Nachrichten aus Immenstaad und Umgebung

30.10.2014 Halbseitige Sperrungen: Auf der B 31 ist am Donnerstag Geduld gefragt

Foto Halbseitige Sperrungen: Auf der B 31 ist am Donnerstag Geduld gefragt Verkehrsteilnehmer müssen sich am Donnerstag auf der B 31 auf Staus einstellen. Laut Mitteilung der Friedrichshafener Stadtverwaltung sind zwischen dem so genannten Dornier-Knoten bei Immenstaad und dem Ortseingang Fischbachs Reparaturarbeiten zu erledigen.

Offenbar ist kein anderer Termin mehr frei gewesen, um die schadhaften Stellen auf der B 31/Meersburger Straße zu reparieren. "Ursprünglich waren die Arbeiten für letzte Woche geplant. Aber die Witterungsverhältnisse machten es nicht möglich, Asphaltarbeiten auszuführen", erklärt Michael Kindler vom Straßenbauamt Bodenseekreis. Ebenso hätten Messeveranstaltungen die anstehenden Arbeiten in der Zeit davor unmöglich gemacht. Und auch die Sperrung des Friedrichshafener Riedleparktunnels bis voraussichtlich 5. Dezember spielt in die Angelegenheit hinein. Denn die Reparaturen zwischen Immenstaad und Fischbach müssen erledigt werden, bevor es Frost gibt. Und damit sei nach dem 5. Dezember jedenfalls zu rechnen. An rund zehn Stellen zwischen dem Dornier-Knoten und dem Ortseingang Fischbachs sind Risse sowie schadhafte Straßenränder auszubessern. Laut Michael Kindler werden die Ausbesserungen bei halbseitigen Sperrungen verrichtet und sollen noch am selben Tag erledigt sein. "Geplant ist, dass die Arbeiten um 7.30 Uhr beginnen und noch vor Einbruch der Dunkelheit beendet sind." Die Reparaturen des Fahrbahnbelags geschehen vorsorglich, bevor größere Schäden entstehen können. Denn es soll vermieden werden, dass Wasser in Risse eindringen kann. Denn dieses würde bei Frost gefrieren und sich bildendes Eis die Deckschicht der Straße aufbrechen. Aus denselben Gründen ist beim Ausbessern der Straßenabschnitte darauf zu achten, dass es keine Wassereinschlüsse gibt, die gefrieren könnten. Da Herbstferien sind, geht er davon aus, dass die "zusätzlichen Behinderungen nicht so stark ausfallen".

30.10.2014 Zuhause für mehrere Generationen

Foto Zuhause für mehrere Generationen In der Wohnanlage "Lebensräume für Jung und Alt" in Immenstaad leben Senioren und Familien Tür an Tür.

Jung und Alt passen nicht zusammen. Einen alten Baum verpflanzt man sowieso nicht. Und dass junge Familien mit Kindern und Senioren einen gemeinsamen "Lebensraum" bewohnen und dabei nicht nur prima miteinander auskommen, sondern sich auch gegenseitig unter die Arme greifen, ist zu schön, um wahr zu sein. Kann sein, muss aber nicht - und es ist durchaus bemerkenswert, dass so manche Vorurteile und überkommenen Vorstellungen in Bezug auf das Zusammenleben unterschiedlicher Generationen gerade in Zeiten des demografischen Wandels auf den Prüfstand kommen. Beispiel: die Mehrgenerationen-Wohnanlage der Stiftung Liebenau in Immenstaad. Hier wohnen 59 Bewohner unterschiedlichen Alters in 43 Wohnungen mit eineinhalb bis vier Zimmern, mit 40 bis 100 Quadratmetern. Junge, Ältere, Alleinstehende, Paare, Familien. Freilich kommt man auch hier am demografischen Wandel der Gesellschaft nicht vorbei. So sind mehr als 50 Prozent der Bewohner älter als 70 Jahre, das Durchschnittsalter der Immenstaader "Lebensräume für Jung und Alt" liegt bei 58 Jahren. Dem gegenüber steht zum Beispiel die eher bescheidene Anzahl von drei Kindern unter 18 Jahren. Wie auch immer: "Ich fühle mich hier von Anfang an aufgenommen. Man kann viele Angebote wahrnehmen und trifft auf eine Hausgemeinschaft, in der man nicht allein ist", sagt etwa Bärbel Thiergart. Sie kommt ursprünglich von der Insel Usedom und entschloss sich nach dem Tod ihres Mannes zum Umzug an den Bodensee - auch weil ihre Tochter und die beiden Enkel in Manzell wohnen. Sich im Gemeinschaftsraum regelmäßig mit Gleichgesinnten zur Gymnastikstunde oder zum Kaffeeklatsch zu treffen, das gefällt nicht nur ihr. Warum nicht gemeinsam eine Zeitung abonnieren? "Eine gute Gelegenheit, zusammenzusitzen und sich gegenseitig über das Neueste austauschen", sagt Walburga Köhler. Dass man hier mitten im Ort lebt, Arzt, Behörden und Geschäfte zu Fuß erreichen kann, das wird gerade von den älteren Bewohnern offenbar sehr geschätzt. Erster Ansprechpartner für die Bewohner ist Michael Abler von der St.-Anna-Hilfe der Stiftung Liebenau - "unser Boss", wie Bärbel Thiergart ihn liebevoll nennt. "Ich verstehe mich aber nicht als Animateur, sondern eher als Ermöglicher", betont der Sozialarbeiter. Er weist darauf hin, dass Veranstaltungen im Servicezentrum, dem räumlichen Herzstück der Wohnanlage, in der Regel von Bewohnern selbst organisiert werden, die Räume des Servicezentrums aber auch von anderen Gemeindemitgliedern genutzt werden können. Anders gesagt: "Wer sich in den Lebensräumen für Jung und Alt engagieren will, findet ein breites Betätigungsfeld." Lust darauf, ordentlich Skat zu klopfen? Auch dafür sollten Gleichgesinnte zu finden sein.

29.10.2014 Freude aus dem Schuhkarton

Foto Freude aus dem Schuhkarton Erika Born sammelt mit einer Gruppe Gleichgesinnter in Immenstaad jedes Jahr im Herbst fast 200 Geschenkpakete für bedürftige Kinder. Die Päckchen werden über die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" verteilt.

