preise in den Thermen Überlingen und Konstanz sind ähnlich wie die künftigen Meersburger, liegen teils sogar jetzt schon darüber.

18.11.2014 Ausstellung zeigt Josef Ehinger in all seinen Facetten

Foto Ausstellung zeigt Josef Ehinger in all seinen Facetten Die Ausstellung zum 125. Geburtstag des Schnitzers Josef Ehinger beginnt am 6. September. Ein Fünferteam arbeitet seit dem Frühjahr an der Werkschau und präsentiert Arbeiten in der Brandes-Wohnung in der Unterstadt.

Eine Ausstellung zum 125. Geburtstag von Josef Ehinger soll den Meersburger Holzbildhauer und Restaurator in all seinen Facetten zeigen. Denn viele von ihnen seien gar nicht bekannt in seiner Heimatstadt, wo er noch immer als "Krippeleschnitzer" gelte, erklärt Peter Schmidt. Schmidt gehört zum Organisationsteam der Schau, das aus fünf Mitgliedern des Museumsvereins besteht. Außer Schmidt sind dies Margret Meier, Sybille Kopp und Heinz Frey sowie die frühere Kulturamtsleiterin und Ehinger-Expertin Brigitte Rieger-Benkel. Für die rund 50 Objekte aus allen Schaffensphasen Ehingers haben die Fünf einen ebenso außergewöhnlichen wie passenden Präsentationsort gefunden: die Wohnung des ehemaligen Historienmalers August Brandes und seines Sohnes, des Holzschnitzers Berthold "Bertie", der ein Schüler Ehingers war. Die Wohnung in der Unterstadt gehört dem Winzerverein Meersburg und steht seit dem Tod von Brandes senior Mitte der 1960er-Jahre leer. "Es ist toll, dass der Winzerverein uns reinlässt", freut sich Meier. In der ganzen Stadt waren sie und ihre Mitstreiter seit dem Frühjahr auf der Suche nach Ehinger-Stücken. Aus Beständen der Stadt, des Museumsvereins und Privathaushalten haben sie eine stattliche Auswahl zusammengetragen. "Viele wussten gar nicht, dass sie Ehinger-Sachen hatten", erzählt Meier. Außerdem steuerte Ehingers in Karlsruhe lebender Enkel Martin begeistert Exponate bei. Das Team teilte sich die Aufgaben auf. Meier, Kopp und Rieger-Benkel stellten ein Werkverzeichnis zusammen mit, so Rieger-Benkel, "rund 900 unterschiedlichen Teilen". Denn Ehinger war bei Weitem nicht nur ein begnadeter Schnitzer von Krippen, die er in ganz Deutschland und in alle Welt verkaufte und versandte. In den Werken, die er nach seinem Gusto gestaltete, spiegeln sich die modernen Kunstrichtungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder, etwa Art dco und Bauhaus. Zu seinen Motiven zählten unter anderem auch Männerakte. Außerdem arbeitete Ehinger in Stein und führte Restaurierungen aus. Was Ehinger nach eigenen Vorstellungen schuf, unterscheide sich teils deutlich von den Auftragsarbeiten, auf die er angewiesen war, erläutert Rieger-Benkel. Zu Ehingers wichtigsten Werken zählt eine rund 30 Quadratmeter umfassende Krippe, die er um 1925 für die Heiligkreuzkirche in Bad Kreuznach herstellte. In Meersburg kann man seine Arbeiten etwa auch in den Gaststätten "Löwen" und "Becher" bewundern, deren Inneneinrichtung Ehinger mit Schnitzarbeiten ausstattete. Außerdem initiierte er nach dem Zweiten Weltkrieg die außergewöhnliche Krippe in der Meersburger Pfarrkirche, deren Figuren Bürger zeigen. Bei seinen Recherchen konnte das Ausstellungsteam auch auf das umfangreiche Archiv zurückgreifen, das Ehinger hinterlassen hatte und das die Stadt von einem Nachlassverwalter erwarb. Als wahre Fundgruben entpuppten sich Ehingers akribisch geführte Wareneingangs- und -ausgangsbücher sowie seine Tagebücher. "Josef Ehinger war eine vielschichtige Persönlichkeit", fasst Schmidt die Erkenntnisse zusammen. Beide Söhne gerieten in Kriegsgefangenschaft und nachdem sein Sohn Reinhard 1952 starb, sei Ehinger "gebrochen" gewesen. Sein Skulpturenwerk führte nach seinem Tod sein Schüler Bertie Brandes weiter, die Kunststube am Schlossplatz seine Tochter Annette. Ausstellung Josef Ehinger kam am 23. Dezember 1889 in Meersburg zur Welt und starb dort am 7. August 1955. Nach einer Bäckerlehre begann er 1906 in Überlingen eine Lehre in der Bildhauer- und Restaurierungswerkstätte Victor Mezgers, der seinem talentierten Schüler sogar das Lehrgeld erließ. Ehingers Ausbildung umfasste auch Stationen an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe sowie der in Berlin-Charlottenburg, die Josef Ehinger von 1911 bis 1914 besuchte. Außerdem arbeitete er nach dem Ersten Weltkrieg zwei Jahre lang in München. In Meersburg führte er jahrzehntelang eine Werkstatt sowie eine Kunststube am Schlossplatz. Seine Werke versandte Ehinger unter anderem auch nach London und New York. Die Ausstellung anlässlich seines 125-jährigen Geburtstages wird vom 6. Dezember 2014 bis 18. Januar 2015 im ersten Stock des Winzervereinsgebäudes in der Meersburger Unterstadt stattfinden.

