Nachrichten aus Immenstaad und Umgebung

30.9.2014 Ein Fußballtag ist zu spannend, um Pause zu machen

Foto Ein Fußballtag ist zu spannend, um Pause zu machen Fußballprofis trainieren einen ganzen Tag lang in Immenstaad mit Stefan-Brodmann-Schülern

Fußball von morgens bis zum Nachmittag stand gestern für 30 Mädchen und Jungen aus der dritten und vierten Klasse der Stephan-Brodmann-Schule auf dem Stundenplan. Sponsoren haben den Fußballtag finanziert, die Lehrerinnen Cosima Adam und Julia Stenske haben ihn mit dem Verein "Kinder von der Straße" organisiert. Jo Eller ist Vorsitzender des Vereins und an 100 Tagen im Jahr mit ehemaligen Profispielern und mit Jugendtrainern in ganz Deutschland unterwegs. "Unser Ziel ist es, Kindern Teamfähigkeit und Zusammengehörigkeitsgefühl zu vermitteln", sagt er, "und unsere Fußballtage sollen auch Kinder in die örtlichen Vereine bringen." Nach Immenstaad ist Eller mit Uwe Wegmann gekommen. Der spielte in 240 Bundesligaspielen und 120 Zweitligaspielen für den 1. FC Kaiserslautern und den VfL Bochum und führt jetzt als A-Lizenz Trainer eine Fußball-Schule im Allgäu. Wegmann hat seinen Trainer-Kollegen Stefan Wilthofer mitgebracht und beide haben schon gut zwei Stunden mit den Kindern trainiert, als es Zeit für die große Pause ist. Von einer langen Pause halten Konstantin, Johannes und Julian allerdings wenig. Sie laufen auf die andere Seite der Linzgauhalle zu Wegmann und fordern: "Wir wollen weitermachen!" Pause muss sein, sagt Wegmann, die haben Kinder noch einige Stunden vor sich. So viel Eifer freut ihn natürlich trotzdem. "Es macht viel Spaß, mit Kindern zu trainieren und ich finde es sehr gut für ihre Entwicklung, wenn sie ins Vereinsleben kommen". Das Wichtigste überhaupt: "Sie sollen Freude am Sport haben." Die haben sowohl die Jungs als auch die vier Mädchen - nach eigener Aussage sogar "sauviel Spaß". Zwischen Stangen im Slalom dribbeln, Reaktionsschnelligkeit und Ballgeschick trainieren und natürlich in Mannschaften spielen und Tore schießen - da sind alle konzentriert bei der Sache. "Heute Nachmittag spielen wir mit vier Mannschaften Champions League", erklärt Julia Stenske.

30.9.2014 600 Euro Schaden beim Ausparken

Mit rund 600 Euro beziffert die Polizei den Schaden, den es durch eine leichte Kollision beim Ausparken gegeben hat. Der Firmenwagen eines 52-Jährigen war auf einem der Stellplätze gegenüber der Tiefgaragenausfahrt Spiegelberg beschädigt worden.

Es handelt sich um einen Audi A 6 Avant mit TUT-Kennzeichen. Der Streifvorgang muss sich zwischen Samstag, 18 Uhr, und Sonntag, gegen 12 Uhr, ereignet haben. Weiß-silberne Lackantragungen könnten auf die Farbe des Verursacherfahrzeugs schließen lassen. Zeugen werden gebeten, Kontakt mit dem Polizeirevier Friedrichshafen (0 75 41/70 10) aufzunehmen.

29.9.2014 So genießt man den Herbst auf dem Bodensee

Foto So genießt man den Herbst auf dem Bodensee Ein tolles Foto gelang Leserreporter Franz Staab am Sonntagabend nahe Immenstaad. So darf der Herbst gerne ein Weilchen bleiben, oder?

Sonntagabend auf dem Bodensee: Wie Leserreporter Franz Staab ihn vom Yachthafen beim Schloss Kirchberg aus festgehalten hat, lässt sich der Herbst gut aushalten. Haben auch Sie tolle Fotos aus der Region? Schicken Sie sie einfach per E-Mail an leserreporter@suedkurier.de

28.9.2014 Tag der offenen Tür in Kippenhausen: Hightech made by Spacetech

Foto Tag der offenen Tür in Kippenhausen: Hightech made by Spacetech Hunderte Besucher strömen zum Tag der offenen Tür des Unternehmens aus Kippenhausen. Die Gebäude und Projekte beeindruckten alle.

Als der Tag der offenen Tür in seinem Unternehmen ausklang, stand Spacetech-Chef Bernhard Doll mit einem Glas Sekt in der Hand beim Eingang und strahlte. "Ich bin einfach nur happy", sagte er, "es gab so viel positive Resonanz - sowohl gestern, als die Geschäftsfreunde eingeladen waren, als auch heute, wo wir uns allen Interessierten präsentiert haben". Hunderte Besucher sind gekommen, um Spacetech zu erkunden und zu erfahren, was dort gemacht wird. "Ich habe mit etwa 200 gerechnet", sagte Kolja Nicklaus, Leiter der Geschäftsfeldentwicklung, "Schön, dass sich sogar noch deutlich mehr interessieren". Annette Mayer aus Meckenbeuren zum Beispiel. Sie ist mit Ehemann und zwei großen Kindern gekommen, nachdem sie im SÜDKURIER vom Tag der offenen Tür gelesen hat. Wie die anderen Besucher waren sie überall im Gebäude unterwegs, um alles anzuschauen. An Stellwänden gab es Interessantes über die zahlreichen Projekte zu erfahren, an denen Spacetech beteiligt war oder ist. Überall standen Mitarbeiter bereit, die sich sichtlich über das Interesse an ihrer Arbeit freuten und gerne auch ausführlich Fragen beantworteten. Ein kurzer Film erklärte, was sich das Max-Planck-Institut für Ornithologie vom Projekt Ikarus verspricht. Spacetech entwickelt dafür winzige Sensoren, die an Tieren befestigt werden können und per Datenaustausch mit Satelliten über Wanderbewegungen dieser Tiere Auskunft geben sollen. "Dafür gibt es unendlich viele Anwendungsmöglichkeiten", erklärte ein Mitarbeiter, "Tierbewegungen können auf ökologische Veränderungen oder Gefahren durch Naturkatastrophen hinweisen, oder auch auf Veränderungen bei Meeresströmungen". Auch die zugehörigen Antennen und die Verarbeitungs-Elektronik, die Ende 2015 auf die Reise zur Raumstation ISS gehen sollen, werden bei Spacetech entwickelt und getestet. Wie Tests, etwa für die von Spacetech schon für mehrere Satelliten gebauten Solarpanels zur Energieversorgung aussehen, erklärte ein anderer Film. Auch der Blick in die Labors und Werkstätten oder durch ein Fenster in den Reinraum, in dem Satellitenkomponenten hergestellt werden, interessierte viele Besucher. "Die doppelte Raumhöhe hier ermöglicht, auch ganze Satelliten zu integrieren", erklärte Mitarbeiter Hanjo Schäfer. So viele Eindrücke ließen sich am besten bei Speis und Trank an den Tischen in der "Lunchsite" verarbeiten. Die Einladung dazu wurde von den Besuchern auch gerne angenommen.