Wie lange engagieren Sie sich schon für "Weihnachten im Schuhkarton"? In Immenstaad mache ich das jetzt im achten Jahr. Vorher habe ich in Meersburg mitgeholfen. So etwa seit zehn Jahren bin ich dabei. Warum haben Sie sich entschlossen, hier mitzumachen? Weil es so etwas Konkretes ist. Es ist kein Spendengeld, das irgendwo auf ein Konto überwiesen wird, sondern ganz konkret ein Päckchen mit Inhalt, das einem bedürftigen Kind übergeben wird. Wie viele Pakete gehen in einem Jahr etwa durch Ihre Hände? Im letzten Jahr waren es genau 182. Das sind jedes Jahr ungefähr gleich viele. Die meisten kommen von Leuten aus Immenstaad. Wo gehen die Päckchen hin? Das wird immer nach Postleitzahlen eingeteilt. Unsere Pakete gehen in Richtung Kosovo, Moldau, Rumänien, Serbien und Slowakei. Wer organisiert die Verteilung? Die Organisation "Geschenke der Hoffnung". In Deutschland ist die Zentrale in Berlin.Wir packen unsere Geschenkpäckchen in Umzugskartons, kreuzen an, für wen der Inhalt gedacht ist, und schreiben dazu, wie viele Päckchen im Karton sind. Mitte November werden die Pakete abgeholt. Sie werden erfasst und nach dem gemeldeten Bedarf für die einzelnen Länder aufgeteilt, Zollpapiere ausgestellt und alles in die Zielländer transportiert. Wer entscheidet, wer die Sachen bekommt? Meistens sind das Kirchen oder soziale Einrichtungen vor Ort. Die verteilen die Päckchen dann im Rahmen eines Weihnachtsprogramms an die Kinder. Zum Beispiel in Waisenhäusern, Schulklassen oder in Roma-Siedlungen. Was sollte in den Paketen drin sein? Im optimalen Fall ist es eine gute Mischung: Etwas zum Anziehen, Hygieneartikel, etwas zum Spielen, zum Schreiben oder Malen, etwas Süßes. Gibt es auch Sachen, die nicht drin sein sollten? Viele Länder haben Einfuhrbeschränkungen. So dürfen etwa keine gebrauchten Sachen drin sein. Was sollte man noch beachten? Manche Leute meinen es besonders gut und packen ausgefallene Sachen ein. Die Kinder, die diese Päckchen bekommen, haben allerdings einen ganz anderen Standard als die Kinder bei uns. Während sich hier zum Beispiel kein Kind über Unterwäsche freut, sind Unterwäsche, Socken, Schal, Mütze oder Vollmilchschokolade sehr gut geeignet für die Päckchen. Sind es immer wieder dieselben Leute, von denen sie die Pakete bekommen? Viele Familien kommen jedes Jahr, immer wieder kommen aber auch neue Leute dazu. Manche bringen auch ganze Tüten voller Sachspenden vorbei. Das ist auch eine große Hilfe, denn damit können wir zum Beispiel Päckchen stopfen, in denen noch etwas fehlt, oder selber ganze Päckchen packen. Packen Sie viele Päckchen selbst? Am 15. November trifft sich unsere Gruppe aus etwa acht Leuten im Pfarrheim. Zuerst prüfen wir die von Spendern gepackten Pakete. Dann stellen wir aus Sachspenden und von Spendengeld gekauften Sachen weitere Pakete zusammen. Dazu benutzen wir Schuhkartons, die wir das ganze Jahr über gesammelt und beklebt haben. Es ist etwa ein Drittel von allen. Wo können Päckchen abgegeben werden? Etliche Geschäfte aus dem Handels- und Gewerbeverein unterstützen uns. Dort können Päckchen abgegeben werden. Am 14. November nehmen wir von 10 bis 12.30 Uhr und von 16 bis 18 Uhr auch im Pfarrheim Päckchen an. Später geht es nicht mehr. Die Päckchen müssen ja auch noch vor Weihnachten ans Ziel kommen. Zur Person Erika Born lebt in Immenstaad, ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern und engagiert sich in der katholischen Kirchengemeinde, etwa bei der Organisation von Familiengottesdiensten. Sie arbeitet außerdem regelmäßig ehrenamtlich in der Markdorfer Bibliothek.

20.10.2014 Synode will Familien stärken

Foto Synode will Familien stärken Die evangelische Bezirkssynode des Kirchenbezirks Überlingen-Stockach macht sich Gedanken über verstärkte Angebote für Familien mit Problemen.

"Die Familie befindet sich im Umbruch, Strukturen haben sich gewandelt", sagte Ulrich Aeschbach, stellvertretender Vorsitzender der evangelischen Bezirkssynode des Kirchenbezirks Überlingen-Stockach, bei der Begrüßung zur Herbstsynode im evangelischen Gemeindehaus in Immenstaad am Freitagabend: "Das mag man begrüßen oder beklagen - uns obliegt die Verantwortung, uns darum zu kümmern". Probleme in Familien seien bereits in der Bibel beschrieben, erinnerte Aeschbach an Adam und Eva und den tödlich endenden Streit zwischen deren Söhnen Kain und Abel. Bei den Problemen heutiger Familien werden Udo Pursche und seine Mitarbeiterinnen immer wieder um Hilfe gebeten. Pursche ist Geschäftsführer des Diakonischen Werks Überlingen und für die Beratungsstellen im Kirchenbezirk zuständig. "Heute wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie wir gemeinsam Familien stärken können", fasste er das Ziel der Synode zusammen. In den Beratungsstellen suchen die unterschiedlichsten Konstellationen von Familie Hilfe. Von der "Normalfamilie" mit Vater, Mutter und Kindern über die Stieffamilie, Patchworkfamilie bis zu Alleinerziehenden und Familien mit älteren Angehörigen. Viele Hilfen können durch die Beratungsstellen geleistet werden, aber: "Oft ist ein Mehr gefragt", sagte Pursche. Dabei hofft er auf die Hilfe der Kirchengemeinden. Um den zu einzelnen Problemfeldern geplanten Arbeitsgruppen zu verdeutlichen, um was es dabei konkret geht, stellten Pursche und seine Mitarbeiterinnen einige Fallbeispiele vor. Dabei ging es um Menschen, denen in schwierigen Lagen Unterstützung aus dem familiären Umfeld fehlt, deren Familien zerbrochen sind oder bei denen große Entfernungen zu anderen Familienmitgliedern bestehen. Viele haben aus den unterschiedlichsten Gründen wenig oder keine sozialen Kontakte und leiden unter der Vereinsamung. Das betrifft alle Altersgruppen. Wie etwa eine ältere Frau, die zur Unterstützung ihrer Tochter bei der Kinderbetreuung an den See gezogen ist und nach der Scheidung, Wiederheirat und Wegzug der Tochter hier "gestrandet" ist. Oder die sechzehnjährige Schwangere, die weder beim Kindsvater noch bei den Eltern auf Unterstützung hoffen kann. Andere Beispiele: Eine Alleinerziehende, die mit ihren drei Kindern sozial isoliert lebt und Anschluss sucht. Oder Menschen, die sich ihrer Armut schämen und sich immer mehr zurückziehen oder keine bezahlbare Wohnung finden. Vier Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit Möglichkeiten, wie die Kirchengemeinden helfen könnten. Einige der vorgetragenen Ideen: Noch aktiver auf die Menschen zugehen und niederschwellige Angebote zur Mitarbeit und Teilhabe machen, Neubürger begrüßen, zu gemeinsamem Mittagessen, zur Vesperkirche oder zum Kaffee einladen. Oder auch Kinderbetreuung oder Fahrdienste bei Bedarf anbieten. Insgesamt wünschen sich Diakonie und Gemeinden eine noch engere Zusammenarbeit. Kirchenbezirk Zum Kirchenbezirk Überlingen-Stockach gehören 14 Gemeinden mit etwa 32 000 evangelischen Christinnen und Christen. Die Bezirkssynode besteht aus gewählten Laien und Geistlichen aus diesen Gemeinden und soll die Gesamtheit dieser Kirchenmitglieder repräsentieren. Die Synode kommt mehrmals im Jahr zusammen, um sich mit wesentlichen Fragen des kirchlichen Lebens zu beschäftigen und darüber zu entscheiden. Hintergrund der Bezirkssynode zum Thema Familie ist die im Juni vergangenen Jahres von der EKD herausgegebene "Orientierungshilfe um Ehe und Familie". (gik) Informationen im Internet: www.evangelisch-in-überlingen-stockach.de