19.11.2014 Tennis ist wieder im Kommen

Foto Tennis ist wieder im Kommen Die Mitgliederzahl im Meersburger Tennis-Club steigt derzeit wieder. 2013 und 2014 wurden jeweils 26 neue Mitglieder gezählt.

Während viele Vereine über einen Mitgliederschwund klagen, freut man sich beim Meersburger Tennisclub über zahlreiche neue Mitspieler. "Die Mitgliederzahl geht wieder nach oben. 2013 traten in den Verein 26 neue Mitglieder ein und auch 2014 wurden 26 neue Mitglieder gezählt, nicht zuletzt dank der Aktionstage, an denen neuen Mitgliedern ein Rabatt von 50 Prozent auf die Eintrittsgebühr gewährt wurde", berichtete Peter Köstlinger bei der der Hauptversammlung. Bei der Versammlung hingegen waren nicht allzu viele Mitglieder anwesend. "Schuld" daran waren laut Köstlinger wohl die anstehenden Neuwahlen. Dabei stellten sich alle Vorstandsmitglieder wieder für ihr Amt zur Verfügung. Vorsitzender ist weiterhin Peter Köstlinger, Stellvertreterin Patricia Gall-Moßmann, Schatzmeisterin Marlis Bernard, Schriftführerin Ingrid Köstlinger, Sportwart Markus Moßmann, Jugendsportwart Heinz Scholten, Beisitzerin-Clubhaus Gabi Piller, Beisitzerin-Event Patricia Gall-Moßmann, Beisitzer-Platzanlage Markus Moßmann, Beisitzerin-Presse Ingrid Köstlinger. Der langjährige Kassenprüfer Hartmut Siemann stellte sein Amt zur Verfügung und wird ersetzt durch Achim Pressler, der neben Rainer Walz nun die Kasse prüft. Marlies Bernard erläuterte, dass größere Ausgaben durch die Sanierung der Außentreppe und durch einen Wasserschaden im Sanitärbereich entstanden sind. Ein Defibrillator wurde angeschafft, dessen Kosten aber durch Spenden zum Teil aufgefangen werden konnten. Die Renovierung der Dusche für rund 6000 Euro wurde auf das kommende Jahr verschoben. Sportwart Markus Moßmann berichtete, dass die Mannschaften ihre Plätze behaupten konnten. In der höchsten Klasse spielt die älteste Herrenmannschaft erfolgreich. 18 Jungen und neun Mädchen betreut Jugendsportwart Heinz Scholten. Tennisclub Der Meersburger Tennisclub (MTC) hat seine Anlagen im Sommertal und auch das Vereinsheim befindet sich dort. Der Club hat rund 170 Mitglieder und nimmt mit insgesamt sechs Tennismannschaften an Meisterschaften teil. Aktionstage und Schnuppertraining sollen neue Freunde des Tennissports anlocken. Eine enge Verbundenheit besteht mit dem Tennisclub Romanshorn in der Schweiz. (mü)

19.11.2014 Knabenmusiker stellen ihren Adventskalender vor

Foto Knabenmusiker stellen ihren Adventskalender vor Der Kalender ist ab sofort erhältlich. Hinter den 24 Türchen gibt es viele Überraschungen.

Zu einer beliebten Tradition gehört der Adventskalender der Knabenmusik Meersburg. Diese Idee haben die Knabenmusiker schon vor 20 Jahren von einer Konzertreise aus Norwegen mitgebracht. Seither basteln die jungen Musiker zusammen mit einigen Eltern Jahr für Jahr diese Kalender, die viele Überraschungen zu bieten haben und für 3 Euro verkauft werden. Nach einer gemeinsamen Klebeaktion wird der Kalender ab sofort zum Verkauf angeboten, teilt die Knabenmusik mit. "Dank der großzügigen Spenden vieler Geschäftsleute aus Meersburg und Umgebung sind die 24 Tage im Dezember wieder gut gefüllt. Hinter jedem Türchen verbirgt sich eine Nummer und wer Glück hat, gewinnt mit einer oder mehrerer dieser Ziffern einen schönen Preis", schreibt Silke Schell von der Jugendmusikschule Meersburg im Namen der Knabenmusik. Täglich werden attraktive Gewinne verlost, wie zum Beispiel Essensgutscheine der Meersburger Gastronomie, Spargutscheine der Banken, Weinpräsente, Sachpreise der Einzelhandelsgeschäfte und als Hauptgewinn am 24. Dezember 300 Euro in bar. Die Gewinnzahlen werden jede Woche im SÜDKURIER, im örtlichen Mitteilungsblatt, an der Tür der Jugendmusikschule und auf der Homepage der Knabenmusik veröffentlicht. Die Gewinner können ihre Preise in der Jugendmusikschule von Montag bis Freitag zwischen 9 und 11 Uhr abholen. Der Kalender ist bei diversen Vorverkaufsstellen in Meersburg und Daisendorf erhältlich, etwa bei Theurich Spielen + Schenken, der Volksbank und der Sparkasse, dem Winzerverein Meersburg, der Bäckerei Kränkel, dem Modehaus Keck, Gisela's Schneideratelier, Musik Willibald, in der Jugendmusikschule Meersburg und natürlich bei jedem Knabenmusiker selbst. Wer einen Kalenders kauft, unterstützt die Jugendarbeit in Meersburg, denn der Erlös der Aktion kommt direkt den Knabenmusikern zugute. Auch mit einem Besuch am Stand der Knabenmusik auf dem Meersburger Weihnachtsmarkt am 28. und 29. November kann man die jungen Musiker unterstützen. Dort können Interessierte ebenfalls einen Adventskalender kaufen. Informationen im Internet: www.knabenmusik.meersburg.de