25.9.2014 Spacetech will komplette Satelliten bauen

Foto Spacetech will komplette Satelliten bauen Einzelne Komponenten für Satelliten baut die Firma Spacetech aus Immenstaad-Kippenhausen schon, aber damit gibt sich Firmenchef Bernhard Doll nicht zufrieden. Am Freitag öffnet das Unternehmen seine Pforten zum Tag der offenen Tür.

In zehn Jahren entwickelte sich Spacetech aus Immenstaad-Kippenhausen zu einem Unternehmen mit 65 Mitarbeitern. Spacetech-Chef Bernhard Doll spricht über die Anfänge und seine Ziele. Mit wie vielen Mitarbeitern fingen Sie an? Wir waren in den ersten Monaten genau zwei. Es war ziemlich mutig, als so kleines Unternehmen in einen Markt zu gehen, der von großen Firmen dominiert wird. Ich kannte ja den Markt. Aus meiner langjährigen Arbeit auf diesem Gebiet kannte ich die Raumfahrtgemeinde. Ein gewisses unternehmerisches Wagnis gehörte natürlich dazu. Das Unternehmen ist ziemlich schnell gewachsen. Sagen wir mal, wir sind ziemlich kontinuierlich gewachsen. In den vergangenen zwei Jahren haben wir uns allerdings verdoppelt. Wir sind jetzt 65 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr wurden die Kriterien einer Kleinfirma überschritten: Wir sind jetzt eine mittelständische Firma. Das machte es allerdings auch nötig, eine Zwischenebene in der Organisation einzuführen. Davor gab es nur den Chef und eine Ebene von Mitarbeitern? Ja, bis zum Frühjahr dieses Jahres sind wir ziemlich hierarchielos gefahren. Aber bei der jetzigen Mitarbeiterzahl geht das nicht mehr. Wollen Sie noch weiter wachsen? Das kann man sich nicht unbedingt aussuchen. Wir haben vor zwei Jahren zwei größere Auftragspakete bekommen, die eigentlich zu groß für uns waren. Bei der langen Akquise im Vorfeld haben wir natürlich dreimal überlegt, bevor wir solche Aufträge nicht annehmen. Es bedeutete aber, dass wir sehr schnell Personal aufbauen und einarbeiten mussten. Und auch die Infrastruktur, sprich der Neubau, musste her. Sie sind in einem sehr speziellen Gebiet unterwegs, da brauchen Sie auch sehr spezielle Mitarbeiter. Wie schwierig ist es, die zu finden? Ich hätte mir anfangs gewünscht, dass mehr von den früheren Kollegen Interesse hätten - das habe ich damals anders eingeschätzt. Es sind schließlich einige gekommen, aber der überwiegende Teil der Mitarbeiter, viele junge Leute, kamen über Neueinstellungen, aber auch als Quereinsteiger zum Beispiel aus Forschungsinstituten. Fast alle Mitarbeiter haben ein Hochschulstudium. Deshalb versuchen wir, soweit möglich, Hierarchien zu vermeiden. Wenn ich mir anschaue, mit wie vielen Unternehmen Sie weltweit zusammenarbeiten, habe ich den Eindruck, dass Sie sich in der Branche einen guten Namen gemacht haben. Es war eine gewisse Überraschung für uns, dass wir in den ersten Jahren unser Geld vor allem im sogenannten kommerziellen Export verdient haben - mit Taiwan, Korea und so weiter. Jetzt haben wir auch europäische und deutsche Auftraggeber. In welchen Bereichen sind Sie jetzt tätig? Sind es die 2004 angepeilten? Nein. Jedenfalls nicht ganz. Ursprünglich kamen wir ja von den Satellitensystemen - und wir haben nach wie vor die Vision da wieder hinzukommen, also komplette Satteliten zu bauen. Man muss sich da allerdings etwas hochdienen. Wir bauen Satellitenkomponenten, die eine große Bandbreite abdecken - Elektronik, Mechanik, Sensorik. Damit können wir unsere praktische Erfahrung demonstrieren. Gerade entwickeln wir in einem größeren Arbeitspaket ein wissenschaftliches Instrument für die amerikanisch-deutsche Mission "Grace Follow On", deren Ziel es ist, das sich ständig verändernde Schwerefeld der Erde zu vermessen. Gibt es noch andere große Projekte? In einem Projekt namens "Ikarus" bearbeiten wir gerade mit dem Max-Planck-Institut für Ornithologie ein größeres Aufgabenpaket. Die Idee dabei ist, Kleintiere und Vögel als Sensoren einzusetzen. Man weiß, dass Tiere, etwa bei bevorstehenden Vulkanausbrüchen, über eine Art siebten Sinn verfügen, den wir Menschen noch nicht ganz begreifen. Wir bauen gerade einen Sensor, der an kleinen Tieren befestigt werden soll. Dieser wird einen GPS-Empfänger haben, Daten sammeln und diese zum richtigen Zeitpunkt zu einem Satteliten senden. Da der Sensor inklusive Batterie nicht mehr als fünf Gramm wiegen darf, kann die Sendeleistung nur klein sein. Als Gegenstück dazu entwickeln wir die Antennen zum Empfang der Daten. Die sollen an der Raumstation ISS befestigt werden. Sie arbeiten manchmal in ein und demselben Projekt mit Amerikanern und Russen zusammen. Spüren Sie da gerade die politischen Spannungen? Es sind sogar Amerikaner, Russen und Ukrainer in einem aktuellen Projekt. Vor etwa vier Wochen waren etwa zehn Entwickler aus der Ukraine, dazu fünf russische Militär-Angehörige und einige US-Amerikaner hier bei uns in Kippenhausen zu einer Besprechung. Alle kennen einander gut und es waren keine Aggressionen zu spüren. Natürlich wünschen sich alle, dass die Arbeit bald wieder ohne politische Belastungen in Frieden weitergeht. Spacetech öffnet am Freitag, 26. September, die Türen Das Hightech-Unternehmen Spacetech aus Immenstaad-Kippenhausen präsentiert sich und seine Produkte beim Tag der offenen Tür am Freitagnachmittag. Auf der Suche nach einem Hightech-Unternehmen würde sicher niemand zufällig in die Seelbachstraße im Immenstaader Ortsteil Kippenhausen einbiegen. Trotzdem führt das schmale Sträßchen Kunden aus fast allen Erdteilen zum dort beheimateten Unternehmen Spacetech. Die Firma: Vor zehn Jahren starteten Bernhard Doll und Jost Munder als Zwei-Mann-Unternehmen in einem Wohnhaus, inzwischen ist Spacetech auf 65 Mitarbeiter gewachsen und nahm vor Kurzem sein zweites modernes Büro- und Fertigungsgebäude in Betrieb. Das Leistungsspektrum des Unternehmens ist breit. Satelliten-Komponenten sind dabei ein Schwerpunkt. So entwickelt und baut Spacetech Komponenten für sogenannte Satellitenbusse. Dazu gehört alles, was ein Satellit zum Betrieb braucht, etwa Energieversorgung und Antrieb. Außerdem wird bei Spacetech so genannte Nutzlast entwickelt und gebaut. Das sind Instrumente, die ein Satellit zur Erfüllung seiner Aufgabe benötigt, oder Instrumente, die in Raumfahrzeugen oder -stationen zum Einsatz kommen. Ein großer Auftrag, der aktuell bearbeitet wird, ist ein Messinstrument für das Satelliten-Projekt "Grace Follow on". Dabei geht es um die Erfassung von Veränderungen im Schwerefeld der Erde. Auch für den Einsatz auf der Erde entwickelt die Firma Hochtechnologie. Darunter sind winzige Sensoren, die helfen sollen, den siebten Sinn von Tieren etwa zur Vorhersage von Naturkatastrophen zu nutzen. Tag der offenen Tür: Am morgigen Freitag, 26. September, öffnet Spacetech von 16 bis 19 Uhr seine Türen. "Wir werden ein paar Stationen vorbereiten, die erklären, an was wir hier arbeiten und wie bei uns gearbeitet wird", kündigt Bernhard Doll an. "Es sind auch interessante Maschinen zu sehen, etwa der Shaker, mit dem simuliert wird, wie bei einem Raketenstart alles durchgeschüttelt wird." Nicht nur auf interessierte Laien freut sich Doll: "Wir wollen auch bekannt machen, dass wir Interesse an erfahrenem Personal haben." Auch Musik gibt es beim Tag der offenen Tür: Die Immenstaader Kapelle "Auf Gehts" wird für die Besucher spielen. Getränke und Häppchen gibt es außerdem. (gik) Zur Person Bernhard Doll hat 2004 zusammen mit Jost Munder in Kippenhausen die Firma Spacetech gegründet. Doll hat in Darmstadt Maschinenbau studiert und kam 1978 als Ingenieur nach Immenstaad zu Dornier. Eher zufällig landete er dort im Bereich Raumfahrt. 26 Jahre lang war er dort tätig, zuletzt als Bereichsleiter, bevor er sich selbstständig machte.