19.10.2014 Alkoholisierter Autofahrer verursacht Verkehrsunfall

Ein Autofahrer geriet mit seinem Auto am frühen Samstagmorgen zu weit nach rechts und prallte gegen einen geparkten Mercedes.

Alkohol am Steuer und die nicht angepasste Geschwindigkeit dürften die Ursachen für einen Verkehrsunfall gewesen sein, der sich am frühen Samstagmorgen in der Hauptstraße ereignet hat. Der Autofahrer eines aus Richtung Friedrichshafener Straße kommenden Fahrzeugs geriet gegen 2 Uhr mit seinem Auto zu weit nach rechts und prallte dabei gegen einen geparkten Mercedes, heißt es im Bericht der Polizei. An beiden Autos wurde die Vorderachsen beschädigt. Ein durchgeführter Atemalkoholtest bei dem Fahrer ergab einen Wert von rund 1,7 Promille, weshalb eine ärztliche Blutentnahme veranlasst wurde. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von rund 5000 Euro.

16.10.2014 Auf Querflöten durch die Musikgeschichte

Foto Auf Querflöten durch die Musikgeschichte Im Rahmen der Immenstaader Konzertreihe musiziert in der Kirche St. Jodokus am Sonntag, 19. Oktober, 20 Uhr, das Querflötenensemble "Querklang" aus Konstanz. Mit der außergewöhnlichen Besetzung von acht Querflöten erklingen reizvolle Arrangements aus verschiedenen Epochen der Musikgeschichte in Bearbeitungen und Originalkompositionen.

Neben der "normalen" Flöte ermöglichen Bass-, Alt- und Piccoloflöten raffinierte Kombinationen des Querflötenklanges. Der Eintritt ist frei, es wird am Ausgang um eine Spende gebeten.

16.10.2014 130 000 Euro für neues Gräberfeld

Gleich nach Allerheiligen soll auf dem neuen Friedhof in Immenstaad ein zusätzliches Feld mit 50 Kammerwahlgräbern angelegt werden. Die Gemeindeverwaltung begründet die Maßnahme damit, dass fast alle bisher vorhandenen Kammerwahlgräber bereits belegt seien.

Auf dem Friedhof gibt es aktuell vier verschiedene Bestattungsarten: Erdwahlgräber, Kammerwahlgräber, Urnenerdgräber oder Urnenwand. Die neuen Kammerwahlgräber sollen so ausgeführt werden, dass jeweils zwei Särge übereinander bestattet werden können. Die Maßnahme wird rund 130 00 Euro kosten.

16.10.2014 Zuschuss für die Zunftstube

Die Narrengesellschaft Hennenschlitter plant noch in diesem Jahr Investitionen und Anschaffungen in Höhe von fast 20 000 Euro. Den größten Posten macht die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Bestuhlung der Zunftstube mit mehr als 15 000 Euro aus.

Der Verein macht in der Begründung darauf aufmerksam, dass der Raum auch immer wieder von anderen Vereinen oder der Gemeinde genutzt werde. Außerdem sollen zwei neue Gardehäser samt Hüten, ein neues Häs für den Täfelebue und eines für den Narrenpolizisten angeschafft werden. Die zu ersetzenden Häser seien alle mehr als 15 Jahre alt, heißt es von Seiten der Narren. Wieder einmal gab es im Gemeinderat eine Diskussion darüber, wie die Richtlinien der Gemeinde zur Förderung von Vereinen in diesem Fall auszulegen seien. Die Gemeinde erklärte sich bereit, für die Neubestuhlung der Zunftstube 20 Prozent der Kosten zu übernehmen mit einer Deckelung auf 3100 Euro oder 15 Prozent des Gesamtpakets.

16.10.2014 Neue Brunnenfiguren: Räte deckeln den Zuschuss

Foto Neue Brunnenfiguren: Räte deckeln den Zuschuss Mehr als 50 000 Euro will die Gemeinde nicht in die Hand nehmen