18.11.2014 „Im Wilden Westen“: Turnschau der Kinder- und Jugendgruppen im TuS

Foto „Im Wilden Westen“: Turnschau der Kinder- und Jugendgruppen im TuS Vom Federvieh bis zu kleinen Cowboys: Die beliebte Turnschau der Kinder- und Jugendgruppen des TuS Meersburg stand dieses Jahr unter dem Motto Im Wilden Westen. Eltern, Verwandte und Freunde saßen dicht gedrängt auf der Tribüne.

Das sonst so friedliche Meersburg wurde am Sonntag von Indianern und Cowboys überschwemmt. Allerdings fand das Spektakel in der Turnhalle des Turn- und Sportvereins im Sommertal statt. Die beliebte Turnschau der Kinder- und Jugendgruppen stand dieses Jahr unter dem Motto "Im Wilden Westen". Eltern, Verwandte und Freunde saßen dicht gedrängt auf der Tribüne. Moderator Dieter Ulrich versprach nicht zu viel, als er die Zuschauer einlud, mit einem Sprung über den großen Teich die Welt der weiten Steppen und Prärien, der Indianer, der großen Farmen, der Cowboys und Cowgirls zu besuchen. Schon die Dekoration, von vielen Helfern gebastelt, die Beleuchtung und die Atmosphäre atmeten den Duft der "Neuen Welt". Zwei große Tipis, Indianerzelte, ein Marterpfahl und Lagerfeuer warteten auf die kleinen Indianer und Cowboys. 19 Programmpunkte zeigten Ausschnitte aus der Arbeit der Turnabteilung, in Szene gesetzt von den Trainern zusammen mit dem Abteilungsleiter Herbert Obser und dem Jugendwart Ralf Obser. Schon der Anfang auf der "kleinen Farm", dargeboten von den Mittwochsturnern im Alter von acht bis 19 Jahren, war ein Augenschmaus. Allerlei Federvieh wurde von kleinen Farmermädchen und -jungen versorgt und purzelte durch- und übereinander. Später zeigten die älteren Mädchen auf dem Indianerspielplatz ihr Können an Seilen und auf dem Trapez. Cowgirls brachten kesse Tänze und Ladies aus dem Saloon schwenkten die Beine beim wilden Can-Can. Kleine Indianerinnen turnten am Balken und beim Leben in Indianerdorf erzählten die Kinder eine Geschichte um Indianer, die sich um ihr Land und die weißen Farmer sorgen. Die Fördergruppe Turnen zeigte sich als "Postman", die mit der Postkutsche die Post und Reisende in die Dörfer brachten. Selbst der Vorsitzende des TuS, Michael Gröer, wurde trotz Sträubens an den Marterpfahl gebunden. Die Trainerinnen der rhythmischen Sportgymnastik, Natalie Obholz, Tina Bayr und Olga Bobrova, haben schon viele Talente zu Meisterehren gebracht. So belegten Isabel Waibel und Melina Hamdzic bei ihrer Kür mit dem Seil, welche sie dem begeisterten Publikum zeigten, gute Plätze bei den badischen und baden-württembergischen Meisterschaften. Auch die Huckepack-Mädel Enija Ikanovic und Emily Tschaut sowie Lina Dietrich und Miriam Scheffold gaben einen Einblick in diese besondere Sportart zu zweit. Johanna Häußler zeigte ihre schwierige Kür mit dem Reifen sowie später Seil und Anastasiya Bobrova, die schon sehr erfolgreich an Meisterschaften teilgenommen hat, verzauberte mit ihrer Kür mit bunten Bändern. Auch die talentierte Dorothea Grenzer beherrscht das Seil aufs Beste. Vier Mannschaften in verschiedenen Altersgruppen beteiligen sich am Schülergruppenwettkampf und zeigten ihre turnerische Vielfältigkeit mit "Bonanza", "Die Glorreichen 7 + 1" sowie "Pfiffige Cowgirls" oder "Saloon-Girls". Wobei Sprecher Dieter Ulrich bedauerte, dass die Erste Mannschaft, die die Saloons-Girls präsentierten, nur noch aus vier jungen Damen besteht: "Nächstes Jahr werden sie wahrscheinlich aufhören." Ebenso gibt es die männliche Jugend nur noch bei den Vorschulkindern. Turnabteilung Die Turnabteilung des TuS Meersburg ist die größte Abteilung im Verein mit rund 600 Mitgliedern. Abteilungsleiter ist Herbert Obser und Jugendleiter Ralf Obser. Die rhythmische Sportgymnastik ist das Aushängeschild. Der Breitensport mit den vielfältigen Gruppen vom Vorschulalter an ist die Grundlage hierfür. (mü)