25.9.2014 Hafen soll schöner werden

Der Immenstaader Yachtclub möchte am Hafengebäude einige Änderungen vornehmen und legte dem Gemeinderat die Pläne dazu vor. Vorbehalte gab es vom Gemeinderat weder gegen den Anbau einer Terrasse für Clubmitglieder an der Nordseite noch für einen mit Rollstuhl befahrbaren Zugang zur öffentlichen Terrasse über eine Rampe von der Südostseite.

Auch gegen einen weiteren Zugang zur Terrasse über Stufen von der Südseite her und gegen Markisen gab es keine Einwände. Ausdrücklich begrüßt wurde einhellig, dass für den Bereich, in dem an der Ostseite Warenanlieferung erfolgt und Leergut gelagert wird, ein Sichtschutz angebracht werden soll. Nicht einverstanden waren die Gemeinderäte allerdings mit der Idee, die Eingänge zum öffentlichen WC mit einem Sichtschutz aus Pflanzkübeln zu versehen. Die Eingänge sollten nicht versteckt, sondern von den Gästen leicht gefunden werden, so der Tenor. Der Yachtclub hatte außerdem bei der Gemeindeverwaltung angefragt, ob diese bereit sei, sich an den Kosten zu beteiligen, die bei der diesjährigen Ausbaggerung der Hafeneinfahrt anfielen. Es waren rund 20 000 Euro. Begründet wurde dieser Wunsch damit, dass Untersuchungen des Sediments ergeben haben, dass ein Teil davon aus dem in Rohre gefassten Kogenbach stammen, der unterhalb des Landestegs in den See geleitet wird. Für die Gewässerunterhaltung ist die Gemeinde zuständig. Der Rat bewilligte eine Beteiligung von 5000 Euro, "aus eigener Zuständigkeit und nicht als Zuschuss zu den Betriebskosten des Hafens", betonte Bürgermeister Jürgen Beisswenger. Die Betriebskosten habe der Verein selbst zu tragen, genauso wie die Kosten der gewünschten Umbauten am Häfele.

24.9.2014 Schusswunden und verdächtige Spuren: Treiben Wilderer ihr Unwesen im Bodenseekreis?

Foto Schusswunden und verdächtige Spuren: Treiben Wilderer ihr Unwesen im Bodenseekreis? Unbehagen macht sich langsam unter Jägern im Bereich Immenstaad, Markdorf-Ittendorf und Bermatingen-Ahausen breit. Mehrere Vorfälle lassen den Verdacht aufkommen, dass Wilderer in der Region zugange sind.