Noch sind die Hennen auf dem Immenstaader Brunnen ganz für sich. Im kommenden Jahr sollen sie Gesellschaft bekommen. Darauf hat sich der Immenstaader Gemeinderat in jüngster Sitzung geeinigt. "Ich finde die Idee charmant", sagte Gemeinderätin Martina Mohr, "aber vielleicht haben wir uns etwas früh auf die Künstlerin Esther Seidel festgelegt, von der es in der Region ja schon einiges zu sehen gibt". Damit nahm sie Bezug auf den Latschebrunnen in Markdorf oder die Figur eines jungen Mannes beim Kavalierhaus in Langenargen. "Vielleicht sollten wir einen Wettbewerb zum Thema Hennenschlitter machen und jungen Künstlern eine Chance geben, von denen man noch nicht viel gesehen hat", regte Mohr an. Die Mehrheit des Rates sprach sich gegen einen Wettbewerb aus. Zum einen, weil die Figuren in Markdorf und andernorts sehr gut angekommen seien und auch den Räten selbst gefielen. Zum anderen, weil die Idee auch von vielen Immenstaadern sehr positiv bewertet werde. Das haben einige Räte im Gespräch mit Bürgern erfahren. "Die Leute mögen an dieser Stelle so etwas lebensnahes", sagte etwa Edwin Brügel: "Was die Ortsmitte betrifft: Dort könnte man durchaus etwas ganz anderes machen." Angetan vom Vorschlag der Künstlerin, die dazu bereits im Juni dem Rat ein Modell präsentierte, zeigte sich auch die Sparkasse Salem-Heiligenberg. Aus Stiftungsgeldern will sie 10 000 Euro dafür geben. Der Heimatverein hat sich bereit erklärt, eine ganze Figur im Wert von etwa 35 000 Euro zu finanzieren. Auch der Narrenverein hat Geld für eine Henne, etwa 2500 Euro, zugesagt. Großen Wert legten die Gemeinderäte darauf, den Beitrag der Gemeinde zur Kunst auf der alten Musikterrasse zu deckeln. Auf der Sitzung standen zu-nächst 120 000 Euro im Raum. "Bei dem Betrag bin ich zu Tode erschrocken", sagte Martin Frank erleichtert, als man sich dem Wunsch der Räte entsprechend auf maximal 50 000 Euro Beitrag der Gemeinde geeinigt hatte. Das sollte nach ersten Schätzungen für eine Figur und die Kosten für die nötigen Fundamente und die Aufstellung reichen. "Ich finde es sehr schön, dass wir bereits Zusagen in etwa der gleichen Höhe von Sponsoren haben", sagte Initiatorin Helga Bauer. "Wir haben hier die Chance, ein wunderbares Schmuckstück zu schaffen." Das soll jetzt Stück für Stück entstehen. Die komplette Gruppe soll einmal aus drei lebensgroßen Figuren aus der Fasnet, dem Hennenschlitten und mehreren Hennen bestehen. Begonnen werden soll jetzt mit dem Schlitten, dem Bur, der ihn zieht, und einigen Hennen. "Wenn der erste Abschnitt fertig ist, muss er begeistern", sagte Bürgermeister Jürgen Beisswenger, "dann kommen auch die Sponsoren für den Rest". Dabei könnten durchaus auch die Immenstaader Musiker vertreten sein, regte der Bürgermeister an. "Die gehören genauso zur Fasnet wie die Hennenschlitter. Wer sagt denn, dass nicht eine Figur die Musiker-Uniform tragen und eine Trompete blasen könnte?". Jetzt will die Gemeinde zuerst einmal ein konkretes Angebot der Künstlerin Esther Seidel für die ersten Figuren einholen. Die hatte bei der Präsentation die Schätzwerte genannt, von denen der Rat ausging. Im Haushalt 2015 sollen 50 000 Euro für die Skulpturen reserviert werden.

15.10.2014 Wohncontainer für neue Flüchtlinge

Foto Wohncontainer für neue Flüchtlinge An dem Standort beim Parkplatz der Linzgauhalle können 20 Menschen untergebracht werden

In Immenstaad bereitet sich das Rathaus auf die Aufnahme von Menschen vor, die vor Kriegen, Verfolgung oder aus Not aus ihrer Heimat geflohen und dabei in Deutschland angekommen sind. "Wir wissen noch nicht, wann sie kommen werden und wie viele es sein werden", sagt Ortsbaumeister Ulrich Kohler. Fest steht, dass den Bodenseekreis immer mehr Flüchtlinge erreichen und dass auch Immenstaad seiner Pflicht nachkommen muss, einen Teil von ihnen unterzubringen. Auch wenn die Gemeindeverwaltung sie gerne anders untergebracht hätte: Jetzt müssen Wohncontainer zur Unterbringung reichen. "Der Aufruf im Gemeindeblatt, der Gemeinde freie Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen, hat leider keinen Erfolg gehabt", sagt Kohler und das bedauern auch der Bürgermeister und die Gemeinderäte. Der Technische Ausschuss des Gemeinderates beschloss jetzt, einen Bauantrag für eine mobile Wohnanlage aus 18 Containern zu stellen. Diese sollen auf dem gemeindeeigenen Grundstück Dr.-Zimmermann-Straße 11 aufgestellt werden. Für die baurechtliche Bearbeitung ist die Stadt Friedrichshafen zuständig. Das Grundstück sei das einzige im Gemeindebesitz gewesen, das für diesen Zweck geeignet war, erklärte der Ortsbaumeister. Wegen der aktuellen Gesetzeslage sei es beispielsweise nicht möglich, in einem Gewerbegebiet zu bauen. Obwohl die Regierung daran arbeite, das betreffende Gesetz zu ändern. Die Wohnanlage werde optisch kaum in Erscheinung treten, erklärt Kohler weiter. Die Gründe dafür: Das Grundstück liegt einige Meter tiefer als die im Norden angrenzende Fritz-Kopp-Straße. Auf allen Seiten stehen hohe und breite Hecken oder Bäume. Im Westen grenzt es an den Parkplatz der Linzgauhalle, im Osten an einen privaten Parkplatz. Die Planung sieht vor, die Container in einem Rechteck von etwa 14,5 mal 21 Metern aufzustellen, vier davon längs in Ost-West-Richtung als Flur. Von dort soll dann Zugang in jeweils sieben querstehende Container rechts und links bestehen. Von den insgesamt 16 Containern sind zwei als Doppelcontainer als Küche vorgesehen, zwei für Sanitäreinrichtungen, getrennt nach Männern und Frauen. Damit verbleiben acht Container als Wohnräume für 20 Menschen. "Der Schlüssel liegt derzeit bei sieben Quadratmetern pro Person", erklärt Kohler. An der Südseite des Geländes steht ein Lagerschuppen, der auch stehenbleiben soll. Aus dem Gemeinderat wurde angeregt, diesen Schuppen umzunutzen und zur Verbesserung der Angebote für die Flüchtlinge etwa als Aufenthaltsraum einzusetzen. Die Lage mitten im Ort sei durchaus ein Vorteil, betont Kohler. Dadurch werde es einfacher, die Menschen in der Gemeinde zu integrieren und auch die Wege würden kürzer: "Die Leute müssen ja schließlich auch die Möglichkeit haben, zum Beispiel Lebensmittel einzukaufen."

15.10.2014 Gesundes aus der Region

Foto Gesundes aus der Region Gesunde Ernährung ist in meiner Bäckerei immer ein Thema, und viele Kunden haben dazu Fragen, sagt Roland Heger. Um diese noch besser als bisher beantworten zu können, bildete sich der Immenstaader Bäckermeister vor kurzem an der Akademie in Weinheim zum Ernährungsberater im Bäckerhandwerk fort. Es gibt immer mehr Diät- und Ernährungsformen. Dazu viele, teils ziemlich teure Spezialprodukte oder Mittel zur Nahrungsergänzung, hat der Bäckermeister festgestellt.