18.11.2014 Lake Brass spielt am 22. November in Meersburg

Foto Lake Brass spielt am 22. November in Meersburg Das junge Orchester kommt mit seiner ungewöhnlichen Besetzung nach Meersburg und Überlingen

Das junge Orchester "Lake Brass" spielt dieses Jahr am Samstag, 22. November, 18 Uhr, in der katholischen Pfarrkirche in Meersburg. Am Sonntag, 23. November 2014, geben die Musiker ihr Konzert in der Franziskanerkirche in Überlingen. Dieses Orchester, welches aus 18 Hornisten, zwei Trompetern, zwei Euphonisten, einem Tubabläser und vier Schlagzeugern besteht, ist eine Besonderheit durch die Besetzung mit vielen Waldhörnern. Ursprünglich 2010 als Hornquartett das erste Mal in der Waldorfschule in einem Konzert vorgestellt, hat sich das Ensemble immer mehr vergrößert. Amateure, Profis und Studenten aus der Region und aus anderen Ländern sind mit Ehrgeiz und Engagement dabei, beste Musik in ungewöhnlicher Besetzung zu spielen. Dirigent ist der frühere Leiter der Meersburger Jugendmusikschule und der Knabenmusik, Musikdirektor Szabolcs Galanthay. In eigenen Arrangements zeigt das Programm Stücke in ungewohntem Klang, unter anderem die Wagner-Fantasie sowie Bach's Präludium und Fuge A-moll. Besonders gespannt sein kann man auf die neue Orgel in der Meersburger Pfarrkirche. Organist Gerhard Breinlinger wird Teile aus der Symphonie Nr. 3 von Camille Sain-Sans vortragen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

18.11.2014 Autorenrunde stellt im Burg-Café Lieblingsschriftsteller vor

Foto Autorenrunde stellt im Burg-Café Lieblingsschriftsteller vor Auf der Meersburg stellten vier Mitglieder die Meersburger Autorenrunde ihre Lieblingsautoren vor. Hanspeter Wieland beeindruckte mit einer Interpretation von Orwells "1984" als bedrückende Apokalypse.

Das war eine denkwürdige Veranstaltung auf der Meersburg, als vier Autoren der Meersburger Autorenrunde den rund 60 Zuhörern ihre diesjährigen Lieblingsautoren präsentierten. Zunächst begrüßte Burgherrin Julia Naeßl-Doms die Gäste und trug dabei einen kleinen Exkurs über die "Überwachung bei Annette" (von Droste-Hülshoff) vor, dessen tieferer Sinn zunächst noch nicht erkennbar war, sich aber als Bogen zu dem abschließenden Vortrag von Hanspeter Wieland herausstellte, der George Orwells berühmten Roman "1984" neu und zeitgemäß interpretierte. Doch zuerst bat Johanna Walser, die den Abend moderierte, den Schweizer Rainer Stöckli zum Lesepult, der seinen Landsmann Peter Morger ins Gedächtnis rief. "Gelobt sei, was wir begraben müssen, aber nicht vergessen wollen", begann er die Vorstellung eines Autors, der in jungen Jahren großen Erfolg hatte, an dem er später zerbrach: Morger hatte 2002 "Hand an sich gelegt; aber seine Melancholie war schon 1995 deutlich sichtbar". Sich selbst hatte Morger charakterisiert als "verhinderter Holzfäller, ein Bauer ohne Grund und Boden." Johannes Poethen - vorgestellt von Rainer Wochele - hatte ein besonderes Verhältnis zur Sprache. "Ein sprachlicher Brillantschleifer" hatte ihn Thaddäus Troll ihn einmal bezeichnet. In seiner Lyrik sah er den "Auftritt des Heiligen", hatte aber eine ganz eigene Auffassung dieser Heiligkeit, wenn er etwa formuliert: "Deine Rede sei ja, ja, nein, nein - sagte der Herr zu seinem Computer." Sein beinahe körperliches Verhältnis zur Sprache wird deutlich in der Suche nach "Wörtern, die lecker sind, die gut schmecken". Nach der Pause stellte Chris Inken Soppa eine junge Autorin vor, deren Vater Engländer, die Mutter Jamaikanerin ist. Zadie Smith hatte im Jahr 2000 im Alter von 24 Jahren ihren Debütroman "Zähne zeigen" herausgebracht, in dem sie ihre Situation als Mischling verallgemeinert und auf eindrucksvolle Weise dem Leser darbringt. Doch der eindeutige und eindrucksvolle Höhepunkt war Hanspeter Wielands Interpretation von Orwells "1984". Was kann man über diesen berühmten Roman noch erzählen?, fragten sich nicht wenige Besucher. Doch Wieland gelang es, nach wenigen Sätzen alle Hörer in seinen Bann zu ziehen. Er zeigte Orwells Aktualität, in dem er seine eigenen Gedanken zu den modernen Mechanismen der Überwachung mit Zitaten Orwells so mischte, dass man Quelle und eigene Gedanken kaum unterscheiden konnte. "Ich habe die Gnade, der totalen Überwachung entgegentreten zu können, ohne die Folgen fürchten zu müssen", hatte er seine Situation gegenüber den Romanfiguren hervorgehoben. Und so zeigte er schonungslos und selbst emotional hoch berührt die Gefahren der NSA, der Smartphones, der neuen Karten der Krankenkassen und der manipulierten Berichterstattung in den Medien auf und erschütterte das Publikum. "In einer Art von Verzweiflung kann man den Roman auch als Liebesroman lesen."