Die Vorfälle wurden laut Polizei in den vergangenen vier Monaten registriert. So wurde eine runde Kugel mit zirka 20 Millimetern Durchmesser im Holz einer Gartenhütte gefunden. Ein überfahren geglaubtes Reh hatte eine Ein- und eine Ausschusswunde im Körper, was laut Mitteilung auf einen Vorderlader deuten könnte. Zwei verendet aufgefundene Rehe wiesen Schussspuren einer Kleinkaliberwaffe auf. Nach kürzlich vernommenen Schüssen war wohl kein Jagdberechtigter auf Jagd, jedoch wurden Spuren gefunden, die auf ein erlegtes Wildschwein und dessen Abtransport hindeuten. Die Ermittler bitten Spaziergänger oder andere Personen, denen im Bereich Immenstaad, Ittendorf und Ahausen Besonderheiten auffallen, sich unverzüglich an die Polizei wenden.

24.9.2014 Kämmerer legt neue Zahlen vor

Der Nachtragshaushalt macht eine höhere Rücklagenentnahme nötig. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt zum Jahresende auf 99 Euro

Wegen Veränderungen bei den Ein- und Ausgaben der Gemeinde hat Kämmerer Matthias Hermann dem Gemeinderat einen Nachtragshaushalt vorgelegt. Deutlich höher als zu Jahresbeginn werden jetzt die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und bei der Gewerbesteuer prognostiziert. Sie werden voraussichtlich um mehr als 630 000 Euro steigen. Ein Großteil davon muss allerdings gleich weder ausgegeben werden: Die größte Summe fällt für die gesetzlich vorgeschriebene Förderung der Betriebskosten freier Träger der Jugendhilfe an. Alles in allem bleiben von den Mehreinnahmen 282 000 Euro übrig, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Dort können die ursprünglich eingeplanten Einnahmen aus Grundstücksverkäufen im Gebiet Stockwiesen noch nicht in diesem Jahr erzielt werden. Der Posten von 600 000 Euro wurde ins kommende Haushaltsjahr verschoben. Auf der Ausgabenseite werden jetzt die Kosten für die Unterbringung einer gestiegenen Zahl von Asylbewerbern um 200 000 Euro höher geschätzt als bisher. Die Sanierung der Schulstraße wird ebenfalls um 190 000 Euro teurer als geplant, da sich nach dem Abfräsen der Deckschicht zeigte, dass auch der komplette Unterbau erneuert werden muss. Außerdem belasten die Neubeschaffung des nach Diebstahl und Unfall schrottreifen MTW der Feuerwehr sowie der Kauf und Abriss des Gebäudes Montfortstraße 1 die Gemeindekasse mit größere Summen. Über die veranschlagten Kosten von 40 000 Euro zusätzlich zu den bereits eingeplanten 50 000 Euro für die EDV-Ausstattung der Schule gab es von mehreren Fraktionen Einwände. Hier sollen jetzt eine gründliche Planung für Klarheit darüber sorgen, was tatsächlich nötig und sinnvoll ist. Insgesamt müssen aus den allgemeinen Rücklagen der Gemeinde etwa 970 000 Euro mehr entnommen werden, als geplant. Die Rücklage verringert sich damit auf etwa 1,8 Millionen Euro. Erfreuliches hatte der Kämmerer zum Schuldenstand zu sagen. Dieser sinkt zum Jahresende auf etwa 630 000 Euro. Umgerechnet auf den Pro-Kopf-Wert sind das 99 Euro.

24.9.2014 Letzte Runde für Steigwiesen II

Zum letzen Mal soll der Bebauungsplan Steigwiesen II jetzt öffentlich ausgelegt werden. Der Immenstaader Gemeinderat einigte sich, keine Änderungen mehr daran vorzunehmen, die über die nach der jüngsten Auslegung vorgenommene kleinen Änderung hinausgehen.

Diese wurde nötig, weil die untere Naturschutzbehörde bemängelte, dass für das kleine Teilgebiet B, das für eine Erweiterung der Firma Dauwalter vorgesehen ist, das Retentionsbecken außerhalb des Plangebietes eingezeichnet war. Es wurde jetzt ins Plangebiet verlegt. Nichts geändert hat sich am wesentlich größeren Teilgebiet A. Hier soll der MTU eine Option für einen Erweiterungsbau in unmittelbarer Nachbarschaft zum Materialwirtschaftszentrum auf Klufterner Gemarkung angeboten werden.

24.9.2014 Immenstaad ändert die Zweitwohnungssteuer

Rückwirkend zum 1. Januar hat der Gemeinderat eine neue Steuersatzung beschlossen. Für Zweitwohnungen gibt es keine Obergrenze mehr

Der Immenstaader Gemeinderat hat die Zweitwohnungssteuer neu geregelt. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts hatte im Januar die Steuersatzungen zu Zweitwohnungen der Stadt Konstanz für nichtig erklärt, da dabei die Bewohner teurer Zweitwohnungen einen prozentual niedrigeren Betrag zu zahlen hatten, als die Bewohner günstigerer Wohnungen. Immenstaad erhebt seit etlichen Jahren ebenfalls Steuern auf Zweitwohnungen und benutzt dabei ein Stufenmodell, bei dem es eine Obergrenze gibt. "Dieses Modell deckte - mit Ausnahme von dreien - alle Fälle bei mehr als 400 Personen ab, die in Immenstaad Zweitwohnungssteuer zahlen müssen", erklärte Kämmerer Matthias Hermann. Um Auswirkungen des Gerichtsurteils vorzubeugen, wurde jetzt die Deckelung abgeschafft. Als Untergrenze sind in der geänderten Steuersatzung 300 Euro für einen jährlichen Mietaufwand bis zu 1500 Euro angegeben, dann steigt die Summe pro 750 Euro Mietaufwand um jeweils 150 Euro. Die Änderung habe für diejenigen Steuerpflichtigen Auswirkungen, die bisher von der Deckelung profitierten, erklärte Bürgermeister Jürgen Beisswenger. Die neue Regelung soll rückwirkend zum Jahresbeginn gelten. Für alle, die eine Zweitwohnung besitzen oder nutzen, ohne Miete zu zahlen, soll künftig der jährliche Mietaufwand nach dem aktuellen Mietpreisspiegel der Gemeinde geschätzt werden. Dieser Mietspiegel sei in Arbeit und könne bald vorgestellt werden, gab der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung bekannt.

23.9.2014 Schneider Group wird abgewickelt - Firmengebäude schon verkauft

Foto Schneider Group wird abgewickelt - Firmengebäude schon verkauft Die Maschinen der Ch. Schneider Group in Immenstaad werden am Dienstag versteigert. Bis Ende August gab es noch eine Auslaufproduktion. Das Firmengebäude ist bereits verkauft.