15.10.2014 Herbstwaldlauf-Macher arbeiten an neuem Konzept

Foto Herbstwaldlauf-Macher arbeiten an neuem Konzept Bei der 36. Ausgabe kommenauf 21 Helfer des Turn- und Sportvereins nur 54 Teilnehmer

Die Bedingungen waren ideal, die Beteiligung jedoch mäßig: 54 Teilnehmern des 36. Immen-staader Herbstwaldlaufs standen 21 Helfer des TuS Immenstaad gegenüber. "Ein frustrierendes Erlebnis", bringt Peter Daniel es auf den Punkt. Finanziell ist der Herbstwaldlauf auch ein Zuschussgeschäft und auch deshalb werden die Verantwortlichen der TuS-Abteilung Leichtathletik dieses sportliche Angebot in den kommenden Tagen auf den Prüfstand stellen und ein neues Konzept entwickeln. "Eindeutig ist, dass allein der Begriff Trimmpfad schon angestaubt ist", erklärt Daniel. Heute müsse alles einen Eventcharakter haben und er nennt beispielsweise den "Trailrun" - eine Art Landschaftslauf abseits der Straßen, der schon am vergangenen Sonntag bei der 36. Auflage des Herbstwaldlaufs für Spaß sorgte. Hier war der Zuspruch mit 32 Teilnehmern nämlich sehr erfreulich: Die Kinder und Jugendliche machten sich mit Landkarten ausgestattet auf den Weg, um auf dem knapp zwei Kilometer langen Waldparcours die insgesamt 13 Streckenpunkte zu suchen und zu finden. Alle Teams waren mit Eifer bei der Sache und erledigten die Aufgaben weitaus souveräner als von manch Eltern befürchtet. Gewonnen haben (U8) die Teams Priska Sippel und Sophia Heinz (TuS Immenstaad), Tim Gassner und Jakob Hummel (U10, TuS Immenstaad), Engelhard, Bauhuis und Sobeck (U12, TV Langenargen) sowie Bauhuis und Engelhard (U14, TV Langenargen). Den Hauptlauf über 7400 Meter gewannen Lisa Croll von der Mannschaft "MTU Life aktiv" in 31:49 Minuten und Dirk Joos von der BSG Dornier in 25:27 Minuten. Die Pokale für die Mannschaftswertung gingen sowohl bei den Damen als auch bei den Herren an die Teams der MTU. Beim Lauf der Mädchen unter acht Jahren (740 Meter) siegte Nina Kreidenweiß (VfB Friedrichshafen) vor Sophia Heinz und Priska Sippel (beide TuS Immenstaad). Beim Lauf der männlichen Jugend (U10, 740 Meter) siegte Philemon Langhans (FC Kluftern) vor seinem Vereinskollegen Rainer Kohler. Der Lauf der weiblichen Jugend U10 endete mit einem Immenstaader Dreifach-Erfolg: Kiara Hertkorn siegte vor Magdalena Alber und Paula Seitz. Beim Lauf der Jugend U12 (1120 Meter) gewann Acalli Schwämmlein (TuS Immenstaad) vor seinem Teamkollegen Philipp Bergmann. Über die gleiche Distanz bei den Mädchen siegte Anna Bauhuis (TV Langenargen). Die längste Jugend-Distanz über 1500 Meter entschied in der Klasse U14 die Immenstaaderin Lena Tomaszewski für sich.

15.10.2014 Hotel und Weingut Röhrenbach: Widerstand gegen Erweiterungspläne

Foto Hotel und Weingut Röhrenbach: Widerstand gegen Erweiterungspläne Anwohner lehnen zweigeschossigen Neubau ab

Das Hotel und Weingut Röhrenbach bietet seinen Gästen in einer Top-Lage in den Weinbergen am westlichen Rand von Immenstaad Appartements, Ferienwohnungen und Gästezimmer. Im Juli stellten die Betreiber den Antrag, den Bebauungsplan Hardt-Horn zu ändern, um den Neubau eines Gebäudes für Gästezimmer und eine Erweiterung des Wellness-Angebots zu ermöglichen. Konkret sieht der Plan vor, ein vorhandenes eingeschossiges Gebäude an der östlichen Grundstücksgrenze abzureißen und durch ein deutlich größeres mit zwei Geschossen zu ersetzen. Im vorhandenen Gebäude befinden sich derzeit eine kleine Ferienwohnung und die Abfall-Sammelstelle des Betriebs. Das neue Gebäude soll Platz für deutlich mehr Gästezimmer schaffen. Unterirdisch soll der Neubau erheblich größer werden als oberirdisch und stellenweise bis an die Grundstücksgrenze reichen. Durch den unterirdischen Bau soll das Wellness-Angebot des Hotels ausgebaut werden. Nach der ersten öffentlichen Auslegung wurde deutlich: Etliche Anlieger des Wolfgangwegs sind mit diesen Plänen nicht einverstanden und befürchten dadurch Nachteile für sich oder eine Bevorzugung der alteingesessenen Familie Röhrenbach. "Die Realisierung der Planung hat Auswirkung auf den Gebietscharakter als auch auf das Verkehrsaufkommen", heißt es in einer Einwendung. Mehrere Anwohner fühlen sich offenbar bereits jetzt durch den durch den vom Hotelbetrieb bedingten Verkehr auf dem schmalen Wolfgangweg beeinträchtigt und befürchten eine Verschlimmerung. Die Planung fuße nicht auf einer städtebaulichen Konzeption, sondern es handle sich um eine reine Gefälligkeitsplanung, prangert ein Nachbar an. Es gehe hier nicht darum, den Bestand eines Betriebes zu sichern, sondern nur darum, dem Betrieb einen höheren Umsatz zu verschaffen. Auch an der rechtlichen Grundlage werden erhebliche Zweifel vorgebracht. Das betrifft auch, aber nicht nur Grenzabstände: "Der Hotelbetrieb soll in das als allgemeines Wohngebiet festgesetzte Plangebiet erweitert werden... Diese geplante Nutzung ist nicht gebietsverträglich." Ein anderer Nachbar sagt: "Es ist nicht zu akzeptieren, dass der kommerzielle Vorteil eines einzelnen Bauherrn zu Lasten der massiven Nachteile von fünf Anliegern höher bewertet wird." Am Donnerstag wollen Vertreter der Gemeinde mit dem Antragsteller über die Sache beraten. "Wir wollen wissen, ob er mit seiner Planung auf die vielen Einwendungen reagiert und welche Gegenargumente er hat", erklärte Bürgermeister Jürgen Beisswenger dem Gemeinderat. Es gehe um eine Abwägung der Interessen. "Was dabei rauskommt, geht wieder in den Gemeinderat."