18.11.2014 Diskussionsabend zur Energiefrage

Das Forum für Wissenschaft und Kultur Meersburg (FoWiK) lädt alle Interessierten ein zu einer Gesprächsrunde über "Berichte zur Energiediskussion". Die Veranstaltung findet am Freitag, 21. November, von 18 bis 20 Uhr im Konferenzraum des Wein- und Kulturzentrums Meersburg (Kronenstraße 19) statt, wie das Forum ankündigt.Das Forum für Wissenschaft und Kultur Meersburg veranstaltet dieses Jahr in lockerer Folge am Freitagabend im Konferenzraum des Wein- und Kulturzentrums Meersburg Gesprächsrunden zu Themen, mit denen sich die Vereinsmitglieder beschäftigt haben und über die es sich aus ihrer Sicht zu diskutieren lohnt. Fester Bestandteil sind Aktualitäten (Dauer circa 15 Minuten), ein anregender Vortrag von einem Mitglied der Runde (etwa 30 bis 40 Minuten) und eine Aussprache zum Vortragsthema mit freier Meinungsäußerung, Sach- und Diskussionsbeiträgen.Am Freitag, 21. November, werden Hartmut Siemann und Hermann Henseler Vorträge zu den Themen Strategiekonzept Energieversorgung Daisendorf, Entwicklung der Photovoltaikanlagen in Daisendorf und Grundlagen und Prognose für 2030 des Energieverbrauchs in Daisendorf halten.In den vergangenen Monaten wurden, wie das Forum mitteilt, in Gesprächsrunden einige berichtenswerte Fortschritte erzielt.

"Die Zusammenfassungen sollen Anregungen zum Gespräch liefern, und zeigen auch die Meinungsvielfalt in der Energiedebatte", heißt es in der Ankündigung. Mit diesem Gesprächsabend endet die Treffpunktrunde 2014, die im kommenden Jahr weitergeführt werden soll.

15.11.2014 Volkstrauertag: Meersburg hat kein öffentlich zugängliches Gefallenendenkmal

Foto Volkstrauertag: Meersburg hat kein öffentlich zugängliches Gefallenendenkmal In ganz Meersburg gibt es kein öffentlich zugängliches Gefallenendenkmal. Die einzige Gedächtnisstätte, die an Gefallene des Zweiten Weltkriegs erinnert, befindet sich in der Aussegnungshalle, die - außer bei Beerdigungen und Gedenkfeiern - verschlossen ist.