Die Maschinen der Ch. Schneider Group in Immenstaad werden am heutigen Dienstagvormittag, 23. September, versteigert. Das Unternehmen war im Februar 2014 zahlungsunfähig geworden. Nach Auskunft eines Sprechers der Pluta Rechtsanwalts GmbH, die mit dem Insolvenzverfahren betraut ist, ist das Firmengebäude bereits verkauft. Die Geschäftsbereiche Engineering und Metal sind im Insolvenzverfahren, der Bereich Plastics, als GmbH eingetragen, wird liquidiert. Eine Auslaufproduktion für Restaufträge lief bis Ende August. Die Mitarbeiter des Unternehmens erhielten nach Auskunft des Pluta-Sprechers Kündigungen. Dies waren Ende Mai noch 39. Ausgangspunkt für die schlussendliche Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens soll eine Auftragsloch in der Finanzkrise 2008 gewesen sein. Ursprünglich war als vorläufige Insolvenzverwalter die Kanzlei Fröhlich und Hezel bestellt worden. Diese wurde aber im Mai "aus wichtigem Grund" von der Pluta Rechtsanwalts GmbH, unter anderem mit Niederlassung in Ulm, abgelöst, was Matthias Grewe, Direktor des zuständigen Amtsgerichts Ravensburg, bestätigte. Im Februar diesen Jahres, als noch die Kanzlei Fröhlich und Hezel, die unter anderem eine Niederlassung in Friedrichshafen hat, zuständig war, hatte es zunächst geheißen, die Produktion laufe weiter und die Löhne der damals knapp 60 Beschäftigten seien durch das so genannte Insolvenzausfallgeld gesichert. Es soll fünf potentielle Interessenten für den Kauf von Ch. Schneider gegeben haben. Von Seiten Plutas hieß es dazu: "Wir konnten keinen Käufer finden". Interesse reiche nicht, irgendwann müsse jemand auch einen angemessenen Kaufpreis bezahlen. "Aus Sicht der Gemeinde ist das bedauerlich", meinte Bürgermeister Jürgen Beisswenger am Montag auf Nachfrage. Ch. Schneider habe sich von einer Garagenfirma zu einem mittelständischen Vorzeigeunternehmen entwickelt. Aber manchmal gebe es halt technische und kaufmännische Entwicklungen die in eine andere Richtung führten. Er hoffe, dass es in dem Büro- und Fabrikgebäude in irgendeiner Form Nachmieter geben werde. "Ich weiß, dass es Interessenten gibt", so Beisswenger, aber dies sei nicht Angelegenheit der Gemeinde, sondern des jetzigen Eigentümers. Ch. Schneider fertigte unter anderem Leichtbaugruppen für den Flug-, Bahn- und Lastwagenbereich sowie für die ambulante medizinische Versorgung. Ein Hauptkunde war Recaro.

23.9.2014 Großer Spaß mit kleinen Filzbällen

Foto Großer Spaß mit kleinen Filzbällen Der Familientag beim Tennisclub lockt zwar nur wenige Besucher an. Aber die Veranstalter dürfen sich über drei neue Mitglieder freuen

Die Wetterbedingungen waren prima, das Angebot auch - trotzdem zog es am Samstag nur wenige zum Familientag des Tennisclubs Immen staad. Ein Stück sind die Veranstalter ihrem Ziel aber dennoch näher gekommen. Wie viele Vereine möchte der Tennisclub neue Mitglieder gewinnen - besonderer Wert wird dabei auf den Nachwuchs gelegt. Spezielle Angebote für die jungen Spieler macht der Immen staader Club nicht nur am Familientag. Etwa mit dem einfachen Einstieg für Kinder ab vier Jahren nach der "Play & Stay"-Methode, erklärt Jugendwartin Palma Rockstroh. Dabei wird mit einem größeren Schläger und weichen Bällen auf einem kleineren Platz und über ein niedrigeres Netz gespielt. "Kinder sind am besten zu motivieren, wenn ihre Eltern hinter einer Sache stehen und im besten Fall selbst Freude daran haben", sagt Rüdiger Dube, der stellvertretende Vorsitzende des Immenstaader Tennisclubs (TCI) aus Erfahrung. Beim Familientag wollte der Club Groß und Klein Spaß am Tennis vermitteln. Zum Beispiel mit einer Tennis-Olympiade mit Spielvarianten rund um den gelben Ball, darunter einem Kleinfeld zum Kennenlernen der "Play & Stay"-Methode. Oder bei der Tennisplatz-Rallye, bei der die Teilnehmer das weitläufige Gelände des Immenstaader Clubs kennenlernten und dabei ordentlich ins Schwitzen kamen. Kostenlosen Kuchen und Waffeln gab es für alle, die Teilnehmer an Olympiade und Rallye wurden mit Preisen belohnt. Für erwachsene Einsteiger gab es beim Familientag ein kostenloses Probetraining mit einem professionellen Tennislehrer. Der konnte sich viel Zeit für die wenigen Teilnehmer nehmen - die profitierten und hatten sichtlich Spaß dabei. Das niedrige Besucherinteresse erklärten sich die Macher unter anderem damit, dass Tennis generell nicht mehr so viel öffentliche Aufmerksamkeit genießt, wie zu den besten Zeiten von Steffi Graf und Boris Becker. "Inzwischen haben sich die Mitgliedszahlen stabilisiert", sagt Dube. "Aber es wäre doch schön, mehr Nachwuchs zu haben." Das immerhin hat der Club beim Familientag erreicht: "Wir haben heute drei Familien als neue Mitglieder gewonnen", freut sich der Vorsitzende Alexander Mohr.