14.10.2014 Kirchenchor sucht neue Mitsänger

Der Kirchenchor Immenstaad sucht für sein kommendes Projekt noch weitere Sänger. Ein moderneres Repertoire soll dabei vor allem jüngere Sängerinnen und Sänger ansprechen.Zum Kirchenpatrozinium am 1. Adventssonntag (30. November) führt der Kirchenchor zunächst aber noch einmal die beliebte "Messe des Friedens" von Reimund Hess auf, die schon an Pfingsten 2013 begeistert aufgenommen wurde.Die sehr wirkungsvolle Messe enthält neue deutsche Texte in heutiger Sprache zu den Teilen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei sowie zu vier Ergänzungssätzen (Halleluja, Fürbitten, Kommunion, Schluss), in denen der Wunsch nach Frieden immer wieder aufgegriffen wird.

Rhythmisch mitreißende Akklamationen und eindringliche Melodik, auch in den kontemplativen Teilen, zeichnen die Musik in ihrer facettenreichen Verbindung von Rock-, Latin- und Gospel-Elementen ebenso aus wie die für Hess charakteristische farbige Harmonik. Auch an Weihnachten soll es dann moderner zugehen: Bekannte Weihnachtslieder in kunstvollen modernen Bearbeitungen des Calmus-Ensembles Leipzig werden ebenso vorbereitet wie "Swinging Christmas" von Thomas Gabriel. Weihnachten einmal anders: Altbekanntes weihnachtliches Musiziergut im Beat-, Jazz-, Pop-, Soul- und Swing-Gewand. Thomas Gabriel hat ebenso mitreißende wie kompositorisch raffinierte Arrangements für Chor und Klavierbegleitung geschrieben, zu denen gelegentlich ein Melodieinstrument hinzutritt, mit viel Gelegenheit zum improvisieren. Wer jetzt Lust hat, mitzusingen: Die Proben für "Swinging Christmas" beginnen an diesem Freitag, 17. Oktober. Sie finden immer freitags um 19.30 Uhr unter der Jodokuskirche statt. Am Samstag, 15. November, findet von 14 bis 18 Uhr eine intensiveren Zusatzproben statt.

11.10.2014 Gemeinsam feiern beim Apfelhock

Foto Gemeinsam feiern beim Apfelhock Kulinarisches, Informationen und Aktionen rund um den Apfel gibt es beim Apfelhock in Immenstaad am 12. Oktober. Vier fidele Brummbären verabschieden sich mit einem Konzert.

Einheimische und Gäste freuen sich auf den Höhepunkt der Apfelwochen in Immenstaad. Am morgigen Sonntag treffen sich wieder alle ab 13 Uhr zum Apfelhock auf dem Obst- und Ferienhof Jehle. "Wer hat's erfunden?", fragt Margot Rauber von der Tourismus-Gemeinschaft und antwortet: "Immenstaad, natürlich." Die vor 14 Jahren erstmals umgesetzte Idee, auch nach der Hauptsaison mit den Apfelwochen den Gästen etwas Besonderes zu bieten, hat inzwischen in 15 weiteren Seegemeinden Nachahmer gefunden. Gemeinsam stellten sie ein Veranstaltungsprogramm vom 22. September bis zum 19. Oktober auf die Beine "Im Sommer kann schließlich jeder feiern", findet Margot Rauber. Jetzt, mitten in der Erntezeit, stehen jede Menge gefüllte Obstkisten und die zur Ernte gebrauchten Gerätschaften im Innenhof des Obst- und Ferienhofs Lehle. Für den Hock werden sie für einen Tag den Tischen und Bänken für die Gäste weichen. "Der Hof mit den schönen Bäumen ist der ideale Platz", findet nicht nur Margot Rauber, sondern auch die Gäste, die seit Jahren immer wieder kommen. Beim Apfelhock dreht sich selbstverständlich alles um den Apfel. Kulinarisch zum Beispiel mit Apfelwaffeln, Apfelsuppe oder Apfel-Dinnele. Wer wissen will, welche Apfelsorten am Bodensee angebaut werden, findet in der Apfelsortenschau die Antwort und besonders schöne Exemplare. Künstlerisch haben sich die Erstklässler der Stephan-Brodmann-Schule mit den Thema beschäftigt. Hubert Lehle hat sich einen Mostobstpfad samt Gewinnspiel dazu ausgedacht. Das Motto "Wer schätzet kann fehle" verdeutlicht, um was es geht: Mengen und Preise schätzen und dabei möglichst wenig "fehlen", sprich danebenliegen. Fahrten mit dem Obstzügle, Oldtimer-Traktoren, Glücksrad, Luftballonwettbewerb und Bastelangebote für Kinder runden das Programm ab. Auf keinen Fall verpassen sollten die Fans der "Fidelen Brummbären" den Hock. Die werden nämlich zum letzten Mal - zumindest in der ursprünglichen Besetzung - zu hören sein. Vier Musiker geben auf dem Apfelhock ihr letztes Konzert mit der Kapelle.

10.10.2014 Familientreff Große kleine Leut' wieder auf Kurs

Foto Familientreff Große kleine Leut' wieder auf Kurs Erfahrene Mitglieder des Immenstaader Familientreffs Große kleine Leut' haben das Ruder übernommen. Damit sind die Personalprobleme des Vereins gelöst - zumindest bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung.