Frankreichurlaub, Sommer 2014: Man steht im Dörfchen Nasbinals im Zentralmassiv vor dem Kriegerdenkmal gegenüber der Kirche und schlagartig wird klar, warum in Frankreich immer noch der Erste Weltkrieg als "la grande guerre", der große Krieg, gilt: 39 Namen stehen da, nach Jahreszahlen geordnet, von 1914 bis 1919. Manche Sippen in diesem winzigen Ort, der heute 500 Einwohner zählt, haben gleich mehrere Tote zu beklagen, so taucht der Nachname "Gizard" viermal auf. Die Tafel, die an die Toten des Zweiten Weltkrieges erinnert, zeigt nur zwei Namen. Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, bewegend und aufschlussreich, konzentriert auf kleinstem Raum. Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, am Volkstrauertag gedenken Gemeinden in ganz Deutschland wieder der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Meist finden diese Veranstaltungen auf Friedhöfen vor Kriegerdenkmalen statt. Sie sind in der Regel öffentlich zugänglich. In Meersburg allerdings befindet sich die Gedächtnisstätte, die an Gefallene des Zweiten Weltkriegs erinnert, in der Aussegnungshalle, die - außer bei Beerdigungen und Gedenkfeiern - verschlossen ist. Der Heimatforscher Diethard Nowak bedauert, dass es in Meersburg - anders, als in den Teilorten Baitenhausen und Schiggendorf - kein allgemein zugängliches Denkmal für die Kriegstoten gibt. Das war ihm bei den Recherchen für sein Buch "Kleindenkmale in den Meersburger Landen" aufgefallen, das er 2003 herausgab und das im Dezember in erweiterter Neuauflage erscheinen wird. Nowak sagt: "Ich hätte mir gewünscht, dass bis dahin, 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges, ein Denkmal im öffentlichen Raum verwirklicht ist. Leider ist das nicht so." Auf seiner Spurensuche nach Gedenkstätten für die Toten dreier Kriege stieß Nowak auf Interessantes und auch Kurioses. So erinnert zwar eine Inschrift in der 1967 errichteten Aussegnungshalle an die Kriegsopfer von 1870/1871, 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945. Doch die darunter stehende Bronzeplastik enthalte nur die Namen der im Zweiten Weltkrieg Gefallen. Nowak fand heraus, dass das erste Meersburger Kriegerdenkmal um 1875 für die im deutsch-französischen Krieg Gefallenen in der scharfen Straßenkurve zwischen Ober- und Unterstadt errichtet wurde. Es trug die Inschrift: "Den edelen Kämpfern für des Vaterlandes Macht und Einigung im Kriege 1870 - 1871. Die dankbare Kirchenspielsgemeinde Meersburg. Den Gefallenen zum Gedächtnis, den Heimgekehrten zum Ruhme, den künftigen Geschlechtern zur Nacheiferung." Das Denkmal entfernte man 1976 während des Ausbaus der B 31. Die Tafeln sollten renoviert und später in der Aussegnungshalle angebracht werden. Laut Nowaks Recherchen bewahrte man sie im städtischen Bauhof auf, dort konnte er sie aber 2003 nicht mehr finden. Verschwunden sind laut Nowak auch die beiden Tafeln, die in der katholische Pfarrkirche wohl bis zu deren Renovierung 1972 an die 63 im Ersten Weltkrieg gefallenen und vermissten Katholiken erinnerte. Für die sieben im Ersten Weltkrieg gefallenen Protestanten schnitzte der Bildhauer Josef Ehinger eine Gedenktafel, die 1921 in der Meersburger Schlosskapelle angebracht wurde und sich heute im Martin-Luther-Haus befindet. Außerdem existiert eine Gedenktafel für die im Ersten Weltkrieg gefallenen sechs Lehrer und 33 Schüler des Lehrerseminars Meersburg, das im heutigen Droste-Hülshoff-Gymnasium untergebracht war. Die Tafel befindet sich an der Rückwand der Seminarkapelle. Die Idee, ein Denkmal für alle in den drei Kriegen Gefallenen zu errichten, gab es in Meersburg bereits 1961. Damals sprachen sich Bürgermeister Franz Gern und der Gemeinderat dafür aus. Im August 1963 war die Planung laut einem Bericht im Mitteilungsblatt schon weit fortgeschritten. Mit der Ausarbeitung war der frühere Stadtbaumeister Bachschmid beauftragt. Für die 220 Namen brauche man rund 4000 Buchstaben, teilte er etwa dem Rat mit. Doch aus der geplanten Errichtung der Gedächtnisstätte an der Nordwand der Aussegnungshalle wurde nichts - bis heute. "Aber vielleicht klappt es ja bis 2018", hofft Nowak. Volkstrauertag Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und wird seit 1952 jeweils zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen. Er erinnert seither an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft weltweit. Bereits 1919 hatte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Volkstrauertag als Gedenktag für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs vorgeschlagen, im Februar 1926 wurde dieser erstmals begangen, 1934 modelten ihn die Nazis in einen "Heldengedenktag" um und verlegten ihn auf den 16. März, in Erinnerung an die Wiedereinführung der Wehrpflicht 1935. In Abgrenzung davon beschloss die Bundesrepublik 1952, den Volkstrauertag an das Ende des Kirchenjahrs zu verlegen. (flo)

15.11.2014 Wunsch nach Parkhaus in Meersburg ist groß

Foto Wunsch nach Parkhaus in Meersburg ist groß Keine Frage: Meersburg braucht mehr Parkraum - natürlich während der Tourismussaison, aber auch für Fähre-Pendler und die Hotelgäste in der Unterstadt. Die Aufgabe ist dringlich. Das Problem wurde jetzt erneut aufgegriffen.

Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Parkhaus, bestehend aus Vertretern der Hotellerie, hatte die Gemeinderäte ins Hotel Schiff eingeladen. Dort stellte sie den aktuellen Stand er Planung eines Parkhauses an der Fähre vor. Auch wenn die Arbeitsgemeinschaft seit einem Jahr "nichts mehr gehört" habe, sagte Hotelier Manfred Lang, sei eine neue Parkhauslösung unaufschiebbar. Man müsse "in die Gänge kommen". "Wir müssen gemeinsam weiter- und zu einem Ziel kommen." Für eine angeregte Diskussion, an der sich alle beteiligten, stellte Architekt Thomas Benkert eine für die Arge angefertigte Planung eines Parkhauses an der Fähre vor. Zielsetzungen: Bestehendes, vor allem Bäume, erhalten, ein Parterre-Geschoss mit einer lichten Höhe von 3,50 Metern zur Nutzung auch über den Winter für Schiffe und Boote, neben dem Spindelturm eine zweite Einfahrt von der Serpentinestraße her, vier Parkebenen mit kompletter Bedachung für rund 800 Stellplätze. Die Kosten bezifferte Benkert zunächst überschlagen auf 8000 bis 9000 Euro pro Platz. Eine der wichtigsten Fragen lautete, wie man die Leute am sichersten und auf dem kürzesten Weg in die Alt-/Unterstadt bringen kann. Mit einer Unterführung unter der Kurve zum "Wilden Mann" hin oder unter der Serpentinestraße zum Hang hin? Gemeinderätin Heidrun Funke regte vom zweiten und/oder vierten Geschoss auch eine Überführung zur Hangseite an. Doch ein Fahrstuhl rage über das Obergeschoss hinaus. Jedenfalls sei der Weg vom "Wilden Mann" zur Fähre in puncto Verkehr jetzt die "schlimmste Ecke in Meersburg", sagte Gemeinderat Peter Schmidt. "Die jetzige Unterführung war von Anfang an ein krankes Kind." Die "Sicht auf die Stadt vom Parkhaus her" spiele eine Rolle, ergänzte Gemeinderätin Julia Naeßl-Doms. Manfred Lang nannte den Blick von der Kehre hinauf zur Burg "das Sahnestückchen". Zur Frage, ob man angesichts vieler anderer wichtiger "Baustellen" der Stadt gleich 800 Plätze brauche, kommentierte Benkert: "Grundsätzlich ja zu einer Verwirklichung in Etappen, doch das ist ein Rechenmodell." Peter Schmidt sah in "8 bis 10 Millionen Euro aus dem Stand für die Stadt ein Problem: Das schaffen wir nicht." Als "ganz wichtig" hob Schmidt den Kontakt mit Konstanz hervor: "Wo liegt das Interesse der Fähre-Partnerstadt gegenüber?" Die Planung könne als Prototyp für das Gespräch gelten. Manfred Lang verwies bereits auf Gespräche mit Konstanz und den dortigen Stadtwerken, die darauf Wert legten, dass der Verkehr von der Fähre gut abfließen kann. Hotelier Manfred Lang betonte nochmals den Sinn der Einladung: Mit den Ideen aus der Runde Grundlagen zu schaffen, um dann zu diskutieren. Gemeinderat Werner Endres bat um Konzentration der Stadt auf das Thema Parkhaus. Den Kreisverkehr solle man den Straßenplanern überlassen. Michael Gröer bedauerte, dass die Stadt es abgelehnt habe, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Die Arge habe daher nur den Gemeinderat eingeladen. Er betonte den Nutzen des Parkhauses: die Chancen zur Strukturverbesserung, die beruhigtere Unter-/Altstadt und damit weniger Beschwerden und mehr Zufriedenheit. Immer wieder seien fehlende Parkmöglichkeiten Anlass zu Beschwerden von Gästen. Zum weiteren Vorgehen billigte Peter Schmidt dem "Parkhaus Priorität noch in diesem Jahr" zu. Das Stadtbauamt sei gefordert, denn: "Wir können nicht ewig zuwarten", so Schmidt. Werner Endres sieht "ohne Parkhaus keine autofreie Unterstadt". Ratskollege Markus Waibel meinte: "Der Wille ist da, allein mir fehlt der Glaube. Wir müssen am Dienstag nachhaken." Dann trifft sich der Gemeinderat zur nächsten Sitzung. Auch Martin Brugger will es "bis zum 16. Dezember wissen". Aus Sicht seines Ratskollegen Boris Mattes "passiert nichts, wenn wir nicht ständig hinterherfragen". Für die Arge betonte Manfred Lang: "Wir möchten mit der Verwaltung weiter vorankommen, auch durch politischen Druck. Denn wir haben schon viel Geld in die Hand genommen. Eine enge Zusammenarbeit ist gewünscht, aber wir lassen uns nicht mehr 30 Jahre vertrösten, wir müssen starten." Arbeitsgemeinschaft Für die Arbeitsgemeinschaft Parkhaus nahmen teil: Michael Gröer (Hotel Zum Schiff), Kurt Kothmann, Manfred Lang (Hotel Residenz am See) und Peter Weisshaar. Thomas Benkert vertrat das Architekturbüro Lonsee aus dem Alb-Donau-Kreis. (fw)

13.11.2014 Landeszuschuss für Mesmer-Haus

Die Stadt Meersburg erhält 213 300 Euro für die Sanierung und den Umbau des Mesmer-Hauses aus der dritten Tranche des Denkmalförderprogramms 2014. Das teilte Martin Hahn, der grüne Landtagsabgeordnete für den Bodenseekreis, gestern mit. Im historischen Mesmer-Haus in der Vorburggasse 11 soll ein neues Museum entstehen, das sich den Themen Wein und Geschichte widmet.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg stellt das Denkmalförderprogramm auf und entscheidet über die zu fördernden Vorhaben. Mit der dritten Tranche des Landesdenkmalschutzprogramms 2014 investiert die Landesregierung noch einmal rund 2,4 Millionen Euro in die Sanierung, Nutzung und den Erhalt von kommunalen und kirchlichen Kulturdenkmälern in Baden-Württemberg. Die Mittel stammen aus Erlösen der staatlichen Toto-Lotto GmbH. Die Denkmalpflege sieht Hahn als einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Identität und Gemeinschaft in Städten, Regionen und Landkreisen. Zudem profitiere auch das Handwerk vor Ort von neuen Aufträgen im Rahmen der Denkmalpflege.