19.9.2014 Flüchtiges wird Erscheinung

Foto Flüchtiges wird Erscheinung Heute Eröffnung: Silvia Heger zeigt Papierobjekte und Installationen in der städtischen Galerie Tettnang

Man denkt an Dunst, an wehenden Rauch, an eine Licht-Erscheinung. An Flüchtiges und Immaterielles eben, das vorübergehend Gestalt annimmt und alsbald wieder entschwinden wird. Kunst ohne Bodenhaftung macht Silvia Heger mit ihren Papierobjekten und Installationen deshalb aber nicht. "Leichtigkeit im Raum" ist der Titel ihrer Ausstellung in Tettnang, und fragt man sie, warum Leichtigkeit für ihre Kunst die zentrale Rolle spielt, sagt sie: "Weil so wenig von ihr in der Welt ist. Vieles ist so unheimlich schwer." "Schwere los" heißt denn auch Silvia Hegers jüngste Serie von Objekten, zu der seit ihrem Tag des offenen Ateliers im Mai zahlreiche weitere hinzugekommen sind. Ihren Namen lösen sie wie von selbst ein, diese Gebilde, die aus wenig mehr als einer zur Decke strebenden Wuchsrichtung zu bestehen scheinen. Ähnlich wie Wasserpflanzen dem Licht entgegen wachsen - also ohne eine starke, stützende Struktur zu benötigen - so streben Hegers Objekte aus verschlungenem Draht und getrockneter Papiermasse in die Höhe. Von der Luft selbst scheinen sie gestützt zu werden, wie Algenstränge vom sie umgebenden Wasser. Aber Luft, die "stützt?" Das klingt, als würde Silvia Hegers Kunst eben jene physikalischen Gesetze außer Kraft zu setzen, denen wir unser beschwertes Lebensgefühl mit zu verdanken haben. Und eben darin liegt ihr Zauber. Diese Papierobjekte sind von Künstlerhand geformt, aber gebändigt wirken sie nicht. Der geschlungene Draht wirkt, als sei er auf diese Weise gewachsen und habe mäandernd seinen Weg gefunden, dem das Auge zu folgen versucht, bis es im Gesamtgeflecht die Spur schließlich wieder verliert. Trotz der amorphen Gesamtformen sind die Gebilde der "Schwere los"-Serie überreich an klaren Strukturen; klar wie in die Luft gezogene Skizzenstriche, die Waben, Nester und Öffnungen bilden, in denen sich der Blick verirrt. Verwirrend auch, dass diese dreidimensionalen unregelmäßigen Netzgespinste oftmals nur dazu geschaffen scheinen, um ihrerseits große Durchlässe zu weben: Die improvisierten Gitterstrukturen schließen sich zur geöffneten Kugelform oder zum Ring. Ihre Durchlässigkeit hält und bannt die Erkundungslust des Blicks, sonst aber halten sie nichts. Auch keine konventionellen Kräfte, die für Auftrieb sorgen könnten. Wie der Fesselballon die geschlossene Hülle braucht, um abzuheben, brauchen Hegers Gebilde hierfür die an unzähligen Stellen durchbrochene. Leichtigkeit erhascht man nicht mit schwerem Gerät. Der "Leichtfänger" ist das ihr angemessene Werkzeug. Silvia Heger hat in der zweiten so benannten Werkgruppe eine ganze Reihe davon entwickelt. Die Leichtfänger erinnern an Werkzeuge, die einer nie gewesenen mythischen Zeit eher entstammen als einer archaischen, die in ihren Relikten unvermeidlich von der Mühsal der Selbsterhaltung der Menschen erzählen müsste. Von dieser Mühsal sind die Leichtfänger frei. Sie bestehen aus Astwerk, das mit Garn und Papiergewebe verspannt wird. In eine erdachte Form gezwungen wird das frisch geschnittene junge Holz von Silvia Heger nicht. "Ich mache es umgekehrt. Ich gehe vom Ast aus und suche nach der Richtung, in die er gehen möchte." Vielleicht funktioniert ein Leichtfänger damit ja wie in der Theorie eine Wünschelrute, die bricht, wenn man sie entgegen ihres Wuchses biegt. Verführe man so, bliebe der Rute die Wasserader verborgen und der Leichtfänger würde nie die Leichtigkeit wittern. Ob es sich bei den wie zugeflogen wirkenden Papierfasern an den Saiten der Leichtfänger nun um materialisierte Leichtigkeit handelt? Wenn man Silvia Hegers Arbeiten als Metaphern begreift, wohl schon. Und metaphorisch ist ihre Kunst ja auch gedacht. Mit den Augen gesehen hat das Gefühl der Leichtigkeit schließlich noch niemand. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie im Schlosspark in Tettnang (Altes Forstamt) wird heute um 19 Uhr eröffnet. Zu sehen ist sie bis 19. Oktober von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr.

17.9.2014 Silvia Heger ab Freitag in Tettnang

Foto Silvia Heger ab Freitag in Tettnang In unserer Ankündigung der Ausstellung "Leichtigkeit im Raum" von Silvia Heger in der städtischen Galerie im Schlosspark in Tettnang wurde ein Fehler gemacht: Die Vernissage findet nicht am heutigen Mittwoch um 17 Uhr statt, sondern erst an diesem Freitag, 19. September, um 19 Uhr. Die Vielseitigkeit des Werkstoffes Papier fasziniert Silvia Heger seit Beginn ihrer künstlerischen Arbeit.

Papier - ein Material, fragil und doch fest, wird vor allem im asiatischen Raum wegen seiner Lichtdurchlässigkeit und Leichtigkeit in der Raumarchitektur geschätzt. Asiatisch inspiriert wirken auch Hegers Arbeiten in ihrer Klarheit, Leichtigkeit und Anmut. Ihre Plastiken, Objekte und Rauminstallationen sind meist eine Kombination von Drähten, handgeschöpften Papieren, Astwerk und Papierstoff. Zu sehen bis 19. Oktober, jeweils Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr.

17.9.2014 Silence-Beläge schaffen Ruhe im Raum

Foto Silence-Beläge schaffen Ruhe im Raum Überall, wo es leiser zugehen soll und ein glatter Boden gefragt ist, sind unsere Silence-Beläge eine sehr gute Wahl, sagt Simone Reiser-Hiss von Bodenbeläge am See. Einen echten Mehrwert biete ein solcher lärmdämmender Boden immer dort, wo Gäste besonderen Wert auf Komfort und Ruhe legen, also in Hotels, Ferienwohnungen und Gästezimmern.