Der Familientreff Große kleine Leut' Immenstaad hat wieder einen kompletten Vorstand. Die außerordentliche Mitgliederversammlung bestätigte alle zur Wahl stehenden Kandidaten (siehe Infokasten). Die Wahl war auf Wunsch eines Mitglieds geheim, war bestens vorbereitet und verlief ruhig. Doch diese Hauptversammlung ist war mehr als außerordentlich, sie war denkwürdig. Mehrere Monate war der 1997 gegründete Verein vorstandslos, nachdem der amtierende Vorstand - mit Ausnahme der Kassiererin Gudrun Schindel - komplett zurückgetreten war, da die Mitglieder ihm das Vertrauen entzogen hatten und der Verein zu zerbrechen drohte. "Wir sind froh über den neuen Vorstand", meldete sich der früherer Sprecher Thomas Strömer unter "Verschiedenes" nach den Wahlen zu Wort. "Es war für uns ein merkwürdigen Gefühl zu merken, wie alles wegbricht", sagte er. Der Rücktritt sei wohl der richtige Schritt gewesen, um Platz zu machen für den neuen Vorstand, in dem viele erfahrene Mitglieder oder auch Mitarbeiter des Familientreffs nun die Verantwortung tragen können. Thomas Strömer und seinen früheren Vorstandskollegen dankte zu Beginn der Versammlung nicht nur Versammlungsleiter Andreas Graf, sondern auch Bürgermeister Jürgen Beisswenger: "Mein Dank und der Dank der Gemeinde gilt all jenen, die heute nicht mehr kandidieren. Es war keine leichte Aufgabe, der sie sich engagiert gestellt haben.. Auch der Verein Große kleine Leut' bedankte sich mit einem Präsent und Applaus bei den zurückgetretenen Vorständen. Im neuen Vorstand, der satzungsgemäß roulierend gewählt wurde und dessen Mitglieder zum Teil nur bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung im Amt sind, übernehmen jetzt die frühere Geschäftsführerin Monika Knauer (bis März 2014), die einstige Bürokraft Christine Heberle-Ortlieb (bis Mai 2014), die Erzieherinnen Irene Blania-Nützel und Melanie Pfeifer sowie die Betreuerin Yvonne Hermann Verantwortung. Bürgermeister Beisswenger gratulierte der neuen "funktionsfähige Mannschaft", der er offene Ohren und Türen zusicherte und die finanzielle Unterstützung der Gemeinde. Die außerordentliche Mitgliederversammlung war so gut besucht wie keine Hauptversammlung zuvor: Rund 40 Anwesende, von denen 34 stimmberechtigt waren, fanden in der Zunftstube der Hennenschlitter Platz, die im Bürgerhaus direkt neben den Räumen des Familientreffs liegt. Am kommenden Dienstag wird es eine Übergabe aller notwenigen Unterlagen vom alten an den neuen Vorstand geben und dann wird es auch Zeit, dass die Homepage des Vereins aktualisiert wird. Dort finden sich noch immer die Namen des alten Vorstands und auch der der bisherigen Geschäftsführerin, die ja seit Ende August auch nicht mehr im Amt ist und für die ein Nachfolger gesucht wird. Neuer Vorstand Die außerordentliche Mitgliederversammlung hat einen neuen Vorstand gewählt, der mindestens bis zur Hauptversammlung im März 2015 amtiert. Sprecherinnen sind Yvonne Hermann, Christine Heberle-Ortlieb und Melanie Pfeifer, Kassiererin ist Gudrun Schindel, Schriftführerin Monika Knauer, Beisitzer sind Irene Blania-Nützel und Rainer Heberle. (ga)

10.10.2014 Bezirkssynode: Familie im Blick

Die Synodalen des evangelischen Kirchenbezirks Überlingen-Stockach treffen sich zu ihrer Herbstsynode am Freitag, 17. Oktober um 17 Uhr. Im evangelischen Gemeindehaus in Immenstaad werden sie sich nach einer Mitteilung des Kirchenbezirks mit dem Thema "Familien in unseren Kirchengemeinden" auseinandersetzen.

Die Vorsitzende, Gisela Bruszt aus Pfullendorf, wird ein Referat halten und eine Umfrage vorstellen. Ferner ist ein Bericht von Beschäftigten des Diakonischen Werks vorgesehen, die aus der Arbeit mit Familien berichten werden. Des Weiteren wird die Zusammensetzung des Finanzausschusses des Kirchenbezirks bestimmt werden. Die Synodalen und die Mitarbeiter aus den Kirchengemeinden treffen sich zwei bis drei Mal im Jahr, um Themen und Aufgaben des Kirchenbezirks zu beraten. In Nachbarschaft zur Württembergischen Landeskirche erstreckt sich der Kirchenbezirk über Teile der Landkreise Konstanz, Sigmaringen und dem Bodenseekreis von Stetten am kalten Markt bis nach Immenstaad.

9.10.2014 St.-Michaels-Kapelle wird 300 Jahre alt

Foto St.-Michaels-Kapelle wird 300 Jahre alt Einst stand sie in einem Weingarten, heute an einer Hauptverkehrsstraße: Die St.-Michaels-Kapelle in Immenstaad wurde vor 300 Jahren erbaut. Das Jubiläum wird am 12. Oktober mit einem Festgottesdienst gefeiert.

Nur wer mit offenen Augen durch Immenstaads Westen geht, entdeckt die kleine, weiß-rosa-farbene Kapelle. Sie steht etwas im Schatten der großen katholischen Kirche St. Jodokus auf der anderen Straßenseite. Doch am Sonntag, 12. Oktober, wird der St.-Michaels-Kapelle besondere Aufmerksamkeit zuteil: Sie steht an dieser Stelle genau 300 Jahre. Zu diesem Anlass gibt es einen Festgottesdienst, der um 10.30 Uhr beginnt. Wolfgang Trogus, emsiger und profunder Heimatgeschichtsforscher, las in den Büchern nach und fand viel über die kleine Kapelle heraus. 1713 erbaute der mainauische Amtmann Johann Michael v. Brugger (1670-1730) außerhalb des Dorfes, an der Straße nach Hagnau, in einem eigenen Weingarten eine Kapelle zu Ehren seines Namenspatrons, des Erzengels Michael. Diese wurde am 12. Oktober 1714 eingeweiht. Nach dem Tod des Erbauers hatte die Kapelle von Baptist Pfleghar verschiedene Besitzer, bis sie 1855 für 50 Gulden an die Gemeinde gelangte. Das Glöcklein, welches sich darin befand, wurde vorher an den Remettehof am Gehrenberg verkauft. 1961 erwarb die Pfarrei für 500 D-Mark die St.-Michaels-Kapelle samt ihrer 57 Quadratmeter Fläche. 1991 wurde die denkmalgeschützte Kapelle durch eine Stiftung außen, drei Jahre später innen renoviert. Die Kaplanei Brugger stiftete später auch das Benefizium für eine zweite Kaplanei am Ort, zu St. Michael und Sebastian. Erste Kapläne wurden seine Söhne, Adam Joseph, der 1733 starb, und Ferdinand Maria, der 1745 starb. Zur Ausstattung stiftete Brugger 1500 Gulden und Rebgüter, die Sebastiansbruderschaft ebenfalls 1500 Gulden und die Paramente. Und beide übernahmen die Herstellung der Wohnung des Kaplans im zweiten Stock des Salz- und Torkelhauses, dem heutigen Schwörerhaus. Diese Wohnung stellte die Gemeinde kostenlos bereit und übernahm die Fronarbeiten samt dem Holz. 1752 stifteten die Tochter Bruggers, Josephine Franziska Antonia, und ihr Mann Joseph Johann Georg von Sonntag, Oberamtmann zu Aulendorf, weitere 1200 Gulden. Die Gemeinde durfte den Kaplan benennen, die Familie Brugger ihn aber präsentieren. Nach dem Aussterben der Familie ging dieses Recht ebenfalls auf die Gemeinde über: Bürgersöhne sollten den Vorzug unter den Bewerbern haben und möglichst etwas von Musik verstehen. Brugger hatte somit erreicht, dass sich die ganze Gemeinde an seiner Stiftung beteiligte. Brugger stammte aus hiesiger Familie, schon sein Vater Christoph war mainauischer Amtmann gewesen. 1698 wurde er geadelt und studierte nach dem Tod seiner Frau (1725) in Dillingen und wurde Priester. Bruggers Grabmal findet sich in der St.-Michaels-Kapelle, recht vom Altar an der Epistelseite. Es trägt sein Wappen sowie eine lateinische Inschrift, die übersetzt heißt: "Sieh da, Wanderer, einen Brugger (Brückenmann), der hier im Leben seine Brücke zur Ewigkeit geschlagen hat. Er ruht schon beigesetzt am Altar, der Gründer der Kapelle, der hochwürdige, edle und gestrenge Herr Johann Michael von Brugger starb 61 Jahre alt am 12. Juli 1730. Bete recht für ihn und lebe wohl." Bis 1831 wirkten insgesamt zwölf Kapläne an St. Michael, ihr jährliches Einkommen betrug Anfang des 19. Jahrhunderts 239 Gulden aus Zinsen und Jahrtagen, etwa 600 Liter Wein - zum Verkauf, nicht zum selber Trinken -, außerdem 1950 Gulden Kapital und 5800 Quadratmeter Rebflächen. Kunstgeschichtlich betrachtet, handelt es sich bei der St.-Michaels-Kapelle um einen Barockbau, der nord-südlich ausgerichtet ist. Der halbrunde Chor befindet sich im Süden. Je zwei Pilaster außen an den vorderen Ecken und am Übergang zur Chorrundung sowie ein Dachgesims gliedern den Bau. Wie alte Bilder unter anderem im Heimatmuseum zeigen, hat das Giebeldreieck seine seitlichen barocken Locken im Laufe der Zeit verloren, man hat sie vereinfacht. Je ein großes und ein kleines rundes Fenster durchbrechen die Seitenwände. Ein ehemaliger Nebeneingang an der Ostseite ist zugemauert und nur noch von innen durch eine Nische erkennbar. Die vorherrschenden Farben außen und innen sind Weiß und Rosa.