13.11.2014 Zunftmeister geht, Fridolin bleibt

Foto Zunftmeister geht, Fridolin bleibt Norbert Waßmer löst Peter Schmidt als Zunftmeister der Schnabelgiere ab

Eine Ära ist zu Ende gegangen auf der diesjährigen Hauptversammlung der Meersburger Narrenzunft Schnabelgiere. Der seit 21 Jahren amtierende Zunftmeister Peter Schmidt kandidierte nicht mehr und Norbert Waßmer, der bisher das Amt des Säckelmeisters innehatte, wurde einstimmig als Nachfolger gewählt. Auch Thomas Mackowiak, seit 15 Jahren Stellvertreter und Kanzleirat, trat in die zweite Reihe zurück und Markus Waibel übernahm das Amt. Aber sowohl Peter Schmidt als auch Thomas Mackowiak versicherten, weiter im Narrenrat zu bleiben und bei Veranstaltungen und auch im Schnabelgiere-Allerlei tätig zu sein. Der beliebte Fridolin bleibt den Meersburgern also erhalten. Weiter wurden gewählt Nils Schweikhardt als Säckelmeister und Heiko Herp sowie Philipp Wurster als Beisitzer. Peter Schmidt übergab feierlich die Amtskette und das Zepter an Norbert Waßmer. Dieser nahm die Ehre mit einem weinenden und einem lachenden Auge an, da er, wie er sagte, das Amt des Säckelmeisters sehr gern ausgeübt habe. Aus den Reihen der Mitglieder wurde vorgeschlagen, Peter Schmidt zum Ehrenzunftmeister zu ernennen, was in der nächsten Versammlung wohl beschlossen wird. Auch das langjährige Bewirtungsteam mit Gisela und Manfred Schmäh an der Spitze hörte auf und überließ die Bewirtung neuen Narren. Vor der Einführung der Narrenräte gab Norbert Waßmer seinen Kassenbericht ab, der mit einem klitzekleinen Plus endete. Thomas Mackowiak rügte in seinem Rückblick auf die Fasnacht 2014 den anwesenden Bürgermeister Martin Brütsch, der an den drei Tagen des Allerlei-Spektakels nicht einmal anwesend war und so ein Minus von 30 Euro in der Kasse verursachte. Dieser besänftigte die Narren mit der Mitteilung, dass die Sanierung des Schnabelgiere-Brunnens näher rücke und schon bald wieder eine Figur auf dem Brunnen stehe. Der neue Narrenpolizist Thomas Bergmoser entpuppte sich bei der Einführung der Narrenräte als großer Unterhalter, der die einzelnen Räte mit Hunderassen verglich, und zwar so gekonnt, dass eine Lachsalve nach der anderen ertönte.

13.11.2014 Portraitmalerei für Jugendliche

Für Jugendliche findet am Samstag, 15. November, 15 bis 18 Uhr und am Sonntag, 16. November, 10 bis 13 Uhr in der Jugendkunstschule Bodenseekreis (Seepromenade 16, Meersburg) ein Workshop im Bereich Bildnis/Portrait statt. Diese Veranstaltung richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahren und wird von der Künstlerin Chin-Lin Lu-Rauscher geleitet.

Nähere Informationen bei der Jugendkunstschule Bodenseekreis in Meersburg täglich, 8 bis 12 Uhr unter Telefon 0 75 32 / 6031. Hier kann auch die Voranmeldung erfolgen oder das kostenlose Jahresprogramm angefordert werden.

12.11.2014 Firmgottesdienst für 64 Jugendliche aus Meersburg und Birnau

Foto Firmgottesdienst für 64 Jugendliche aus Meersburg und Birnau In der Kirche Mariä Heimsuchung spendete Erzbischof Stephan Burger 33 Jugendlichen aus Meersburg und 32 aus der Kuratie Birnau das Sakrament der Firmung. Den Gottesdienst feierten auch Stadtpfarrer Matthias Schneider, der Leiter der Seelsorgeeinheit Meersburg-Immenstaad, sowie Pater Klaus Walter und Kooperator Michael Dulik.

Ebenfalls mit am Altar stand Pater Bruno, der Pfarrer der Kuratie Birnau. Die Firmvorbereitung stand unter dem Motto: "Lass dich entzünden", wie der verantwortliche Pastoralreferent Alexander Ufer berichtet.

Quelle:
© SÜDKURIER GmbH Medienhaus
SÜDKURIER Online - RSS-Feed-Generator