17.9.2014 Vier neue Gesichter im Gemeinderat Immenstaad

Foto Vier neue Gesichter im Gemeinderat Immenstaad Bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause verpflicht Bürgermeister Jürgen Beisswenger die bewährten und die neuen Gemeinderäte per Handschlag. Beratende Ausschüsse für Umwelt und Tourismus gibt's künftig nur bei Bedarf

In der ersten Sitzung nach der Sommerpause ist der Immenstaader Gemeinderat mit den vier im Mai neu gewählten Ratsmitgliedern in die Legislaturperiode gestartet. In jeder Fraktion gibt es ein neues Mitglied: Bei den FWI ist es Ruth Dickreiter, bei der CDU Stefan Siebenhaller, bei den Grünen Martin Gomeringer und bei der SPD Renate Schwarz-Govaers. Die bewährten und die neuen Gemeinderäte wurden per Handschlag verpflichtet. Alle Wahlen erfolgten einstimmig. Zum ersten Stellvertreter des Bürgermeisters wurde Edwin Brügel (FWI), zur zweiten Stellvertreterin Margot Rauber (CDU) gewählt. Wie vom Ortschaftsrat Kippenhausen vorgeschlagen, wählte der Gemeinderat Martin Frank zum ehrenamtlichen Ortsvorsteher von Kippenhausen und Frenkenbach und Andreas Raither zu dessen Stellvertreter. In den Technischen Ausschuss wurden gewählt: Edwin Brügel, Hubert Langenstein, Kurt Reichel (FWI); Martin Frank, Alexander Mohr, Stefan Siebenhaller (CDU); Markus Böhlen, Angelika Bauser-Eckstein (Grüne) und Ernst Deisenberger (SPD). Als Vertreter im gemeinsamen Ausschuss mit der Stadt Friedrichshafen wurden Helga Bauer und Andreas Graf (FWI), Martina Mohr (CDU) und Markus Böhlen (Grüne) gewählt. Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich aus dem von Angelika Bauser-Eckstein (Grüne) gestellten Antrag, die beratenden Ausschüsse zu den Themen Umwelt und Tourismus, in denen auch fachkündige Bürger vertreten sind, wieder einzurichten. Die große Mehrheit des Rates sprach sich dafür aus, solche Ausschüsse künftig nur nach Bedarf für abgegrenzte Themen einzurichten. In seiner Einführungsrede sprach Bürgermeister Jürgen Beisswenger die Themen an, die schon jetzt auf der Tagesordnung stehen. Dazu gehört Städtebauliches, wie die Bebauung im Gebiet Stockwiesen, der Bebauungsplan Austraße in Kippenhausen, Hardt-Horn West, der Neubau des Kindergartens Seegaddel und ein Konzept für ein Sport- und Bildungszentrum. "Wir werden in den nächsten Jahren ein weit über 20 Millionen Euro schweres Sanierungs- und Modernisierungsprogramm zu bewältigen haben, wenn wir wollen, dass unsere Anlagen und Einrichtungen in einem guten Zustand bleiben", betonte der Bürgermeister. Außerdem werde sich die Gemeinde mit Planungen im Zusammenhang mit der B 31 beschäftigen müssen, mit einem lärm-reduzierenden Asphalt für die L 207, mit der Meersburgerstraße und dem Frickenwäsele. Ein ganz anderes wichtiges Thema: die ärztliche Versorgung im Ort in der Zukunft.

16.9.2014 Familientag beim Tennisclub

Foto Familientag beim Tennisclub Der Tennisclub Immenstaad organisiert am 20. September einen Familientag. Er will Kinder, aber auch Erwachsene für den weißen Sport begeistern.

Einen Familiennachmittag mit viel Spaß und Bewegung und Gratis-Angeboten organisiert der Tennisclub Immenstaad (TCI) am Samstag, 20. September, auf seiner Anlage im Sportzentrum. Los geht es um 14 Uhr. "Wir wollen vor allem Kinder und natürlich auch ihre Eltern ansprechen, aber es sind einfach alle willkommen, die mal in den Tennissport hineinschnuppern wollen", sagt Jugendwartin Palma Rockstroh. "Tennisspielen kann man in jedem Alter", ergänzt der Vereinsvorsitzende Alexander Mohr. "Anfangen kann man ab etwa drei Jahren und wir haben Mitglieder, die mit über achtzig Jahren noch regelmäßig spielen." Für alle, die den Sport mal ausprobieren wollen, wird am Familientag auf dem Hauptplatz ein kostenloses Probetraining mit einem staatlich geprüften Tennislehrer angeboten. "Es wäre schön, vorher zu wissen, wie viele daran teilnehmen wollen", sagt Palma Rockstroh und bittet um telefonische Anmeldung. "Dann können wir das besser koordinieren." Interessierte brauche keine Ausrüstung: "Schläger und Bälle können geliehen werden." Die anderen Plätze stehen zum freien Spiel zur Verfügung, soweit sie nicht für die Tennis-Olympiade oder die Tennisplatz-Rallye gebraucht werden. "Bei der Tennis-Olympiade können Eltern und Kinder die Stationen gemeinsam meistern", kündigt Rockstroh an. Sie verrät nur so viel: "Alle Stationen haben mit Bällen zu tun, Koordination und Ballgefühl sind gefragt - und natürlich Teamarbeit." Die Tennisplatz-Rallye hingegen fordere vor allem Kombinationsvermögen und Schnelligkeit. Auch dabei ist für viel Bewegung im Freien gesorgt. "Es ist schon eine Herausforderung, auf unserem großen Gelände mit Hilfe einer Karte die versteckten Stempel zu finden", sagt Rockstroh. Zum Gelände gehören nämlich nicht nur die sieben terrassenförmig angelegten Plätze, sondern auch eine sehr große Grünanlage - fast schon ein kleiner Wald. "Auch unsere Ballwand ist immer ein großer Spaß für die Kinder", sagt die Jugendwartin. So viel Bewegung macht hungrig. Für alle Kinder gibt es gratis Kuchen und Waffeln und "zur Abrundung des Programms grillen wir auch zusammen Stockbrot". Ein besonderes Zuckerl für alle hat der Tennisclub noch drauf gepackt: "Alle, die am Familientag kommen, erhalten einen Schnuppergutschein", sagt Alexander Mohr. "Damit dürfen sie noch bis einschließlich Oktober kostenlos unsere Anlage nutzen." Schon allein um sich die Anlage anzuschauen, lohne sich der Besuch beim Familientag, sagt Mohr außerdem: "Es ist eine der schönsten Tennisanlagen im ganzen Bodenseekreis." Von der großen Terrasse des Restaurants im Clubhaus könne man alle Plätze überblicken. "Und nach dem Spiel kann man dort gemütlich zusammensitzen und italienisches Essen genießen." Tennisclub Immenstaad Der Verein wurde 1958 gegründet und hat 190 aktive Mitglieder, 40 davon unter 18 Jahren. Vorsitzender ist Alexander Mohr, Stellvertreter Rüdiger Dobe, Kassierer Stefan Schaible, Schriftführer Alexander Domian, Sportwart Oliver Mohr und Jugendwartin Palma Rockstroh. Anmeldungen zum kostenlosen Probetraining beim Familientag am 30. September nimmt Palma Rockstroh entgegen, Telefon 01 72/8 22 54 70. Informationen im Internet: www.tc-immenstaad.de