9.10.2014 Mole-Kita feiert ersten Geburtstag

Vor einem Jahr ist die Mole-Kita in Immenstaad, die Betriebskindertagesstätte von Airbus Defence and Space, eröffent worden. Jetzt feierte die Einrichtung ihren ersten Geburtstag.

Das einjährige Bestehen der Mole-Kita, der Betriebskindertagesstätte von Airbus Defence and Space in Immenstaad, haben Eltern und Verantwortliche mit einem internationalen Büfett gefeiert. Die Spezialitäten aus Finnland, Spanien, Frankreich, Italien, Polen und Deutschland waren so vielfältig, dass die Feiernden bis Mitternacht hätten essen können, wie es in einer Mitteilung der Johanniter heißt. Die Johanniter Unfallhilfe ist Träger der Mole-Kita. Die rund 80 Teilnehmer wurden mit einem Willkommenslied begrüßt und lernten, auch beim Mitmachen, die verschiedenen Fachbereiche und pädagogischen Schwerpunkte der Betriebskindertagesstätte von Airbus Defence and Space kennen. So wurde in der Werkstatt mit Wasser zum Thema Schwerkraft geforscht, im Atelier die Kleistertechnik von den Kindern ausprobiert, auch die Instrumente fanden bei Kindern und Erwachsenen großes Interesse. Im Garten konnten Kinder und Eltern erleben, wie spannend die gemeinsame Arbeit ist: die Pflanzen riechen, die Verschiedenheit der Wurzeln bestaunen, unterscheiden lernen, was Unkraut ist und was nicht, Tomaten am Strauch zählen und vieles mehr. Die Kinder erzählten, dass die Pfefferminze und der Kürbis dieses Jahr leider nicht gewachsen sind, aber dass der selbst gekochte Nachtisch aus den selbst gepflückten Mirabellen lecker schmeckte. Sowohl die Leitung der Einrichtung als auch die Projektleiterin auf Seiten des Betriebes und die Johanniter als Träger zeigten sich zufrieden mit der Entwicklung der Einrichtung. Hier werden bis zu 40 Kinder im Alter von einem Jahr bis sechs Jahren ganztägig betreut.

9.10.2014 Herbstwaldlauf für die ganze Familie

Foto Herbstwaldlauf für die ganze Familie Die Mitglieder des TuS Immenstaad organisieren am Sonntag den 36. Herbstwaldlauf. Erstmals gibt es auch ein Angebot für Walker.

Raus aus den Pantoffeln, rein in die Laufschuhe: Das heißt es am Sonntag, 12. Oktober, wieder in Immenstaad. Die Leichtathletik-Abteilung des Turn- und Sportvereins (TuS) Immenstaad lädt Klein und Groß zum Herbstwaldlauf auf dem Trimmpfad ein. Eingebunden sind der Orientierungslauf (Trailrunning) und erstmals auch Walking in lockerer Runde. Los geht es am Sonntag um 13 Uhr an der Grillhütte beim Kletterpark. Zum Walking gehen alle Altersklassen gemeinsam an den Start, sagt Peter Daniel von den TuS-Leichtathleten. Auch deshalb werde auf eine Zeitnahme oder Wertung bewusst verzichtet, denn hier soll es einzig um den Spaß an der Bewegung gehen. Beim Trailrunning laufen Kinder und Jugendlichen unter 14 Jahren in Zweier- oder Dreiergruppen auf einer separaten Strecke. Jedes Team erhält eine Landkarte und sollte die darauf eingezeichneten bunten Markierungen finden, die auf der Gesamtstrecke von rund 1400 Metern verteilt sind. Kindern unter zehn Jahren dürfen den Parcours zusammen mit einem Erwachsenen in Angriff nehmen. Eine Vereinszugehörigkeit ist nicht erforderlich. Der Hauptlauf der Männer und Frauen wird zur Mannschaftswertung der Firmenteams herangezogen. Je fünf Läufer beziehungsweise drei Läuferinnen für eine Mannschaft können gewertet werden. Bei den Damen können auch Vereinsteams antreten. Kurzentschlossene können bis eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn nachmelden. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt: Warme Getränke werden im Start-Ziel-Bereich kostenlos angeboten, außerdem ist Kuchen im Angebot. Allen Teilnehmern stehen die Umkleideräume und Duschen des Vereinsheims im Sportzentrum Forstwiesen zur Verfügung. Hier werden auch die Sieger des Hauptlaufs geehrt. Startzeiten 13 Uhr: Kinder unter zehn Jahren, zwei kleine Runden, 740 Meter 13.10 Uhr: Jugend U 12, drei kleine Runden, 1120 Meter 13.20 Uhr: Jugend U 14, 1500 Meter 13.35 Uhr: Lauf über eine große Runde, 2440 Meter 13.35 Uhr: Walking, drei Runden zu je 2,4 Kilometer auf dem Trimmpfad 13.45 Uhr: Trailrunning für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren, 1400 Meter 14.45 Uhr: Hauptlauf über drei Runden, 7340 Meter, auch mit Mannschaftswertung der Firmenteams

Quelle:
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