16.9.2014 Drei Stimmen wie aus einem Guss

"Es ist sehr wohltuend, dass Sie uns diese Stille schenken", lobt Marita Hasenmüller die Zurückhaltung des Publikums. "Applaus ist das Brot des Künstlers", sagt ein Sprichwort - an diesem besinnlichen und stillen Sonntagabend in der gut gefüllten Immenstaader Pfarrkirche St. Jodokus gilt es nur bedingt.

"Brücken bauen mit neuen und alten Liedern: nachdenklich - tröstlich - hoffnungsvoll" ist keine leicht verdauliche Kost. Die Lieder und Texte handeln von Tod, Trauer, Trost und Abschied. Das Frauenvokalensemble "Anima" (Seele), dem neben Marita Hasenmüller außerdem Angelika Fischer und Sabine Hauke angehören, war mit diesem Programm bereits beim Katholikentag in Regensburg vertreten. Das Konzert in St. Jodokus ist nicht der fröhliche und lockere Abschluss eines wunderschönen Spätsommertages, denn es berührt und geht unter die Haut. "Was ist mit mir, wenn ich tot bin?" fragt Hasenmüller, die das Programm moderiert. Aus ihrer Feder stammen etliche der vorgetragenen Vertonungen und Lieder, darunter "Habt keine Angst meinen Namen auszusprechen" und "Es ist als würde die Sonne nie mehr scheinen". Das Repertoire des Trios reicht von klassischer Literatur bis hin zu Eric Claptons "Tears in Heaven". Wie es wohl sein wird im Himmel? Ob mit oder ohne Hasenmüllers Begleitung am Klavier: Der Gesang von "Anima" gibt einen Vorgeschmack darauf, wie es im Himmel klingen könnte. Bei "Amazing Grace" applaudiert das Publikum dann auch kräftig für drei Stimmen, die einander wunderbar ergänzen. Die Lieder greifen die unterschiedlichen Bilder auf, die Menschen in ihrer Auseinandersetzung mit Tod und Trauer nutzten, etwa das Bild der Begleitung. Julia von Hausmann schrieb vor 100 Jahren "So nimm denn meine Hände". In Augenblicken des Abschieds erkennt man, was wesentlich ist. "Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar" intonieren die drei Frauenstimmen mehrstimmig. Die Zeit nutzen, die wir auf dieser Erde haben, fordert Hasenmüller auf, denn: "Was zählt ist nicht die Zahl der Jahre, die wir leben. Was zählt ist, wie viel Leben wir den Jahren konnten geben", singen Hasenmüller, Hauke und Fischer in einem anderen Lied. Dabei bezeugen sie immer wieder die Liebe Gottes, seine Begleitung und Schutz in schweren Zeiten. Schon die Psalmen der Bibel greifen das Thema auf. Felix Mendelssohn Bartholdy etwa vertonte Psalm 91 "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe?" Dietrich Bonhoeffer schrieb im Angesicht des Todes "Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar". "Anima" beschenkt die Zuhörer mit wunderbaren Interpretationen bekannter und vertrauter Texte und Melodien. Und zum Abschluss gibt es kräftigen Applaus. Georg Brendle, der die Immenstaader Konzertreihe bereits seit 18 Jahren organisiert, umrahmte den Auftritt des Vokalensembles mit zwei Orgelstücken, dem Orgelkonzert in B-Dur (Opus 4, Nr. 2) von Georg Friedrich Händel und "Litanies" von Jehan Alain.

14.9.2014 Autofahrer kommt von Straße ab

Ein 21-Jähriger ist am Samstag bei Immenstaad von einer Straße abgekommen und hat zehn Obstbäume sowie Hagelschutz beschädigt, teilt die Polizei mit. Der Sachschaden wird auf rund 6000 Euro beziffert.

Zirka 6000 Euro Sachschaden entstand am Opel Zafira eines 21-Jährigen, teilt die Polizei mit. Der Mann ist am Samstagmorgen gegen 9.45 Uhr bei Hundweiler von der Kreisstraße 7782 abgekommen und zwischen Kippenhausen und Ittendorf in eine Obstplantage gefahren. Hierbei wurden zehn Obstbäume und Hagelschutz beschädigt. Diesen Schaden schätzt die Polizei auf 1000 Euro. Ob an einer Telefonleitung eines gestreiften Mastens Sachschaden entstand, ist noch unklar, berichtet die Polizei.

11.9.2014 "Ganes" zweimal im Winzerkeller

Foto "Ganes" zweimal im Winzerkeller Gleich zweimal tritt das Trio "Ganes" aus Südtirol an diesem Wochenende im Winzerkeller (Hauptstraße 29) in Immenstaad auf - am morgigen Freitag sowie am Samstag, jeweils um 20 Uhr. Ganes sind eigentlich Wasserwesen aus der uralten ladinischen Mythologie, magische Bachbewohnerinnen, Feen und Hexen zugleich.

Das Trio Ganes aber macht anschmiegsame intelligente Popmusik mit alpiner Tönung, die beflügelt wie ein Sonnenstrahl an einem kalten, verregneten Tag. Drei unverwechselbare Stimmen vereinen sich miteinander, mit den Geigen und mit der Idee von einem authentischen Umgang mit dem Leben. Die drei Südtirolerinnen aus dem Dolomitendorf La Val, die Hubert van Goisern auf seinem Konzertschiff als Sängerinnen, Geigerinnen und Percussionistinnen begleitet haben, klingen rätselhaft und melancholisch, freudvoll und erotisch zugleich. Ganes singen auf Ladinisch, der ureigenen Sprache der Südtiroler. Karten gibt es im Vorverkauf für 19 Euro bei Axel Töbel unter Telefon 0 75 45/29 16 und bei Optik Schadow in Immenstaad. An der Abendkasse kostet die Karte 20 Euro.

Quelle:
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